Am 17. Oktober 2025 erlebte Wien einen Meilenstein in der Bildungspolitik, als Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling die STARTKLAR-Sprachförderinnen in den Wiener Kindergärten besuchte. Dieses ehrgeizige Projekt, das Teil der „Deutschoffensive Kindergarten“ ist, zielt darauf a
Am 17. Oktober 2025 erlebte Wien einen Meilenstein in der Bildungspolitik, als Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling die STARTKLAR-Sprachförderinnen in den Wiener Kindergärten besuchte. Dieses ehrgeizige Projekt, das Teil der „Deutschoffensive Kindergarten“ ist, zielt darauf ab, die Sprachkompetenzen von Kindern mit Deutschförderbedarf zu stärken. Die Initiative ist eine Antwort auf die wachsende Notwendigkeit, sprachliche Barrieren frühzeitig zu überwinden und den Kindern eine faire Chance auf Bildung und Integration zu bieten.
„Deutsch ist die Eintrittskarte in unsere Gesellschaft“, betonte Emmerling bei ihrem Besuch. Diese Aussage unterstreicht die zentrale Rolle, die Sprache in der Integration spielt. In einer Stadt wie Wien, die durch kulturelle Vielfalt geprägt ist, ist die Fähigkeit, sich auf Deutsch zu verständigen, von entscheidender Bedeutung für den Zugang zu Bildung, Beruf und gesellschaftlicher Teilhabe.
Die „Deutschoffensive Kindergarten“ ist ein Projekt, das von dem Verein STARTKLAR realisiert wird. Es umfasst zehn Kindergärten in Wien, gleichmäßig verteilt auf fünf städtische und fünf private Einrichtungen. Diese wurden aufgrund der hohen Anzahl von Kindern mit Deutschförderbedarf ausgewählt. Ziel ist es, die Kinder spielerisch und alltagsintegriert mit der deutschen Sprache vertraut zu machen.
Der erlebnisorientierte Ansatz der Sprachförderung ist ein zentraler Bestandteil des Projekts. Die Sprachförderinnen von STARTKLAR arbeiten eng mit den Kindergarten-Teams zusammen, um die Sprachförderung in den Alltag zu integrieren. Dies bedeutet, dass Sprache nicht isoliert, sondern im Kontext des täglichen Lebens vermittelt wird. Spiele, Lieder und Geschichten werden genutzt, um den Kindern die deutsche Sprache näherzubringen.
Ein fiktiver Experte für Sprachpädagogik erklärt: „Kinder lernen am besten in einem Umfeld, das ihre Neugierde weckt und sie aktiv in den Lernprozess einbezieht. Durch das Einbeziehen aller Sinne und das Schaffen positiver Spracherlebnisse wird die Motivation der Kinder, Deutsch zu lernen, erheblich gesteigert.“
Die Notwendigkeit der Sprachförderung in Kindergärten ist keine neue Erkenntnis. Bereits in den 1990er Jahren erkannte man in Österreich die Bedeutung der frühkindlichen Sprachförderung. Damals wurde die Diskussion durch die steigenden Einwanderungszahlen und die damit verbundene sprachliche Vielfalt angestoßen. In den letzten Jahrzehnten hat sich die Sprachförderung von einem Zusatzangebot zu einem integralen Bestandteil der frühkindlichen Bildung entwickelt.
Ein Vergleich mit anderen Bundesländern zeigt, dass Wien hier eine Vorreiterrolle einnimmt. Während in manchen Regionen Österreichs Sprachförderung noch immer als freiwilliges Zusatzangebot betrachtet wird, hat Wien erkannt, dass die Integration von Sprachförderung in den Kindergartenalltag entscheidend für den Bildungserfolg der Kinder ist.
Ein weiterer wichtiger Aspekt des Projekts ist die Arbeit in multiprofessionellen Teams. Diese Teams bestehen aus Pädagogen, Sprachförderinnen und anderen Fachleuten, die gemeinsam daran arbeiten, die bestmögliche Förderung für die Kinder zu gewährleisten. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es, die unterschiedlichen Bedürfnisse der Kinder individuell zu berücksichtigen und ihnen die Unterstützung zu bieten, die sie benötigen.
Ein fiktiver Bildungsexperte merkt an: „Die Arbeit in multiprofessionellen Teams ermöglicht es, verschiedene Perspektiven und Fachkenntnisse zu integrieren. Dies führt zu einer qualitativ hochwertigen Förderung, die auf die individuellen Bedürfnisse der Kinder abgestimmt ist.“
Für die Eltern bedeutet die Teilnahme ihrer Kinder an diesem Programm eine erhebliche Erleichterung. Viele Eltern, die selbst nicht Deutsch als Muttersprache sprechen, sind dankbar für die Unterstützung, die ihre Kinder erhalten. Sie sehen, wie ihre Kinder in der Lage sind, sich besser auszudrücken und selbstbewusster im Umgang mit der deutschen Sprache werden.
Eine Mutter erzählt: „Es ist ein wunderbares Gefühl zu sehen, wie mein Kind Fortschritte macht. Früher war es oft frustriert, weil es sich nicht ausdrücken konnte. Jetzt kommt es nach Hause und erzählt mir auf Deutsch von seinem Tag im Kindergarten.“
Die Zukunft der Sprachförderung in Wien sieht vielversprechend aus. Die positiven Rückmeldungen der Eltern und Pädagogen zeigen, dass das Projekt auf dem richtigen Weg ist. Die Stadt plant, das Programm weiter auszubauen und noch mehr Kindergärten einzubeziehen.
Ein fiktiver Stadtplaner prognostiziert: „Wenn wir weiterhin in die Sprachförderung investieren, werden wir eine Generation von Kindern heranwachsen sehen, die die sprachlichen und sozialen Fähigkeiten haben, um in einer globalisierten Welt erfolgreich zu sein.“
Die „Deutschoffensive Kindergarten“ ist nicht nur ein Bildungsprojekt, sondern auch ein politisches Statement. Es zeigt, dass die Stadt Wien bereit ist, in die Zukunft ihrer jüngsten Bürger zu investieren. Die Finanzierung durch die Stadt Wien verdeutlicht die Priorität, die die Stadtregierung der frühkindlichen Bildung beimisst.
Es ist wichtig zu beachten, dass solche Projekte oft von der politischen Unterstützung abhängen. Die Entscheidung, in die Sprachförderung zu investieren, ist ein klares Zeichen dafür, dass die Stadtregierung die Bedeutung der Integration erkannt hat und bereit ist, die notwendigen Mittel bereitzustellen.
Das Projekt „Deutsch mit STARTKLAR“ in den Wiener Kindergärten ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Bildungspolitik gestaltet werden kann, um den Bedürfnissen einer vielfältigen Gesellschaft gerecht zu werden. Die Initiative zeigt, dass durch gezielte Sprachförderung Barrieren abgebaut und Chancen geschaffen werden können. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Projekt als Modell für andere Städte und Regionen dient und die Bedeutung der frühkindlichen Sprachförderung weiter in den Fokus rückt.