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Mediengipfel 2026: Sonderedition zur österreichischen Medienpolitik

Tirols Landeshauptmann Mattle und APA-Chef Pig als Hauptredner in Seefeld

5. März 2026 um 12:41
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Der Europäische Mediengipfel widmet sich am 21. Mai 2026 in Seefeld den Herausforderungen der heimischen Medienlandschaft.

Der österreichische Medienmarkt steht vor gewaltigen Umbrüchen. Globale Plattformen übernehmen die Meinungsführerschaft, Werbegelder fließen ins Ausland ab und künstliche Intelligenz verändert die Informationslandschaft grundlegend. Angesichts dieser Herausforderungen widmet der Europäische Mediengipfel (EMG) der heimischen Medienentwicklung am 21. Mai 2026 in Seefeld/Tirol eine Sonderedition.

Zentrale Herausforderungen für österreichische Medien

Unabhängige Medien bilden das Rückgrat liberaler Demokratien. Doch die heimische Medienlandschaft kämpft mit strukturellen Problemen: Die Übermacht globaler Plattformen wie Google, Facebook und TikTok verändert nicht nur die Art, wie Menschen Informationen konsumieren, sondern auch, wer diese bereitstellt. Gleichzeitig führen rasante technologische Entwicklungen zu einem dramatischen Wandel in der Branche.

Besonders problematisch ist der massive Abfluss von Werbegeldern ins Ausland. Während traditionelle österreichische Medien um jeden Werbekunden kämpfen, kassieren internationale Tech-Konzerne Milliarden an Werbeerlösen aus dem heimischen Markt. Hinzu kommt die wachsende Konkurrenz durch synthetische Info-Kanäle und KI-generierte Inhalte, die die klassische journalistische Arbeit in Frage stellen.

Hochkarätige Referenten analysieren die Lage

Als Hauptredner der Sonderedition konnte der Europäische Mediengipfel zwei prominente Persönlichkeiten gewinnen. Tirols Landeshauptmann Anton Mattle, der zu Beginn des Jahres den Vorsitz in der österreichischen Landeshauptleutekonferenz übernommen hat, wird erstmals die zentralen medienpolitischen Anforderungen aus Sicht der Bundesländer präsentieren.

Mattle plant, die medienpolitischen Standpunkte der Regionen in die Landeshauptleutekonferenz einzubringen und will in Seefeld die notwendigen Rahmenbedingungen und Erwartungen der Länder an eine zukunftsfähige Medienpolitik skizzieren. Dies ist besonders relevant, da die Bundesländer eine wichtige Rolle bei der Medienförderung und -regulierung spielen.

APA-Chef beleuchtet globale Entwicklungen

Clemens Pig, CEO der Austria Presse Agentur, wird anlässlich des 80-jährigen Bestehens der APA einen weiteren Schwerpunkt setzen. Sein Impuls "Neue Welt- und Kommunikationsordnung – Impacts für Medien und Informationsgesellschaft" verspricht eine tiefgreifende Analyse der aktuellen Medienlandschaft.

Pig wird den Stellenwert von Medien für demokratische Gesellschaften beleuchten und konkrete Wege aus den ökonomischen, strukturellen und inhaltlichen Krisen klassischer journalistischer Marken aufzeigen. Als Chef der wichtigsten österreichischen Nachrichtenagentur verfügt er über einzigartige Einblicke in die Transformation der Medienbranche.

Breites Branchennetzwerk diskutiert Lösungsansätze

Nach den Keynotes werden zentrale Rahmenbedingungen für einen starken und unabhängigen österreichischen Medienstandort in Podiumsdiskussionen erörtert. Die Veranstalter haben dafür Spitzenvertreter aus verschiedenen Bereichen der Medienlandschaft eingeladen.

Unter den Panelteilnehmern werden hochrangige Politiker, Vertreter des Verbands Österreichischer Zeitungen und des Verbands Österreichischer Privatsender sowie Führungskräfte des ORF erwartet. Zusätzlich werden renommierte Medienexperten ihre Expertise einbringen und konkrete Reformvorschläge zur Diskussion stellen.

Fokus auf praktische Lösungen

Die Diskussionen sollen nicht bei der Problemanalyse stehenbleiben, sondern konkrete Lösungsansätze entwickeln. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche regulatorischen Anpassungen sind notwendig, um faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen? Wie können österreichische Medienunternehmen ihre digitale Transformation erfolgreich meistern? Welche Rolle spielt die öffentliche Medienförderung bei der Sicherung der Medienvielfalt?

Programm und Networking-Möglichkeiten

Die Sonderedition des Europäischen Mediengipfels zur österreichischen Medienpolitik beginnt am 21. Mai 2026 um 13:30 Uhr mit einem Empfang der Tiroler Tageszeitung im Sport- und Kongresszentrum Seefeld. Gastgeberin Silvia Lieb, Vorstandsvorsitzende der Moser Holding, und EMG-Initiator Stefan Kröll werden die Teilnehmer begrüßen.

Von 14:00 bis 17:00 Uhr finden die Hauptveranstaltung mit den Impulsen von Landeshauptmann Mattle und APA-CEO Pig sowie die anschließenden Podiumsdiskussionen statt. Das offizielle Programm wird ab 17:30 Uhr mit einem Abendempfang im Alpin Resort Sacher Seefeld fortgesetzt, wo bei einem Flying Buffet weitere Networking-Möglichkeiten bestehen.

Service für Medienvertreter

Berichterstattende Medien sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Die Akkreditierung erfolgt über [email protected]. Für die Anreise steht eine Parkgarage am Veranstaltungsort zur Verfügung, und ein Shuttleservice bringt die Teilnehmer vom Kongresszentrum zum Abendempfang im Alpin Resort Sacher.

Bedeutung für die österreichische Medienlandschaft

Die Sonderedition des Europäischen Mediengipfels kommt zu einem kritischen Zeitpunkt für die österreichische Medienlandschaft. Während traditionelle Geschäftsmodelle unter Druck stehen, eröffnet die Digitalisierung auch neue Chancen für innovative Medienunternehmen.

Die Veranstaltung bietet eine seltene Gelegenheit, alle wichtigen Stakeholder der österreichischen Medienbranche an einem Tisch zu versammeln und gemeinsam Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Die Erkenntnisse und Empfehlungen aus Seefeld könnten wichtige Impulse für die österreichische Medienpolitik der kommenden Jahre liefern.

Der Europäische Mediengipfel hat sich seit seiner Gründung als wichtige Plattform für den Austausch zwischen Medienschaffenden, Politikern und Branchenexperten etabliert. Die Sonderedition zur österreichischen Medienpolitik unterstreicht die Bedeutung des heimischen Medienmarkts und die Notwendigkeit, ihn fit für die digitale Zukunft zu machen.

Schlagworte

#Mediengipfel#Österreichische Medien#Medienpolitik#Anton Mattle#Clemens Pig#Seefeld#Digitalisierung#Medienförderung

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