Neue Ausbildung für Kindergartenpädagogen in St. Pölten
Ab Herbst 2026 bietet die USTP St. Pölten einen neuen Bachelor-Studiengang Elementarpädagogik an. 25 Studienplätze stehen jährlich zur Verfügung.
Die USTP – University of Applied Sciences St. Pölten erweitert ihr Studienangebot um einen zukunftsweisenden Bereich: Ab Herbst 2026 startet der neue Bachelor-Studiengang Elementarpädagogik. Mit diesem Schritt reagiert die niederösterreichische Fachhochschule auf den steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der frühkindlichen Bildung und setzt neue Maßstäbe in der Ausbildung von Elementarpädagogen.
Das sechssemestrige Vollzeitstudium verbindet fundierte Theorie mit intensiver Praxiserfahrung und bereitet Studierende gezielt auf die anspruchsvollen Aufgaben in elementaren Bildungs- und Betreuungseinrichtungen vor. "Mit unserem Studiengang Elementarpädagogik setzen wir genau hier an: Studierende lernen, Kinder in ihrer Neugier und Kreativität professionell zu fördern, frühe Bildungsprozesse aktiv zu gestalten und mit Familien, Umfeld sowie Fachkräften vernetzt zusammenzuarbeiten", erklärt Entwicklungsteam-Leiterin Christine Schmid.
Der Studiengang schließt mit dem Bachelor of Arts in Social Sciences (BA) ab und umfasst verschiedene Kernkompetenzen: Studierende erwerben nicht nur pädagogische Fähigkeiten, sondern auch Forschungskompetenzen und reflektieren ihre eigene professionelle Entwicklung. Dies soll die Qualität frühkindlicher Bildung nachhaltig stärken.
Die USTP nimmt gemeinsam mit der Hochschule Campus Wien (HCW) und der FH Salzburg eine Vorreiterinnenrolle in Österreich ein. Der Studiengang basiert auf dem bereits seit 2025 umgesetzten Curriculum der HCW, wodurch eine österreichweite Standardisierung und Qualitätssicherung gewährleistet wird.
"Die USTP ist neben der Hochschule Campus Wien und der FH Salzburg eine der drei Fachhochschulen in Österreich, die ab Herbst 2026 das Bachelorstudium Elementarpädagogik anbieten wird. Damit leistet die USTP einen Beitrag zur Weiterentwicklung der Profession und zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Berufsfeldes", betont Katharina Auer-Voigtländer, Leiterin des Departments Soziales.
Ein besonderes Merkmal des neuen Studiengangs ist seine berufsermöglichende Organisation. Der Unterricht findet an drei vollen Tagen pro Woche statt, wodurch sich das Studium optimal mit einer beruflichen Tätigkeit verbinden lässt. Diese Flexibilität kommt insbesondere Personen entgegen, die bereits in pädagogischen Bereichen tätig sind oder sich beruflich neu orientieren möchten.
Ab dem Wintersemester 2026/27 stehen jährlich 25 Studienplätze zur Verfügung. Im sechsten Semester können Studierende persönliche Schwerpunkte wählen und ihre Kenntnisse beispielsweise in der interprofessionellen Zusammenarbeit mit ausgewählten Gesundheitsberufen oder im Bereich multi- und translingualer Lebenswelten von Kindern vertiefen.
Das neue Studienangebot erhält starke politische Unterstützung auf Landes- und Stadtebene. Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister unterstreicht die Bedeutung des Studiengangs: "Elementarpädagogik ist weit mehr als Betreuung – sie ist der erste Bildungsraum eines Menschen. In diesen frühen Jahren werden Neugier, Selbstvertrauen, soziale Fähigkeiten und die Freude am Lernen geprägt."
Die Landesrätin verweist auch auf die NÖ Betreuungsoffensive, mit der das Land Niederösterreich gemeinsam mit den Gemeinden intensiv an der besten Zukunft der Kinder arbeitet. Der neue Studiengang fügt sich nahtlos in diese Strategie ein und soll zur Verbesserung der Betreuungsqualität beitragen.
St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler sieht in dem neuen Studiengang einen wichtigen Gewinn für die Stadt: "Die Etablierung des neuen Bachelor-Studiengangs ist nicht nur eine wichtige Antwort auf den akuten Fachkräftebedarf, sondern zugleich ein klares Bekenntnis zu einer qualitativ hochwertigen und praxisnahen Ausbildung auf höchstem Niveau für angehende Elementarpädagog*innen."
Die Einführung des neuen Studiengangs spiegelt das wachsende Bewusstsein für die Bedeutung der frühen Kindheit wider. Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen, dass die ersten Lebensjahre entscheidend für die weitere Entwicklung eines Menschen sind. Professionell ausgebildete Elementarpädagogen können in dieser Phase wichtige Weichen für die Zukunft der Kinder stellen.
Christine Haselbacher, Leiterin der Fakultät für Gesundheit und Soziales an der USTP, betont: "Mit dem neuen Studiengang können wir an der USTP wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der elementarpädagogischen Ausbildung in Österreich und in der Region setzen. Die zugesprochenen Studienplätze zeigen das Vertrauen in unsere Hochschule."
Interessierte können sich ab sofort für den Bachelor-Studiengang Elementarpädagogik bewerben. Die Bewerbungen sind über die Website bewerbung.ustp.at möglich. Das Studium wird auf Deutsch angeboten und richtet sich an Personen, die eine fundierte Ausbildung im Bereich der frühkindlichen Bildung anstreben.
Weitere Informationen zum Studiengang sind online unter ustp.at/bep verfügbar. Zusätzlich haben Interessierte die Möglichkeit, sich beim Open Day der USTP am 20. März von 13 bis 18 Uhr persönlich über das Studienangebot zu informieren.
Absolventen des Bachelor-Studiengangs Elementarpädagogik können in verschiedenen Bereichen der frühkindlichen Bildung und Betreuung tätig werden. Dazu gehören Kindergärten, Kinderkrippen, Horte sowie andere elementare Bildungseinrichtungen. Die wissenschaftliche Ausrichtung des Studiums eröffnet zudem Möglichkeiten in der Forschung und Weiterbildung.
Mit der Einführung des neuen Studiengangs positioniert sich die USTP St. Pölten als wichtiger Bildungsstandort für Elementarpädagogik in Österreich. Die Verbindung von theoretischem Wissen, praktischer Erfahrung und wissenschaftlicher Reflexion soll dazu beitragen, die Qualität der frühkindlichen Bildung nachhaltig zu verbessern und dem steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften zu begegnen.