Am 3. Dezember 2025, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, wird weltweit auf die Herausforderungen und Chancen aufmerksam gemacht, die Menschen mit Behinderungen erleben. In Österreich, wie auch international, ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit ein zentraler Aspekt für ein selb
Am 3. Dezember 2025, dem Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen, wird weltweit auf die Herausforderungen und Chancen aufmerksam gemacht, die Menschen mit Behinderungen erleben. In Österreich, wie auch international, ist die wirtschaftliche Unabhängigkeit ein zentraler Aspekt für ein selbstbestimmtes Leben. Die Organisation „Licht für die Welt“ setzt sich dafür ein, diesen Menschen in Afrika durch gezielte Maßnahmen zu einem eigenen Einkommen zu verhelfen. Dies ist nicht nur ein Schritt zur Armutsbekämpfung, sondern auch ein entscheidender Beitrag zur gesellschaftlichen Integration.
Ein eigenes Einkommen ist mehr als nur finanzielle Sicherheit. Es bedeutet Unabhängigkeit, Selbstwertgefühl und die Möglichkeit, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Die UN-Behindertenrechtskonvention, insbesondere Artikel 27, unterstreicht das Recht auf Arbeit für Menschen mit Behinderungen. Doch die Realität sieht oft anders aus. Viele Menschen mit Behinderungen, besonders in Entwicklungsländern, haben keinen Zugang zu angemessenen Arbeitsmöglichkeiten. Die Organisation „Licht für die Welt“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern, indem sie in sechs afrikanischen Ländern Programme zur wirtschaftlichen Stärkung von Menschen mit Behinderungen durchführt.
Historisch gesehen waren Menschen mit Behinderungen oft vom Arbeitsmarkt ausgeschlossen. In Österreich hat sich die Situation durch gesetzliche Maßnahmen und gesellschaftliches Umdenken verbessert. Dennoch gibt es im Vergleich zu Ländern wie Deutschland und der Schweiz weiterhin Herausforderungen, insbesondere in der Integration in den ersten Arbeitsmarkt. In vielen afrikanischen Ländern sind die Hürden noch größer. Hier setzt „Licht für die Welt“ an, indem sie Bildung und berufliche Trainingsprogramme anbietet.
In Deutschland gibt es ähnliche Initiativen, die jedoch oft auf nationale Programme beschränkt sind. In der Schweiz wird der Fokus stärker auf die Integration in den regulären Arbeitsmarkt gelegt, was als Modell für andere Länder dienen kann. Österreich hat durch seine internationale Zusammenarbeit, wie etwa durch die ADA, die Möglichkeit, globalen Einfluss zu nehmen und erfolgreiche Modelle zu exportieren.
Die Arbeit von „Licht für die Welt“ hat bereits beeindruckende Ergebnisse erzielt. Im Jahr 2024 konnten über 8.922 Kinder mit Behinderungen dank der Unterstützung zur Schule gehen, und mehr als 20.800 Menschen mit Behinderungen absolvierten ein Jobtraining. Diese Zahlen zeigen, dass gezielte Unterstützung einen signifikanten Unterschied machen kann. Ein konkretes Beispiel ist die Unterstützung von Frauen mit Behinderungen in Mosambik, die häufig mehrfach diskriminiert werden. Durch gezielte Programme wird ihnen der Zugang zu Bildung und Arbeitsmöglichkeiten erleichtert, was nicht nur ihr Leben, sondern auch das ihrer Familien nachhaltig verbessert.
Statistiken belegen, dass Menschen mit Behinderungen weltweit eine höhere Arbeitslosenquote haben als der Durchschnitt. In Österreich liegt diese Quote bei etwa 11%, während sie in Entwicklungsländern oft deutlich höher ist. Programme wie die von „Licht für die Welt“ tragen dazu bei, diese Lücke zu schließen, indem sie Bildung und berufliche Qualifikation fördern. Die Unterstützung durch internationale Organisationen und die Einbindung lokaler Partner sind entscheidend, um nachhaltige Veränderungen zu erreichen.
Die Zukunft sieht vielversprechend aus, wenn die Bemühungen zur Integration von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt fortgesetzt werden. Es bedarf jedoch kontinuierlicher Anstrengungen und Investitionen, um die gesetzten Ziele zu erreichen. Die Digitalisierung und der technologische Fortschritt bieten neue Chancen, insbesondere in der Fernarbeit, die Menschen mit Behinderungen zugutekommen können. Dennoch müssen auch Barrieren abgebaut werden, die den Zugang zu Bildung und Technologie verhindern.
Österreich kann hier eine Vorreiterrolle einnehmen, indem es innovative Ansätze fördert und den Austausch von Best Practices unterstützt. Die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern bleibt ein Schlüssel, um die globalen Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.
Die Förderung der wirtschaftlichen Unabhängigkeit von Menschen mit Behinderungen ist ein wichtiger Schritt zu mehr Gerechtigkeit und Integration. Organisationen wie „Licht für die Welt“ leisten hier einen wertvollen Beitrag. Doch es bleibt viel zu tun. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, sei es durch Spenden, ehrenamtliches Engagement oder die Unterstützung von Initiativen, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderungen einsetzen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Licht für die Welt.