Am 3. Dezember 2025 verkündete die Stadt Wien eine bedeutende Erweiterung ihrer Initiative „Ich bin dein Rettungsanker“. Diese Initiative, die bereits seit 2018 existiert, zielt darauf ab, den öffentlichen Raum in Wien sicherer zu gestalten und Frauen vor Belästigung und Gewalt zu schützen. Aktuell
Am 3. Dezember 2025 verkündete die Stadt Wien eine bedeutende Erweiterung ihrer Initiative „Ich bin dein Rettungsanker“. Diese Initiative, die bereits seit 2018 existiert, zielt darauf ab, den öffentlichen Raum in Wien sicherer zu gestalten und Frauen vor Belästigung und Gewalt zu schützen. Aktuell wurde die städtische Parkraumüberwachung als neuer Partner in das Netzwerk aufgenommen, was den Schutz im öffentlichen Raum weiter verstärken soll.
Die Aufnahme der Parkraumüberwachung in die Initiative ist ein wichtiger Schritt, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Wien hat bereits ein dichtes Netz an Gewaltschutzmaßnahmen, doch die Einbindung der Parkraumüberwachung bietet eine zusätzliche Möglichkeit, schnell und effektiv auf Belästigungssituationen zu reagieren. Bislang wurden knapp 200 Mitarbeiter*innen der Parkraumüberwachung geschult, um in kritischen Situationen als erste Ansprechstelle zu fungieren.
Die Initiative „Ich bin dein Rettungsanker“ wurde 2018 auf dem Donauinselfest ins Leben gerufen. Die Idee war es, durch gezielte Schulungen und Bewusstseinsbildung das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum zu verbessern. Seit der Gründung hat sich die Initiative stetig weiterentwickelt und neue Partner gewonnen. Neben der Parkraumüberwachung sind auch die Wiener Linien und andere städtische Einrichtungen Teil des Netzwerks.
Im Vergleich zu anderen Bundesländern in Österreich, sowie zu Deutschland und der Schweiz, nimmt Wien eine Vorreiterrolle in der proaktiven Gestaltung von Sicherheitsmaßnahmen ein. Während ähnliche Initiativen in anderen Städten oft auf spezifische Bereiche beschränkt sind, deckt das Wiener Modell durch seine breite Partnerstruktur ein weites Spektrum des öffentlichen Lebens ab.
Durch die erweiterte Initiative profitieren die Bürger Wiens von einem erhöhten Sicherheitsgefühl. Ein Beispiel hierfür ist die Möglichkeit, dass Frauen, die sich in unangenehmen Situationen befinden, schnell und unkompliziert Unterstützung durch die Parkraumüberwachung erhalten können. Diese Mitarbeiter sind durch ihre Uniformen leicht erkennbar und in der gesamten Stadt präsent, was die Hemmschwelle, Hilfe zu suchen, deutlich senkt.
Seit der Einführung der Initiative wurden über 500 Schulungen durchgeführt, um das Personal auf die Herausforderungen im öffentlichen Raum vorzubereiten. Die Stadt Wien investiert jährlich rund 2 Millionen Euro in die Fortbildung und Sensibilisierung ihrer Mitarbeiter*innen, um die Wirksamkeit der Initiative sicherzustellen. Diese Investitionen zeigen bereits Erfolge: Die Zahl der gemeldeten Belästigungsfälle ist in den letzten Jahren um 15% gesunken.
Die Stadt Wien plant, die Initiative weiter auszubauen und noch mehr Partner einzubinden. Ziel ist es, bis 2030 ein flächendeckendes Netz an Anlaufstellen im gesamten Stadtgebiet zu schaffen. Langfristig soll die Initiative auch auf andere Städte in Österreich ausgeweitet werden, um ein landesweites Sicherheitsnetz zu etablieren.
Die Erweiterung der Initiative „Ich bin dein Rettungsanker“ ist ein bedeutender Schritt in Richtung eines sichereren Wiens. Durch die Einbindung der Parkraumüberwachung wird das bestehende Schutznetz weiter verdichtet. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Modell auch in anderen Städten Schule macht und dazu beiträgt, den öffentlichen Raum sicherer zu gestalten. Interessierte finden weitere Informationen auf der offiziellen Website der Stadt Wien.