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Nahost-Krise: 17.800 Österreicher in Krisengebieten

BMEIA organisiert weitere Rückholflüge aus Saudi-Arabien und Oman

5. März 2026 um 14:41
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Das Außenministerium evakuiert weiterhin österreichische Staatsbürger aus dem Nahen Osten. Täglich tagt der Krisenstab.

Die Situation im Nahen Osten bleibt weiterhin hochbrisant. Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMEIA) stuft die Lage in der gesamten Region als "gefährlich" ein und arbeitet mit Hochdruck an der Evakuierung österreichischer Staatsbürger. Der Krisenstab im Außenministerium tagt seit Samstagvormittag täglich und bewertet die Entwicklungen kontinuierlich.

Aktuelle Zahlen zur Krisensituation

Laut dem jüngsten Sicherheitsupdate vom 5. März 2026 sind derzeit rund 17.800 österreichische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sowie deren Angehörige im Krisengebiet registriert. Darunter befinden sich etwa 2.100 österreichische Reisende. Ein positiver Trend zeigt sich bei den Vereinigten Arabischen Emiraten: Dort befinden sich aktuell noch etwa 1.270 Reisende - das sind mehr als 100 Personen weniger als am Vortag.

Diese Entwicklung belegt nach Angaben des BMEIA die Wirksamkeit der organisierten unterstützten Ausreisen und Rückholflüge. "Das zeigt, dass die vom Außenministerium organisierten unterstützten Ausreisen und Rückholflüge Wirkung zeigen", heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Reisewarnungen für zehn Länder

Das Außenministerium hat für folgende Länder eine Reisewarnung ausgesprochen: Bahrain, Irak, Iran, Israel, Jordanien, Katar, Kuwait, Libanon, Syrien und die Vereinigten Arabischen Emirate. In diesen Staaten ist der Flugverkehr großteils eingestellt oder massiv eingeschränkt. Ausreisen auf dem Luftweg sind derzeit nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich, da die Gefahrenlage zu groß ist.

Eine Ausnahme bilden Saudi-Arabien und Oman, für die Sicherheitsstufe 3 (hohes Sicherheitsrisiko) gilt. Der Luftraum ist dort geöffnet, allerdings sind die Flugverbindungen reduziert. Das BMEIA appelliert eindringlich, verfügbare kommerzielle Rückflugmöglichkeiten unbedingt zu nutzen.

Militärische Auseinandersetzungen dauern an

In der gesamten Region kommt es weiterhin zu militärischen Auseinandersetzungen und Raketenangriffen. Das Außenministerium empfiehlt dringend, den Anweisungen der lokalen Behörden strikt zu folgen. Die Sicherheitslage kann sich jederzeit verschärfen.

Organisierte Rückholaktionen laufen weiter

Das BMEIA hat seine Evakuierungsmaßnahmen intensiviert. Zwei weitere vom Außenministerium organisierte Flüge mit insgesamt 480 Plätzen von Austrian Airlines bringen heute weitere Österreicherinnen und Österreicher aus Riad und Maskat zurück nach Hause.

Darüber hinaus organisiert das Ministerium assistierte Busausreisen aus Katar nach Saudi-Arabien sowie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten in den Oman. Für die kommenden Tage werden weitere Flüge geplant und vorbereitet.

EU-weite Kooperation bei Evakuierungen

Besonders hervorzuheben ist die enge Zusammenarbeit mit anderen EU-Ländern. Diese internationale Koordination ermöglicht zusätzliche unterstützte Ausreisen. So reisen beispielsweise österreichische Staatsbürger mit einem tschechischen Flug von Jordanien nach Prag. Aus Jordanien konnten bereits österreichische Bürger in slowakischen Rückholflügen untergebracht werden.

Die österreichischen Botschaften vor Ort arbeiten intensiv daran, insbesondere jene Österreicherinnen und Österreicher auf weitere Flüge von EU-Partnern zu bringen, die besonders dringend bei der Ausreise unterstützt werden müssen.

Unterstützung durch Sicherheitskräfte

Bei den Evakuierungsmaßnahmen erhält das Außenministerium Unterstützung vom Jagdkommando des Bundesministeriums für Landesverteidigung (BMLV) und dem Bundesministerium für Inneres (BMI). Diese Kooperation zwischen den Ministerien gewährleistet eine professionelle Abwicklung der komplexen Rückholaktionen.

Rund-um-die-Uhr-Betreuung

Das sogenannte #TeamBMEIA steht mit den registrierten österreichischen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern in der Region in ständigem Kontakt. Rund um die Uhr sind Personen im Außenministerium und an den Botschaften im Einsatz. An den Botschaften werden sie von Teams des BMLV unterstützt.

Das Außenministerium hat sowohl die Teams in der Region als auch in Wien verstärkt und wird diese bei Bedarf weiter aufstocken, um alle Anfragen österreichischer Staatsbürger beantworten zu können. Aufgrund laufender Neuregistrierungen kann es jedoch zu Verzögerungen kommen.

Wichtige Kontaktmöglichkeiten

Österreicherinnen und Österreicher, die die Nachrichten des Außenministeriums nicht erhalten, werden gebeten, die jeweiligen Botschaften direkt zu kontaktieren. Das Außenministerium steht rund um die Uhr über die Notfallnummer +43 1 90115 4411 zur Verfügung.

Alle Betroffenen werden dazu aufgerufen, sich auf reiseregistrierung.at zu registrieren, regelmäßig die Medien zu verfolgen und sich auf www.bmeia.gv.at zu informieren.

Botschaftskontakte im Überblick

Für den direkten Kontakt stehen folgende Botschaften zur Verfügung:

  • Österreichische Botschaft Abu Dhabi: (+971) 50 66 69 728 bzw. (+971) 50 85 90 441
  • Österreichische Botschaft Amman: (+962) 795 62 85 60
  • Österreichische Botschaft Doha: (+974) 33 21 14 50
  • Österreichische Botschaft Kuwait/Bahrain: (+965) 998 061 77
  • Österreichische Botschaft Maskat: (+968) 7220 0116
  • Österreichische Botschaft Riyadh: (+966) 557 102 122
  • Österreichische Botschaft Tel Aviv: (+972) 54 792 1892 bzw. (+972) 53 643 2738
  • Österreichische Botschaft Beirut: (+961) 39 59 765

Appell an Reiseveranstalter und Airlines

Das BMEIA appelliert an betroffene Personen, ihre Reiseveranstalter oder Fluglinien zu kontaktieren, da es zunehmend kommerzielle Rückflugmöglichkeiten gibt. Diese sollten jedenfalls genutzt werden, da die organisierte Evakuierung primär für Notfälle vorgesehen ist.

Die österreichische Regierung koordiniert sich weiterhin eng mit europäischen Partnern, um die bestmögliche Unterstützung für die eigenen Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen. Die Situation wird täglich neu bewertet und die Maßnahmen entsprechend angepasst.

Schlagworte

#Nahost#Krise#BMEIA#Evakuierung#Österreich

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