In einer Welt, die sich ständig verändert, bleibt ein bedrückendes Thema oft im Schatten: Gewalt gegen Frauen. Besonders betroffen sind ältere Frauen, die aufgrund ihrer Lebensumstände häufig unsichtbar bleiben. Am 6. Oktober 2025 rückte dieses Thema in den Fokus, als in St. Pölten ein Runder Tisch
In einer Welt, die sich ständig verändert, bleibt ein bedrückendes Thema oft im Schatten: Gewalt gegen Frauen. Besonders betroffen sind ältere Frauen, die aufgrund ihrer Lebensumstände häufig unsichtbar bleiben. Am 6. Oktober 2025 rückte dieses Thema in den Fokus, als in St. Pölten ein Runder Tisch gegen Gewalt an Frauen stattfand, mit einem besonderen Augenmerk auf die Herausforderungen, denen ältere Frauen gegenüberstehen.
Ältere Frauen sind häufig mit multiplen Belastungen konfrontiert. Finanzielle Abhängigkeiten, familiäre Bindungen und die gesellschaftliche Unsichtbarkeit im Alter tragen dazu bei, dass sie in besonders prekäre Situationen geraten können. Diese Thematik wurde in der ersten Sitzung der Unterarbeitsgruppe „Ältere Frauen“ im Rahmen des Runden Tisches gegen Gewalt an Frauen diskutiert.
Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister betonte: „Mit der Einrichtung von Unterarbeitsgruppen wollen wir noch gezielter auf spezifische Herausforderungen eingehen. Gerade die Gewalt gegen ältere Frauen geschieht oft im Verborgenen und wird von der Gesellschaft kaum wahrgenommen. Wir müssen diese unsichtbare Gewalt sichtbar machen und gemeinsam Wege finden, wie wir betroffene Frauen besser schützen können.“
Ein entscheidender Punkt bei der Bekämpfung von Gewalt ist die Vernetzung verschiedener Institutionen. Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Frauenberatungsstellen, Seniorenorganisationen sowie dem Roten Kreuz präsentierten aktuelle Daten, Projekte und Unterstützungsangebote. Im Mittelpunkt standen die unterschiedlichen Formen von Gewalt – von finanzieller Abhängigkeit über psychische Gewalt bis hin zu körperlichen Übergriffen.
„Mir ist es wichtig, dass wir die Expertise verschiedenster Institutionen bündeln, um Betroffene bestmöglich zu unterstützen. Der Runde Tisch zeigt, wie wirkungsvoll Vernetzung sein kann, wenn Polizei, Beratungseinrichtungen, Gemeinden und soziale Organisationen an einem Strang ziehen“, erklärte Teschl-Hofmeister weiter.
Landesrätin Eva Prischl unterstrich die Bedeutung des kooperativen Ansatzes: „Wir setzen laufend wichtige Impulse, um die Zusammenarbeit aller relevanten Stellen zu stärken. Von Polizei und Justiz über Frauenberatungsstellen bis hin zu Gemeinden. Unser kooperativer Zugang in Niederösterreich ermöglicht es, umfassende und effektive Maßnahmen umzusetzen und Betroffene rasch zu erreichen.“
Mit den Ergebnissen der Diskussion sollen weitere Handlungsschritte entwickelt und Synergien mit bestehenden Angeboten wie dem ‚Aktionspaket Zivilcourage‘ hergestellt werden. Ziel ist es, die Unterstützung für ältere Frauen in Niederösterreich noch stärker auszubauen.
Gewalt gegen Frauen ist kein neues Phänomen. Historisch gesehen gab es immer wieder Phasen, in denen das Thema mehr oder weniger Beachtung fand. In den letzten Jahrzehnten hat sich das Bewusstsein für die Problematik jedoch deutlich erhöht. Initiativen wie der Runde Tisch in Niederösterreich sind Teil einer breiteren Bewegung, die versucht, systematische Veränderungen herbeizuführen.
Ein Blick auf andere Bundesländer zeigt, dass ähnliche Initiativen auch dort stattfinden. Beispielsweise hat Wien bereits vor einigen Jahren ein umfassendes Programm zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen gestartet, das als Vorbild für viele andere Regionen dient.
Die Auswirkungen von Gewalt gegen ältere Frauen sind weitreichend. Sie betreffen nicht nur die Opfer selbst, sondern haben auch soziale und wirtschaftliche Konsequenzen. Psychische und physische Gesundheitsschäden führen zu erhöhten Gesundheitskosten und können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.
Ein fiktiver Experte kommentiert: „Wenn wir als Gesellschaft nicht handeln, riskieren wir, dass eine ganze Generation von Frauen in Armut und Isolation endet. Es ist entscheidend, dass wir jetzt Maßnahmen ergreifen, um diese Frauen zu unterstützen und zu schützen.“
Die Diskussionen am Runden Tisch sind ein erster Schritt, aber es gibt noch viel zu tun. Zukünftige Maßnahmen könnten die Einführung spezieller Schulungsprogramme für Polizei und Justiz umfassen, um sie für die besonderen Bedürfnisse älterer Frauen zu sensibilisieren. Auch der Ausbau von Beratungsangeboten und die Schaffung sicherer Unterkünfte sind wichtige Schritte.
Die Landesregierung plant, die Ergebnisse des Runden Tisches in konkrete politische Maßnahmen umzusetzen. Dabei soll auch die Zusammenarbeit mit anderen Bundesländern und internationalen Organisationen intensiviert werden, um von deren Erfahrungen zu lernen und bewährte Praktiken zu übernehmen.
Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte im Büro von Landesrätin Teschl-Hofmeister, Mag. (FH) Dieter Kraus, unter der Telefonnummer 02742/9005-12655 oder per E-Mail an [email protected]. Auch das Büro von Landesrätin Prischl steht für Anfragen zur Verfügung, erreichbar unter der Telefonnummer 02742/9005-12576 oder per E-Mail an [email protected].