In den letzten Tagen des Jahres 2025 hat der österreichische Zoll einen signifikanten Erfolg im Kampf gegen illegale Pyrotechnik erzielt. Am 29. Dezember wurden in Wien 4.714 illegale Feuerwerkskörper sichergestellt. Diese Aufgriffe unterstreichen die anhaltende Gefahr, die von nicht zertifizierten
In den letzten Tagen des Jahres 2025 hat der österreichische Zoll einen signifikanten Erfolg im Kampf gegen illegale Pyrotechnik erzielt. Am 29. Dezember wurden in Wien 4.714 illegale Feuerwerkskörper sichergestellt. Diese Aufgriffe unterstreichen die anhaltende Gefahr, die von nicht zertifizierten pyrotechnischen Produkten ausgeht. Besonders in der Silvesterzeit, wenn die Nachfrage nach Feuerwerkskörpern steigt, ist die Gefahr von Unfällen durch unsichere Produkte besonders hoch. Der Zoll hat in diesem Monat insgesamt 39 Aufgriffe verzeichnet, was die Dringlichkeit dieser Problematik verdeutlicht.
Illegale Pyrotechnik ist kein harmloser Spaßartikel. Diese Produkte, oft ohne jegliche Sicherheitskennzeichnung, stellen ein erhebliches Risiko dar. Von den sichergestellten Gegenständen waren 3.111 Stück ohne Kennzeichnung. Solche Produkte entziehen sich jeglicher Kontrolle hinsichtlich Sicherheitsstandards, Herkunft und zulässiger Verwendung. Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet dies ein erhöhtes Risiko schwerer Verletzungen. Finanzminister Markus Marterbauer betont: „Wer das neue Jahr mit einem Feuerwerk begrüßen möchte, sollte generell auf die dafür vorgeschriebenen Sicherheitsvorkehrungen achten.“
Feuerwerkskörper werden in verschiedene Kategorien eingeteilt, die das Gefahrenpotenzial und die erlaubte Verwendung definieren. Die Kategorie F3 umfasst Feuerwerkskörper mit mittlerer Gefahr, die nur in weiten, offenen Bereichen im Freien verwendet werden dürfen. 619 solcher Gegenstände wurden aufgegriffen. Noch gefährlicher sind die 320 sichergestellten Feuerwerkskörper der Kategorie F4, die nur von Fachleuten verwendet werden dürfen. Die missbräuchliche Verwendung kann schwere Verletzungen oder Brände verursachen.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich eine ähnliche Herausforderung mit illegaler Pyrotechnik hat. In Deutschland werden jährlich ebenfalls tausende illegale Feuerwerkskörper sichergestellt. Die Schweiz hingegen hat striktere Kontrollen und verzeichnet daher weniger Aufgriffe. Diese Unterschiede verdeutlichen die Notwendigkeit einer einheitlichen europäischen Strategie im Umgang mit illegaler Pyrotechnik.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet der Einsatz illegaler Feuerwerkskörper nicht nur eine Gefahr für die eigene Gesundheit, sondern auch für die von Unbeteiligten. Ein Beispiel aus dem Jahr 2024 zeigt, dass durch unsachgemäßen Umgang mit Pyrotechnik mehrere Menschen verletzt wurden und erheblicher Sachschaden entstand. Es ist daher entscheidend, dass Verbraucher nur zertifizierte Produkte verwenden, um das Risiko von Unfällen zu minimieren.
Die Statistik des Jahres 2024 zeigt, dass die österreichische Zollverwaltung insgesamt 143 Aufgriffe illegaler Pyrotechnik verzeichnete. Dabei wurden 11.731 pyrotechnische Gegenstände sichergestellt, darunter 6.714 Stück der Kategorie F3. Diese Zahlen verdeutlichen das Ausmaß des Problems und die Notwendigkeit kontinuierlicher Kontrollen.
Um die Sicherheit zu erhöhen, plant die österreichische Regierung strengere Kontrollen und höhere Strafen für den Handel mit illegaler Pyrotechnik. Eine verstärkte Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren und die gesetzlichen Bestimmungen könnte ebenfalls dazu beitragen, die Anzahl der Aufgriffe zu reduzieren. Langfristig könnte eine europäische Zusammenarbeit im Bereich der Pyrotechnikregulierung helfen, die Problematik auf internationaler Ebene zu adressieren.
Die Sicherstellung von 4.714 illegalen Feuerwerkskörpern kurz vor Silvester zeigt die Dringlichkeit, mit der das Thema behandelt werden muss. Verbraucher sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein und nur geprüfte Produkte verwenden. Weitere Informationen und Sicherheitsrichtlinien finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen.