Vielfältige Gesprächsrunde im ORF-Nighttalk
Andrea Kdolsky, Reinhard Nowak, Johnny & Jo Bertl und Tamara Höfer sprechen über persönliche Herausforderungen und berufliche Wendepunkte.
Am Donnerstag, dem 5. März, präsentiert Barbara Stöckl eine außergewöhnlich vielfältige Gesprächsrunde in ihrem ORF-Nighttalk. Ab 23.05 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON treffen fünf Persönlichkeiten aus unterschiedlichsten Lebensbereichen aufeinander, die alle eines gemeinsam haben: bemerkenswerte Geschichten über Wendepunkte, Herausforderungen und neue Lebenswege.
Die ehemalige Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky stand jahrelang auf der anderen Seite des Gesundheitssystems. Als Medizinerin und Politikerin war sie es gewohnt, anderen zu helfen und Entscheidungen zu treffen. Doch 2024 änderte sich ihr Leben grundlegend: Eine Krebsdiagnose stellte alles auf den Kopf und zwang sie in die ungewohnte Rolle der Patientin.
Aus dieser schweren Zeit heraus entstand ihr Buch "Blumen in der Wüste" – ein Werk, das anderen Menschen in ähnlichen Situationen Mut machen soll. Kdolsky wird bei Stöckl über die prägende Vorgeschichte ihrer Familie sprechen und erläutern, wie sie mit der eigenen Verletzlichkeit umgeht. Besonders interessant dürfte ihre Perspektive auf die Bedeutung von Hoffnung sein – eine Erfahrung, die sie sowohl als Ärztin als auch als Betroffene gemacht hat.
Der österreichische Kabarettist und Schauspieler Reinhard Nowak bringt eine bemerkenswerte Lebensphilosophie mit ins Studio. Seine Erkenntnis: Selbst die unangenehmen Seiten des Lebens werden erträglicher, wenn man ihnen "urfröhlich" begegnet. Mit dieser neuen Erkenntnis tourt der bekannte Künstler derzeit durchs Land.
Nowak kennt das österreichische Publikum aus Klassikern wie "Muttertag" und "Kaisermühlen Blues". Sein Weg zur Bühne war jedoch alles andere als vorhersehbar: Ursprünglich absolvierte er eine Maschinenbau-Ausbildung, bevor er seine Berufung in der Unterhaltung fand. Diese ungewöhnliche Karriereentwicklung und seine Philosophie des heiteren Umgangs mit Lebenskrisen werden zentrale Themen des Gesprächs sein.
Die Musik steht im Mittelpunkt der Geschichten von Vater und Tochter Bertl. Johnny Bertl verbindet eine langjährige, tiefe Freundschaft mit dem großen österreichischen Liedermacher Ludwig Hirsch, dessen 80. Geburtstag sich am 28. Februar jährte. Diese besondere Beziehung zu einem der wichtigsten Vertreter des österreichischen Liedes wird Johnny Bertl bei Stöckl würdigen und persönliche Erinnerungen an Hirschs Werk teilen.
Seine Tochter Jo Bertl hat sich als Sängerin und Schauspielerin einen Namen gemacht und widmet sich in ihrer aktuellen Eigenproduktion "ungeregelt" einem gesellschaftlichen Tabuthema: Endometriose. Diese Erkrankung, von der Millionen von Frauen betroffen sind, wird oft totgeschwiegen. Jo Bertl bringt das Thema mutig auf die Bühne und leistet damit wichtige Aufklärungsarbeit.
Ein völlig anderer Lebensweg führte Tamara Höfer ins Studio. Die Jungunternehmerin entwickelte bereits früh ein Interesse für kriminologische Themen, das sie nach einem Studium in England in die Praxis umsetzte. Als Gefängnisbeamterin im österreichischen Strafvollzug sammelte sie wertvolle Einblicke in den Gefängnisalltag und die Realitäten des Systems.
Heute engagiert sich Höfer für innovative Ansätze in der Resozialisierung von Inhaftierten. Sie ist überzeugt, dass das herkömmliche System ein Umdenken braucht, um wirklich effektiv zu sein. Ihre Erfahrungen aus der direkten Arbeit mit Gefangenen und ihre Ideen für Reformen werden ein zentraler Gesprächspunkt sein. Interessant ist auch ihre Leidenschaft für Dodgeball – ein Sport, der teamwork und Strategie verbindet.
Die Zusammenstellung der Gäste zeigt die besondere Stärke von Barbara Stöckls Talkformat: Menschen aus völlig unterschiedlichen Lebensbereichen treffen aufeinander und schaffen dadurch unerwartete Gesprächsmomente. Von der ehemaligen Gesundheitsministerin über den Kabarettisten bis zur Strafvollzugsexpertin – jeder Gast bringt eine andere Perspektive und Lebenserfahrung mit.
Besonders spannend dürften die Querverbindungen zwischen den verschiedenen Themen werden: Kdolskys Erfahrungen mit Krankheit und Hoffnung, Nowaks Philosophie der Heiterkeit in schweren Zeiten, die Bertls' Umgang mit gesellschaftlichen Tabuthemen und Höfers Ansätze für gesellschaftliche Veränderungen könnten durchaus aufeinander bezogen werden.
Was alle Gäste vereint, sind die persönlichen Wendepunkte in ihren Biografien. Kdolsky musste von der Helferin zur Hilfesuchenden werden, Nowak fand von der technischen Ausbildung zur Bühne, die Bertls verbinden Generationen durch Musik und gesellschaftliches Engagement, und Höfer transformierte ihr akademisches Interesse in praktische Reformarbeit.
Diese persönlichen Transformationen und die Art, wie jeder damit umgegangen ist, dürften den roten Faden der Sendung bilden. Barbara Stöckl ist bekannt dafür, ihren Gästen den Raum zu geben, auch über schwierige und private Themen zu sprechen, ohne dabei indiskret zu werden.
Der ORF-Nighttalk "Stöckl" am 5. März verspricht somit eine besonders vielschichtige und emotionale Ausgabe zu werden, die von Krankheit und Heilung über Humor und Musik bis hin zu gesellschaftlichen Reformen reicht. Die Sendung ist um 23.05 Uhr in ORF 2 und zeitgleich auf ORF ON zu sehen.