Pressegespräch am 12. März 2026 beleuchtet Strukturveränderungen von 2005 bis 2025
Wie sich Erwerbsbeteiligung, Teilzeit und Homeoffice in zwei Jahrzehnten entwickelt haben - Statistik Austria lädt zum Pressegespräch.
Die österreichische Arbeitswelt hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten grundlegend gewandelt. Statistik Austria lädt am 12. März 2026 zu einem umfassenden Pressegespräch, um die strukturellen Veränderungen des Arbeitsmarkts zwischen 2005 und 2025 zu präsentieren. Das hybride Event findet im APA-Pressezentrum in Wien statt und kann auch per Livestream verfolgt werden.
Das Pressegespräch wird zentrale Entwicklungen der österreichischen Arbeitswelt beleuchten. Im Fokus stehen dabei die Veränderungen der Erwerbsbeteiligung verschiedener Bevölkerungsgruppen über die letzten 20 Jahre. Besonders interessant dürften die Daten zur Entwicklung der Frauenerwerbsquote sein, die in Österreich traditionell unter dem EU-Durchschnitt lag.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der demografischen Analyse des Arbeitsmarkts. Die Statistik Austria wird aufzeigen, wie sich die Erwerbsbeteiligung von jungen und älteren Arbeitnehmern entwickelt hat. Diese Daten sind besonders relevant vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der Diskussionen um die Pensionsreform.
Einen besonderen Stellenwert wird die Analyse der Erwerbsbeteiligung von österreichischen Staatsangehörigen im Vergleich zu Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft einnehmen. Diese Daten sind vor dem Hintergrund der Migrationsbewegungen der letzten Jahre von besonderer Bedeutung für die Integrationspolitik.
Gleichzeitig wird untersucht, wie sich unterschiedliche formale Bildungsabschlüsse auf die Arbeitsmarktchancen ausgewirkt haben. Die zunehmende Digitalisierung und der Wandel hin zu einer Wissensgesellschaft haben die Anforderungen an die Qualifikationen der Arbeitnehmer verändert.
Ein zentraler Punkt des Pressegesprächs wird die Darstellung des wirtschaftlichen Strukturwandels sein. Österreich hat sich von einer traditionellen Industrie- und Agrarwirtschaft zu einer modernen Dienstleistungsgesellschaft entwickelt. Die Daten werden zeigen, in welchen Branchen Arbeitsplätze entstanden sind und wo diese verloren gingen.
Besonders interessant dürfte die Entwicklung in den Bereichen Technologie, Gesundheitswesen, Tourismus und traditionelle Industrie sein. Der Strukturwandel hat nicht nur die Anzahl der Beschäftigten in verschiedenen Sektoren verändert, sondern auch neue Berufsbilder geschaffen und andere obsolet gemacht.
Die zunehmende Flexibilisierung der Arbeitswelt steht ebenfalls im Mittelpunkt der Präsentation. Die Teilzeitbeschäftigung hat in Österreich in den letzten Jahren deutlich zugenommen, wobei Frauen überproportional häufig in Teilzeit arbeiten. Diese Entwicklung hat sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Erwerbstätigen.
Einen besonderen Aufschwung erlebte das Homeoffice, insbesondere beschleunigt durch die COVID-19-Pandemie. Die Statistik Austria wird zeigen, wie sich mobile Arbeitsformen entwickelt haben und welche Branchen und Berufsgruppen davon besonders profitiert haben.
Als Gesprächspartnerinnen stehen Manuela Lenk, die fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria, und Matea Paškvan aus der Direktion Bevölkerung zur Verfügung. Beide Expertinnen können fundierte Einblicke in die statistischen Entwicklungen und deren gesellschaftliche Bedeutung geben.
Das Pressegespräch findet am Donnerstag, 12. März 2026, um 9:00 Uhr im APA-Pressezentrum in der Laimgrubengasse 10 in Wien statt. Interessierte können entweder persönlich teilnehmen oder das Event über den Livestream unter https://events.streaming.at/sa-20260312 verfolgen.
Eine Anmeldung für beide Teilnahmeformen ist erforderlich und kann über die E-Mail-Adresse [email protected] erfolgen. Die hybride Durchführung ermöglicht es Journalisten und Interessierten aus ganz Österreich, an dem Pressegespräch teilzunehmen, ohne nach Wien reisen zu müssen.
Die zu präsentierenden Daten haben große Relevanz für verschiedene gesellschaftliche und politische Bereiche. Sie liefern wichtige Grundlagen für arbeitsmarktpolitische Entscheidungen, Bildungsplanung und Integrationspolitik. Gleichzeitig helfen sie Unternehmen dabei, ihre Personalstrategien an die sich verändernden Gegebenheiten anzupassen.
Die 20-Jahres-Betrachtung ermöglicht es, langfristige Trends zu identifizieren und fundierte Prognosen für die zukünftige Entwicklung des österreichischen Arbeitsmarkts zu erstellen. Dies ist besonders wichtig in Zeiten des demografischen Wandels und der fortschreitenden Digitalisierung.
Das Pressegespräch verspricht somit wichtige Einblicke in die Transformation der österreichischen Arbeitswelt und deren Auswirkungen auf verschiedene Bevölkerungsgruppen. Die Ergebnisse werden sowohl für die Medienberichterstattung als auch für die politische und wirtschaftliche Diskussion von großer Bedeutung sein.