Am 19. November 2025 wurde in Oberösterreich ein weiterer Fall der hochansteckenden Vogelgrippe des Subtyps H5N1 bestätigt. Diese Nachricht kommt nur zwei Tage nach einem ähnlichen Vorfall im Burgenland und zeigt, dass die Seuche nun auch in Österreich Fuß gefasst hat. In einem landwirtschaftlichen
Am 19. November 2025 wurde in Oberösterreich ein weiterer Fall der hochansteckenden Vogelgrippe des Subtyps H5N1 bestätigt. Diese Nachricht kommt nur zwei Tage nach einem ähnlichen Vorfall im Burgenland und zeigt, dass die Seuche nun auch in Österreich Fuß gefasst hat. In einem landwirtschaftlichen Betrieb im Bezirk Steyr, in dem rund 800 Gänse in Freilandhaltung gehalten werden, wurde das Virus nachgewiesen. Die Behörden haben schnell reagiert und umfassende Schutzmaßnahmen angekündigt.
Die Vogelgrippe, auch bekannt als Aviäre Influenza, ist eine für Geflügel hochansteckende Krankheit, die durch Viren des Subtyps H5N1 verursacht wird. Diese Viren sind besonders gefährlich, da sie eine hohe Sterblichkeitsrate bei Vögeln verursachen und sich schnell ausbreiten können. Der aktuelle Ausbruch in Oberösterreich ist der zweite bestätigte Fall innerhalb weniger Tage, was die Dringlichkeit der Situation unterstreicht.
Die Vogelgrippe hat eine lange Geschichte, die bis in die 1990er Jahre zurückreicht. Ursprünglich in Asien aufgetreten, hat sie sich im Laufe der Jahre weltweit verbreitet. In Europa wurden die ersten größeren Ausbrüche Anfang der 2000er Jahre verzeichnet. Österreich blieb lange Zeit verschont, doch in den letzten Jahren kam es vermehrt zu Ausbrüchen, insbesondere während der Zugvogelzeiten im Herbst und Frühjahr.
Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich in der Vergangenheit weniger Fälle der Vogelgrippe verzeichnet. Deutschland hat aufgrund seiner geografischen Lage und der größeren Anzahl von Geflügelhaltungen häufiger mit Ausbrüchen zu kämpfen. Die Schweiz hingegen profitiert von strengeren Biosicherheitsmaßnahmen, die das Risiko einer Ausbreitung verringern.
Die Auswirkungen der Vogelgrippe auf die Bürger sind vielfältig. Landwirte in den betroffenen Gebieten müssen mit erheblichen wirtschaftlichen Verlusten rechnen, da infizierte Bestände gekeult werden müssen. Auch für Verbraucher kann es zu Engpässen bei Geflügelprodukten kommen, was zu höheren Preisen führen könnte. Darüber hinaus sind Veranstaltungen wie Tiermärkte und Ausstellungen untersagt, was soziale und wirtschaftliche Konsequenzen für die betroffenen Regionen hat.
Seit Ende September 2025 wurden in Österreich mehrere HPAI-positive Wildvögel bestätigt. Besonders betroffen sind Schwäne in den Bundesländern Kärnten, Niederösterreich, Oberösterreich und zuletzt in der Steiermark. Die aktuelle Lage erfordert eine verstärkte Überwachung und Kontrolle der Geflügelhaltungen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Für die Zukunft plant das BMASGPK in Zusammenarbeit mit den Veterinärbehörden und der Geflügelbranche österreichweite Schutzmaßnahmen. Ab Donnerstag wird eine Stallpflicht entlang der größeren Wasserläufe und Seen in Österreich angeordnet. Diese Maßnahmen sollen verhindern, dass das Virus sich weiter ausbreitet. Experten betonen, dass die Einhaltung der Biosicherheitsmaßnahmen entscheidend ist, um die Vogelgrippe unter Kontrolle zu halten.
Die Vogelgrippe stellt eine ernsthafte Bedrohung für die österreichische Geflügelwirtschaft dar. Die jüngsten Ausbrüche in Oberösterreich und Burgenland zeigen, dass schnelles Handeln erforderlich ist, um die Seuche einzudämmen. Die geplanten Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Es bleibt zu hoffen, dass die getroffenen Vorkehrungen ausreichen, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des BMASGPK.