Der Winter naht und für die 12,7 Millionen Menschen in der Ukraine, die auf Hilfe angewiesen sind, bedeutet dies eine Zeit der Kälte, Dunkelheit und Unsicherheit. Die fortdauernden Luftangriffe haben im vergangenen Jahr stark zugenommen, wodurch etwa zehn Prozent aller Häuser und Wohnungen beschädig
Der Winter naht und für die 12,7 Millionen Menschen in der Ukraine, die auf Hilfe angewiesen sind, bedeutet dies eine Zeit der Kälte, Dunkelheit und Unsicherheit. Die fortdauernden Luftangriffe haben im vergangenen Jahr stark zugenommen, wodurch etwa zehn Prozent aller Häuser und Wohnungen beschädigt oder zerstört wurden. Heizungen funktionieren oft nur stundenweise und Stromausfälle sind an der Tagesordnung.
Seit dem Beginn des Konflikts im Jahr 2014 hat sich die Lage in der Ukraine stetig verschlechtert. Der Winter 2025 wird der vierte Kriegswinter sein, und die Menschen kämpfen nicht nur gegen die Kälte, sondern auch gegen Angst und Erschöpfung. Besonders Kinder leiden unter der ständigen Unsicherheit und den unzähligen schlaflosen Nächten in Schutzkellern. Diese Situation erfordert nicht nur physische, sondern auch psychologische Unterstützung, um den Menschen wieder Zuversicht zu geben.
Psychologische Hilfe ist ein wesentlicher Bestandteil der Unterstützung, die von Organisationen wie Nachbar in Not angeboten wird. Die psychische Gesundheit der Menschen, insbesondere der Kinder, ist stark beeinträchtigt durch die ständigen Bedrohungen und das Leben in einem Kriegsgebiet. Experten betonen, dass psychologische Unterstützung den Menschen hilft, mit Traumata umzugehen und eine Perspektive für die Zukunft zu entwickeln.
Die Hilfsorganisationen, darunter Caritas, Rotes Kreuz und Arbeiter-Samariter-Bund, arbeiten unermüdlich daran, Notunterkünfte winterfest zu machen und beschädigte Häuser abzudichten. Familien erhalten Öfen, Brennmaterial und finanzielle Unterstützung, um selbst Heizmaterial kaufen zu können. An sogenannten Wärmestellen finden Menschen Schutz vor der Kälte, können sich aufwärmen, eine Mahlzeit bekommen oder Beratung in Anspruch nehmen.
Gerade ältere Menschen trifft der Winter besonders hart. Viele leben allein in beschädigten Häusern, oft ohne Heizung oder medizinische Betreuung. Mobile Gesundheitsteams fahren regelmäßig in entlegene Dörfer, um Pflege, Medikamente und ärztliche Hilfe zu den Menschen zu bringen. Für viele ist dies der einzige Zugang zu medizinischer Versorgung und manchmal sogar ihr einziger sozialer Kontakt.
Seit Beginn des Krieges haben die Organisationen von Nachbar in Not gemeinsam mit lokalen Partnern bereits 2,9 Millionen Menschen in der Ukraine mit lebensnotwendiger Hilfe erreicht. Dies war nur dank der überragenden Spendenbereitschaft der österreichischen Bevölkerung sowie der Unterstützung der Bundesregierung möglich, die Mittel aus dem Auslandskatastrophenfonds bereitgestellt hat.
Doch die Herausforderungen wachsen weiter: Zerstörte Schulen und Krankenhäuser, die psychische Belastung durch ständige Angriffe sowie wachsende finanzielle Nöte sind nur einige Beispiele. Die Notwendigkeit, die psychische und physische Gesundheit der Bevölkerung zu unterstützen, wird immer dringlicher.
Viele fragen sich, ob ihre Spende nach mehr als drei Jahren Krieg noch etwas bewirken kann. Die Antwort ist eindeutig: Ja! Jede Spende macht einen Unterschied – sie spendet Wärme, Versorgung und Hoffnung. Der ORF wird auch in diesem Winter wieder auf die Not der Menschen in der Ukraine aufmerksam machen und die Österreicherinnen und Österreicher zu Spenden aufrufen.
So können Sie helfen:
Online spenden: nachbarinnot.ORF.at
Der Krieg in der Ukraine hat nicht nur das Land, sondern auch die Welt verändert. Die internationale Gemeinschaft steht vor der Herausforderung, langfristige Lösungen zu finden, um den Menschen in der Ukraine zu helfen. Die humanitäre Hilfe muss weiterhin Priorität haben, um die unmittelbaren Bedürfnisse zu decken und gleichzeitig nachhaltige Entwicklungsstrategien zu fördern.
Die internationale Gemeinschaft, einschließlich der Europäischen Union und der Vereinten Nationen, muss weiterhin Druck auf alle Konfliktparteien ausüben, um eine friedliche Lösung zu erreichen. Die Unterstützung der Ukraine ist nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der Region.
Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um den Menschen in der Ukraine durch den Winter zu helfen und gleichzeitig die Grundlagen für eine friedliche Zukunft zu legen. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, kann einen Unterschied machen.