Am 24. November 2025 hat der Wiener Gesundheitsverbund erneut seine Teilnahme an der UN-Kampagne „Orange the World“ bekanntgegeben. Diese Initiative zielt darauf ab, das Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu schärfen und Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen. Der Wiener Gesundheitsv
Am 24. November 2025 hat der Wiener Gesundheitsverbund erneut seine Teilnahme an der UN-Kampagne „Orange the World“ bekanntgegeben. Diese Initiative zielt darauf ab, das Bewusstsein für Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu schärfen und Solidarität mit den Betroffenen zu zeigen. Der Wiener Gesundheitsverbund spielt in Österreich eine zentrale Rolle im Opferschutz und setzt auf Prävention, medizinische Versorgung von Gewaltbetroffenen und die Unterstützung seiner Mitarbeiter*innen.
Der Wiener Gesundheitsverbund ist oft die erste Anlaufstelle für Betroffene von Gewalt. Seit 2023 werden Opferschutz-Leistungen systematisch erfasst, darunter Spurensicherung und Beratung. Bisher wurden 2.366 solcher Leistungen erbracht, was zeigt, wie wichtig eine strukturierte und interdisziplinäre Herangehensweise ist.
Auch die Mitarbeiter*innen des Gesundheitswesens sind von Aggressionen betroffen. Die jährliche Erhebung von Aggressionsereignissen (EvA) dokumentiert das Ausmaß solcher Vorfälle. Im Jahr 2025 gab es 1.488 Meldungen bei 356.000 Patient*innen-Kontakten, wobei verbale Aggressionen überwogen.
Zum Schutz seiner Mitarbeiter*innen hat der Wiener Gesundheitsverbund ein umfassendes Sicherheitsnetz entwickelt. Dazu gehören Notrufsysteme, gewaltpräventive Infrastrukturen und flächendeckende Deeskalationstrainings. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Arbeitsumgebung sicherer zu gestalten.
Die „Psychische Erste Hilfe“ für Mitarbeiter*innen ist ein europaweit einzigartiges Projekt, das seit Juni 2023 läuft. Es unterstützt Mitarbeitende nach akuten Krisen und beugt psychischen Belastungsfolgen vor. Regelmäßige Supervisionen und Schulungen stärken das Team.
Prävention ist entscheidend, um die Dunkelziffer bei Gewalt gegen Frauen und Mädchen zu senken. Der Wiener Gesundheitsverbund fördert das Erkennen von Warnsignalen und den Zugang zu Hilfsangeboten. Kinderschutzgruppen in Kliniken unterstützen bei Verdachtsfällen und koordinieren notwendige Schritte.
Ab dem 25. November werden die Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes orange beleuchtet, um ein Zeichen gegen Gewalt zu setzen. Diese sichtbare Geste unterstreicht die Solidarität mit Betroffenen und das Engagement des Gesundheitsverbundes.
Der Wiener Gesundheitsverbund zeigt eindrucksvoll, wie wichtig ein umfassender Ansatz in der Gewaltprävention ist. Die Kombination aus medizinischem Opferschutz, Mitarbeitersicherheit und Präventionsarbeit bildet ein starkes Fundament im Kampf gegen Gewalt.