Die Klinik Hietzing in Wien hat mit ihrem innovativen Projekt „COOLING DOWN – Wir schaffen unser eigenes Klima!“ den renommierten Best Practice Award gewonnen. Diese Auszeichnung wurde am 20. Oktober 2025 vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie der
Die Klinik Hietzing in Wien hat mit ihrem innovativen Projekt „COOLING DOWN – Wir schaffen unser eigenes Klima!“ den renommierten Best Practice Award gewonnen. Diese Auszeichnung wurde am 20. Oktober 2025 vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz sowie der Gesundheit Österreich GmbH verliehen. Das Projekt verbindet auf einzigartige Weise Klimaschutz mit psychischer Gesundheitsförderung.
Der Therapiegarten der 1. und 2. Psychiatrischen Abteilung der Klinik Hietzing ist weit mehr als nur ein Ort der Erholung. Auf einer Fläche von rund zwei Hektar gestalten Patientinnen und Patienten gemeinsam mit dem Gartentherapie-Team einen naturnahen Lebensraum. Wurmkisten verbessern die Bodenqualität, Gartenabfälle werden recycelt, und Nützlinge gefördert. Diese Maßnahmen ermöglichen den Verzicht auf chemische Düngemittel, was dem Klima zugutekommt.
Das Konzept der Gartentherapie ist nicht neu, doch die Umsetzung in Hietzing setzt neue Maßstäbe. Die Patientinnen und Patienten bauen Nützlingshäuser aus natürlichen Materialien und legen Beete als Mischkulturen an. Die Ernte wird zu verschiedenen Produkten verarbeitet, die nicht nur den eigenen Bedarf decken, sondern auch den Mitarbeitenden zur Verfügung gestellt werden.
Das Projekt fördert die Biodiversität und schont Ressourcen. Durch die bewusste Auseinandersetzung mit ökologischen Zusammenhängen wird der Garten zu einem Lern- und Erholungsraum. Diese Form der Therapie bietet den Betroffenen die Möglichkeit, Selbstwirksamkeit zu erfahren und konkrete Werkzeuge zur Klimaanpassung und Stressbewältigung zu erlernen.
Steigende Temperaturen können psychische Erkrankungen verschlimmern. Der Therapiegarten leistet einen aktiven Beitrag zur Gesundheits- und Klimakompetenz. Die Integration des Gartentherapie-Konzepts in den therapeutischen Alltag ist ein zukunftsorientierter Ansatz, der ganz niederschwellig erfolgt.
„Das Projekt „COOLING DOWN“ zeigt beispielhaft, wie ökologische Nachhaltigkeit und psychische Gesundheitsförderung Hand in Hand gehen können“, betont die Projektleiterin. „Der Garten verbessert das Mikroklima und bietet Patienten die Möglichkeit, Selbstwirksamkeit zu erfahren.“
Mit dem Therapiegarten als inklusivem, naturnahen Gesundheitsraum wurde ein Modell geschaffen, das sowohl ökologische als auch psychosoziale Resilienz fördert. Dies ist ein zukunftsweisendes Beispiel für nachhaltige Gesundheitsförderung im urbanen Raum.
Im Vergleich zu ähnlichen Projekten in anderen Bundesländern zeigt sich, dass Hietzing mit seinem Ansatz eine Vorreiterrolle einnimmt. Während andere Initiativen oft auf einzelne Aspekte der Therapie oder des Umweltschutzes fokussieren, vereint dieses Projekt beides in einem umfassenden Konzept.
Für die Bürgerinnen und Bürger bedeutet dieses Projekt nicht nur eine Verbesserung der Umweltbedingungen, sondern auch einen Beitrag zur öffentlichen Gesundheit. Durch die Förderung von Biodiversität und die Reduzierung von Schadstoffen wird die Lebensqualität in der Umgebung nachhaltig verbessert.
Die Klinik Hietzing plant, das Projekt weiter auszubauen und als Modell für andere Einrichtungen zu etablieren. Die positiven Effekte auf das Mikroklima und die psychische Gesundheit sprechen für sich. Experten sind sich einig, dass solche Projekte in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden.
„Wir stehen erst am Anfang einer Entwicklung, die das Zusammenspiel von Umwelt und Gesundheit neu definiert“, so ein Experte. „Projekte wie dieses zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Die Klinik Hietzing hat mit ihrem Therapiegarten einen wichtigen Schritt in Richtung nachhaltiger Gesundheitsförderung getan. Ein Projekt, das Schule machen könnte – nicht nur in Wien, sondern in ganz Österreich.