Hilfswerk und AMS präsentieren Karrierechancen in der Sozialwirtschaft
Zum dritten Mal luden Hilfswerk und AMS Kärnten zum Jobday ein. Hunderte Interessierte informierten sich über Karrieren in sozialen Berufen.
Die Sozialwirtschaft boomt – und das spiegelt sich auch im großen Interesse am dritten Jobday des Hilfswerks Kärnten wider. Gemeinsam mit dem AMS Kärnten lud die Organisation erneut zu einer umfassenden Informationsveranstaltung in die Landesgeschäftsstelle nach Klagenfurt ein. Das Ergebnis: Hunderte Jobsuchende und Schüler aus ganz Kärnten nutzten die Gelegenheit, sich über berufliche Perspektiven in der Sozialwirtschaft zu informieren.
Das Spektrum der präsentierten Berufsbilder war beeindruckend breit gefächert. Von der Elementar- und Freizeitpädagogik über spezialisierte Bereiche wie Kinder- und Jugendhilfe, Psychotherapie und Behindertenarbeit bis hin zu praktischen Diensten wie dem Menüservice – das Hilfswerk Kärnten demonstrierte eindrucksvoll die Bandbreite seiner Tätigkeitsfelder. Besonders im Fokus standen dabei auch die verschiedenen Pflegeberufe und Möglichkeiten im Ehrenamt.
"Diese Vielfalt zeigt, dass soziale Arbeit weit mehr ist als nur ein Beruf – es ist eine Berufung mit unzähligen Facetten", erklärt eine Teilnehmerin der Veranstaltung. Tatsächlich wurde deutlich, dass die Sozialwirtschaft für Menschen mit unterschiedlichsten Qualifikationen und Interessen attraktive Karrieremöglichkeiten bietet.
Die hohe Teilnehmerzahl beim diesjährigen Jobday unterstreicht einen wichtigen gesellschaftlichen Trend: Immer mehr Menschen suchen nach beruflichen Tätigkeiten, die über den reinen Broterwerb hinausgehen. Sinnstiftende Berufe, in denen man anderen Menschen helfen und einen direkten gesellschaftlichen Beitrag leisten kann, stehen hoch im Kurs.
Besonders erfreulich war die starke Beteiligung von Schülern verschiedener Kärntner Schulen. Diese nutzten die Gelegenheit, sich bereits frühzeitig über ihre berufliche Zukunft Gedanken zu machen und direkte Gespräche mit erfahrenen Fachkräften zu führen. "Es ist wichtig, dass junge Menschen schon früh erfahren, welche Möglichkeiten ihnen in der Sozialwirtschaft offenstehen", betont eine der anwesenden Lehrkräfte.
Hilfswerk Kärnten-Geschäftsführer Horst Krainz zeigt sich erfreut über den anhaltenden Erfolg der Veranstaltung: "Nach der großartigen Resonanz der vergangenen Jahre freuen wir uns sehr, dass auch der dritte Jobday wieder so stark besucht war. Die Kontakte, die hier entstehen, sind mehr als nur Informationsgespräche – sie sind oft der Beginn einer beruflichen Laufbahn beim Hilfswerk Kärnten."
Krainz unterstreicht dabei die umfassende Betreuungsphilosophie seiner Organisation: "Wir begleiten Menschen in allen Lebensphasen und bieten ebenso vielfältige berufliche Perspektiven." Diese Aussage verdeutlicht, dass das Hilfswerk nicht nur als Arbeitgeber, sondern auch als langfristiger Karrierepartner auftritt.
Peter Wedenig, Landesgeschäftsführer des AMS Kärnten, hebt die strategische Bedeutung der Kooperation hervor: "Sozial- und Gesundheitswesen zählen zu wichtigen Zukunftsbranchen. Umso bedeutsamer ist es, rechtzeitig für qualifizierte Mitarbeiter*innen zu sorgen."
Das AMS setzt dabei auf bewährte Formate wie Jobbörsen und Jobdays: "Sie bringen Unternehmen mit Personalbedarf mit potenziellen zukünftigen Mitarbeitenden zusammen – direkt, persönlich und unkompliziert." Diese direkte Vermittlungsarbeit erweist sich als besonders effektiv, da sie über anonyme Stellenausschreibungen hinausgeht und persönliche Gespräche ermöglicht.
Elisabeth Scheucher-Pichler, Präsidentin des Hilfswerks Kärnten und Vizepräsidentin des Hilfswerk Österreich, betont die gesamtgesellschaftliche Relevanz: "Die Sozialwirtschaft ist ein tragender Pfeiler unserer Gesellschaft." Ihre Freude über das große Interesse junger Menschen ist spürbar: "Es freut mich besonders, dass so viele junge Menschen Interesse an Berufen zeigen, in denen Menschlichkeit, Professionalität und Verantwortung im Mittelpunkt stehen."
Scheucher-Pichler sieht im Jobday ein wichtiges Signal: "Der Jobday ist ein starkes Signal dafür, dass soziale Berufe Zukunft haben – und Zukunft gestalten." Die Präsidentin unterstreicht damit nicht nur die Beständigkeit, sondern auch das Innovationspotenzial der Sozialwirtschaft.
Die Kooperation zwischen dem Hilfswerk Kärnten und dem AMS Kärnten hat sich über die drei Jahre als äußerst fruchtbar erwiesen. Beide Institutionen verfolgen das gemeinsame Ziel, Menschen neue Perspektiven zu eröffnen und gleichzeitig dem steigenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften in der Sozialwirtschaft zu begegnen.
Diese Partnerschaft zeigt beispielhaft, wie öffentliche Arbeitsvermittlung und private Wohlfahrtsorganisationen erfolgreich zusammenarbeiten können. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf der kurzfristigen Stellenbesetzung, sondern auf der nachhaltigen Entwicklung des Arbeitsmarktes in einem gesellschaftlich wichtigen Bereich.
Der demografische Wandel und gesellschaftliche Veränderungen sorgen dafür, dass die Nachfrage nach qualifizierten Kräften in der Sozialwirtschaft kontinuierlich steigt. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, dass diese Berufe nicht nur gesellschaftlich relevant, sondern auch persönlich erfüllend sind.
Veranstaltungen wie der Jobday spielen eine wichtige Rolle dabei, Vorurteile abzubauen und die Attraktivität sozialer Berufe zu steigern. Sie zeigen auf, dass die Sozialwirtschaft moderne, professionelle Arbeitsplätze mit guten Entwicklungsmöglichkeiten bietet.
Das Hilfswerk Kärnten macht deutlich, dass soziale Berufe weit mehr sind als nur Jobs – sie bieten langfristige Karriereperspektiven in einem stabilen und wachsenden Markt. Von der Ausbildung bis zur Führungsposition können Mitarbeiter ihre gesamte berufliche Laufbahn in der Sozialwirtschaft gestalten.
Der Erfolg des dritten Jobdays zeigt: Die Botschaft kommt an. Menschen aller Altersgruppen interessieren sich zunehmend für Berufe, in denen sie einen direkten Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten können. Diese Entwicklung ist nicht nur für die Arbeitgeber in der Sozialwirtschaft erfreulich, sondern letztendlich für die gesamte Gesellschaft von Vorteil.