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UNOS warnt vor SPÖ-Steuerplänen für Unternehmen

Unternehmerverband befürchtet Belastung für Klein- und Mittelbetriebe

6. März 2026 um 07:31
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Die Unternehmerorganisation UNOS kritisiert geplante Erbschafts- und Vermögenssteuern der SPÖ als wirtschaftsschädlich für österreichische KMU.

Der Unternehmerverband UNOS (Unternehmerisches Österreich) übt scharfe Kritik an den Steuerplänen der SPÖ, die beim aktuellen Parteitag zur Abstimmung stehen. UNOS-Bundessprecher Michael Bernhard warnt vor erheblichen negativen Auswirkungen auf die österreichische Wirtschaft, insbesondere auf Klein- und Mittelbetriebe.

Sechs Anträge für Steuererhöhungen

Beim SPÖ-Parteitag stehen gleich sechs Anträge auf dem Programm, die verschiedene Steuererhöhungen zum Ziel haben. Im Zentrum der Kritik stehen dabei Pläne für die Einführung von Erbschafts- und Vermögenssteuern sowie eine progressive Gestaltung der Körperschaftssteuer.

"Die zum Beschluss stehenden Erbschafts- und Vermögenssteuerkonzepte sind ein Griff in die wirtschaftspolitische Mottenkiste", kritisiert Bernhard. Er sieht besonders die österreichischen Klein- und Mittelbetriebe bedroht, die mehr als 99 Prozent aller Unternehmen im Land darstellen.

Sorge um Wettbewerbsfähigkeit

Besonders problematisch sieht UNOS die geplante Einführung einer progressiven Körperschaftssteuer. Diese würde laut Bernhard "ebenfalls auf eine Steuererhöhung hinauslaufen und die Wettbewerbsfähigkeit Österreichs weiter verschlechtern".

Der Unternehmervertreter verweist dabei auf die bereits hohe Steuerbelastung im europäischen Vergleich: "Im Europavergleich befinden wir uns jetzt schon im oberen Bereich. Eine Trendumkehr mit einer Erhöhung, statt einer weiteren Senkung wäre ein fatales Signal."

Befürchtungen für österreichische Unternehmen

Die Konsequenzen einer Umsetzung der SPÖ-Steuerpläne wären laut UNOS dramatisch. "Könnte die SPÖ ihre Konzepte tatsächlich umsetzen, würden tausende österreichische Unternehmen gegen die Wand fahren", warnt Bernhard eindringlich.

Diese Einschätzung basiert auf der Befürchtung, dass zusätzliche Steuerlasten besonders kleinere Betriebe überfordern könnten, die bereits mit verschiedenen wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen haben.

Luxussteuer als "weltfremde Forderung"

Neben den Kernforderungen kritisiert UNOS auch weitere Vorschläge der SPÖ als praxisfern. Besonders die geplante Luxussteuer auf "Privatjets, teure Schmuckstücke, Uhren, Pelze und Kaviar" bezeichnet Bernhard als "weltfremde Forderung".

Diese Einschätzung spiegelt die grundsätzliche Skepsis des Unternehmerverbandes gegenüber zusätzlichen Steuerbelastungen wider, unabhängig davon, welche Bereiche oder Produkte betroffen sind.

Lichtblick: Vereinfachung des Betriebsanlagenrechts

Trotz der überwiegend kritischen Bewertung sieht UNOS auch positive Aspekte in den SPÖ-Anträgen. Ein Antrag zur Vereinfachung des Betriebsanlagenrechts findet die volle Unterstützung der Unternehmerorganisation.

"Ein Antrag fordert eine Vereinfachung des Betriebsanlagenrechts, zum Beispiel durch 'weniger unnötige Mehrfachprüfungen'. Das findet unsere volle Unterstützung", erklärt Bernhard. Dieser Vorschlag würde Unternehmen tatsächlich entlasten und Bürokratie abbauen.

UNOS als Partner für Unternehmens-Entlastung

Der Unternehmerverband positioniert sich klar als Partner für alle politischen Kräfte, die eine Entlastung der Wirtschaft anstreben. "Wer auch immer in diesem Land eine Entlastung für Unternehmen herbeiführen will: UNOS sind ein verlässlicher Partner dafür", betont Bernhard.

Diese Aussage unterstreicht die Bereitschaft der Organisation zur konstruktiven Zusammenarbeit, sofern die Maßnahmen im Interesse der Unternehmen liegen.

Hintergrund zu UNOS

UNOS - Unternehmerisches Österreich vertritt seit 2014 die Interessen liberal denkender Unternehmerinnen und Unternehmer in Österreich. Die Organisation ist mittlerweile in acht Wirtschaftsparlamenten präsent und hat sich als wichtige Stimme für unternehmerische Belange etabliert.

Der Verband setzt sich regelmäßig für die Reduktion von Bürokratie und Steuerbelastungen sowie für bessere Rahmenbedingungen für Unternehmen ein. Dabei vertritt UNOS explizit eine liberale Wirtschaftspolitik.

Ausblick auf weitere Entwicklungen

Die Diskussion um die Steuerpolitik dürfte mit den Beschlüssen des SPÖ-Parteitags nicht beendet sein. Die deutliche Kritik von UNOS zeigt, dass Unternehmerverbände entschlossen gegen zusätzliche Belastungen kämpfen werden.

Gleichzeitig wird sich zeigen müssen, ob und inwieweit die SPÖ ihre Steuerpläne in der politischen Praxis durchsetzen kann. Die Reaktionen aus der Wirtschaft lassen bereits erkennen, dass mit erheblichem Widerstand zu rechnen ist.

Schlagworte

#UNOS#SPÖ#Steuerpolitik#Unternehmen#Wirtschaft

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