Am 14. Dezember 2025 wurde in Wien ein bedeutendes Projekt für Radfahrer abgeschlossen: die Fertigstellung der Radachse entlang der Rinnböckstraße und des Rennwegs. Diese neue Verbindung, die durch den 11. und 3. Bezirk führt, markiert einen wichtigen Lückenschluss im Hauptradnetz der Stadt. Mit der
Am 14. Dezember 2025 wurde in Wien ein bedeutendes Projekt für Radfahrer abgeschlossen: die Fertigstellung der Radachse entlang der Rinnböckstraße und des Rennwegs. Diese neue Verbindung, die durch den 11. und 3. Bezirk führt, markiert einen wichtigen Lückenschluss im Hauptradnetz der Stadt. Mit der Eröffnung dieser Strecke wird nicht nur die Mobilität in Wien verbessert, sondern auch ein Beitrag zur Klimafitness der Stadt geleistet.
Die Wiener Radwegoffensive ist ein strategisches Projekt, das darauf abzielt, die Stadt umweltfreundlicher und lebenswerter zu gestalten. Seit Jahren investiert die Stadtregierung in den Ausbau des Radwegenetzes, um den steigenden Anforderungen der Bevölkerung gerecht zu werden. Historisch gesehen war Wien lange Zeit stark vom Autoverkehr geprägt. Doch mit zunehmendem Umweltbewusstsein und der Notwendigkeit, den urbanen Raum nachhaltiger zu gestalten, rückte das Fahrrad als Transportmittel immer mehr in den Fokus.
Der Ausbau der Radwege begann bereits in den 1990er Jahren, doch erst in den letzten Jahren erlebte das Projekt einen deutlichen Aufschwung. Die rot-pinke Stadtregierung hat über 250 Projekte umgesetzt, die das Radfahren in Wien sicherer und attraktiver machen. Bis 2025 wurden knapp 100 km im Hauptradwegenetz realisiert, während im Bezirksnetz mehr als 50 km hinzugefügt wurden. Diese Anstrengungen zeigen Wirkung: Der Anteil der Wege, die per Rad zurückgelegt werden, ist von 7 % im Jahr 2019 auf 11 % im Jahr 2024 gestiegen, wie die Modalsplit-Erhebung 2024 belegt.
Im Vergleich zu anderen österreichischen Städten wie Graz oder Linz hat Wien eine Vorreiterrolle im Ausbau der Radinfrastruktur übernommen. Während Graz ebenfalls Schritte in Richtung einer fahrradfreundlicheren Stadt unternimmt, ist der Umfang der Wiener Projekte deutlich größer. Auch im internationalen Vergleich, etwa mit Städten wie Kopenhagen oder Amsterdam, zeigt sich, dass Wien auf einem guten Weg ist, obwohl es noch Nachholbedarf gibt.
In Deutschland und der Schweiz sind Städte wie Berlin und Zürich ebenfalls Vorreiter in der Fahrradpolitik. Berlin hat in den letzten Jahren massiv in den Ausbau von Radwegen investiert, während Zürich mit seiner Strategie der "Fahrradstadt" Erfolge erzielt hat. Diese Beispiele zeigen, dass eine gut ausgebaute Radinfrastruktur nicht nur den Verkehr entlastet, sondern auch zur Verbesserung der Lebensqualität beiträgt.
Die neue Radachse in Wien hat konkrete Auswirkungen auf die Bürger. Zum einen bietet sie eine sichere und direkte Verbindung vom Zentrum Simmerings in den 3. Bezirk und weiter in die Innere Stadt. Dies erleichtert nicht nur den täglichen Arbeitsweg, sondern auch den Zugang zu Bildungseinrichtungen wie dem neuen Gymnasium im Village im 3. Bezirk und der HTL Leberstraße. Darüber hinaus fördert die neue Strecke die Gesundheit der Bürger, indem sie das Radfahren als umweltfreundliche und gesunde Alternative zum Autofahren etabliert.
Ein weiterer Vorteil ist die Verkehrsberuhigung im Grätzl. Durch die Umgestaltung der Rinnböckstraße zur Fahrradstraße und die Einführung von Einbahnregelungen wird der Durchzugsverkehr reduziert. Dies führt zu einer spürbaren Verbesserung der Lebensqualität in der Umgebung, da weniger Lärm und Abgase die Anwohner belasten.
Die neue Radverbindung erstreckt sich über 1,5 km und umfasst einen baulich getrennten Zwei-Richtungs-Radweg sowie eine verkehrsberuhigte Fahrradstraße. Entlang der Strecke wurden 19 neue Bäume gepflanzt und 800 Quadratmeter Grünflächen entsiegelt. Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Verbesserung des Mikroklimas bei, sondern auch zur Verschönerung des Stadtbildes.
Die Investitionen in die Radinfrastruktur zahlen sich aus: Die Zahl der Radfahrer in Wien steigt kontinuierlich. Die Modalsplit-Erhebung 2024 zeigt, dass der Anteil der Radwege auf 11 % gestiegen ist. Diese Entwicklung ist ein Beweis dafür, dass die Wiener Bevölkerung bereit ist, auf umweltfreundliche Transportmittel umzusteigen, wenn die Infrastruktur entsprechend vorhanden ist.
Die Stadt Wien plant, ihre Radinfrastruktur weiter auszubauen. Für 2026 sind etliche Projekte und wichtige Lückenschlüsse geplant, um das Radfahren in der Stadt noch attraktiver zu machen. Die Stadtregierung hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Radwege weiter zu erhöhen und die Lebensqualität der Bürger durch eine nachhaltige Verkehrspolitik zu verbessern.
Ein weiteres Ziel ist die Schaffung von mehr Grünflächen und die Reduzierung des motorisierten Verkehrs. Projekte wie die Umgestaltung der Simmeringer Hauptstraße zu einem begrünten Straßenzug zeigen, dass Wien auf dem richtigen Weg ist, eine klimafitte und lebenswerte Stadt zu werden.
Die Fertigstellung der Radachse entlang der Rinnböckstraße und des Rennwegs ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer klimafitten und fahrradfreundlichen Stadt Wien. Die Investitionen in die Radinfrastruktur tragen nicht nur zur Verbesserung der Verkehrssicherheit bei, sondern auch zur Erhöhung der Lebensqualität der Bürger. Mit weiteren geplanten Projekten und der kontinuierlichen Erweiterung des Radwegenetzes wird Wien seiner Vision einer nachhaltigen und umweltfreundlichen Stadt immer näher kommen.
Interessierte Bürger können sich auf fahrradwien.at über aktuelle Projekte und zukünftige Entwicklungen informieren. Die Stadt Wien zeigt, dass eine nachhaltige Verkehrspolitik möglich ist und dass sie einen positiven Einfluss auf das Leben der Bürger haben kann.