Am 1. Dezember 2025 hissten Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling und Vertreter der Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten den Red Ribbon am Wiener Rathaus. Diese symbolische Handlung steht für die Solidarität mit Menschen, die mit HIV leben, und setzt ein klares Zeichen gegen
Am 1. Dezember 2025 hissten Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling und Vertreter der Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten den Red Ribbon am Wiener Rathaus. Diese symbolische Handlung steht für die Solidarität mit Menschen, die mit HIV leben, und setzt ein klares Zeichen gegen die Diskriminierung, die auch heute noch allgegenwärtig ist.
Der Welt-AIDS-Tag wurde 1988 von der Weltgesundheitsorganisation WHO ins Leben gerufen und wird seitdem jährlich am 1. Dezember begangen. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Krankheit zu schärfen und Solidarität mit HIV-positiven und an AIDS erkrankten Menschen zu zeigen. Das diesjährige Motto „Overcoming disruption, transforming the AIDS response“ unterstreicht die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit und menschenrechtsorientierter Ansätze, um die AIDS-Krise bis 2030 zu beenden.
HIV, das humane Immunschwächevirus, ist ein Virus, das das Immunsystem angreift und unbehandelt zu AIDS (Acquired Immune Deficiency Syndrome) führen kann. AIDS ist das letzte Stadium der HIV-Infektion, bei dem das Immunsystem so stark geschwächt ist, dass es nicht mehr in der Lage ist, sich gegen Krankheiten zu wehren. Dank moderner Medizin ist HIV heute eine behandelbare chronische Infektion, doch das Stigma bleibt bestehen.
Seit den 1980er Jahren hat sich die Wahrnehmung von HIV und AIDS stark verändert. In den frühen Jahren galten sie als Todesurteil, doch mit der Entwicklung antiretroviraler Therapien (ART) hat sich die Lebenserwartung der Betroffenen dramatisch verbessert. Dennoch sind Vorurteile und Diskriminierung weiterhin ein großes Problem. In Österreich sind etwa 9.000 Menschen mit HIV infiziert, und jährlich kommen etwa 400 neue Fälle hinzu.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich in der Prävention und Aufklärung gut aufgestellt ist, jedoch gibt es noch viel zu tun, um die Stigmatisierung zu bekämpfen. In Deutschland leben etwa 90.000 Menschen mit HIV, in der Schweiz sind es rund 17.000. Beide Länder setzen ebenfalls auf umfassende Präventionsmaßnahmen und Aufklärungskampagnen.
Wien ist bekannt für seine umfassende Unterstützung von Menschen mit HIV und AIDS. Die Stadt bietet kostenlose HIV-Tests und Beratungsdienste an, um die Verbreitung des Virus zu verhindern. Ein Beispiel für das Engagement Wiens ist das jährlich stattfindende Life Ball, der nicht nur Spenden für die AIDS-Forschung sammelt, sondern auch das Bewusstsein für die Krankheit schärft und Solidarität zeigt.
Die Hissung des Red Ribbons am Wiener Rathaus ist ein weiteres Beispiel für Wiens Einsatz. Es erinnert die Bürger daran, dass Diskriminierung keinen Platz in der Gesellschaft haben sollte und dass jeder das Recht auf Gesundheit und Respekt verdient.
Die Statistik zeigt, dass die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Österreich stabil bleibt, was auf die effektiven Präventionsmaßnahmen zurückzuführen ist. Laut dem Gesundheitsministerium sind etwa 90% der HIV-Infizierten in Österreich in Behandlung, was die Übertragung des Virus erheblich reduziert. Der Zugang zu medizinischer Versorgung ist ein entscheidender Faktor im Kampf gegen HIV und AIDS.
Die UNAIDS-Ziele, die AIDS-Krise bis 2030 zu beenden, erfordern kontinuierliche Anstrengungen in den Bereichen Prävention, Aufklärung und Behandlung. Wien plant, seine Initiativen weiter auszubauen und noch mehr Menschen zu erreichen. Die Stadt setzt auf innovative Ansätze wie mobile Teststationen und verstärkte Bildungsprogramme in Schulen, um das Bewusstsein zu erhöhen und die Akzeptanz zu fördern.
Die Zukunft sieht vielversprechend aus, wenn es gelingt, die gesellschaftlichen Barrieren abzubauen und den Zugang zu medizinischer Versorgung weltweit zu verbessern. Wien wird weiterhin eine führende Rolle im Kampf gegen HIV und AIDS spielen, indem es Verantwortung übernimmt und Solidarität zeigt.
Der Welt-AIDS-Tag erinnert uns daran, dass der Kampf gegen HIV und AIDS noch nicht vorbei ist. Wien setzt ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und für Solidarität, indem es den Red Ribbon hisst und sich aktiv für die Rechte von Menschen mit HIV einsetzt. Es liegt an uns allen, die Stigmatisierung zu beenden und eine inklusive Gesellschaft zu schaffen. Weitere Informationen und Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie auf den Webseiten der Wiener Antidiskriminierungsstelle für LGBTIQ-Angelegenheiten.