Eine alarmierende Nachricht erschüttert heute die Konsumenten in Österreich: Greenpeace hat in einer aktuellen Untersuchung gefährliche PFAS-Gifte in Speisefischen und Meeresfrüchten aus der Nord- und Ostsee nachgewiesen. Diese sogenannten 'Ewigkeitsgifte' sind in jeder der 17 getesteten Proben gefu
Eine alarmierende Nachricht erschüttert heute die Konsumenten in Österreich: Greenpeace hat in einer aktuellen Untersuchung gefährliche PFAS-Gifte in Speisefischen und Meeresfrüchten aus der Nord- und Ostsee nachgewiesen. Diese sogenannten 'Ewigkeitsgifte' sind in jeder der 17 getesteten Proben gefunden worden und stellen eine ernsthafte Bedrohung für die Gesundheit dar, insbesondere für Kinder.
PFAS, kurz für Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, sind eine Gruppe von Chemikalien, die in der Industrie und in Konsumgütern weit verbreitet sind. Sie werden aufgrund ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften geschätzt und finden sich in Produkten wie Antihaftpfannen, wasserabweisenden Textilien und Verpackungen. Doch diese Vorteile kommen mit einem hohen Preis: PFAS sind biologisch nicht abbaubar und können sich in der Umwelt und im menschlichen Körper anreichern.
PFAS wurden erstmals in den 1940er Jahren synthetisiert und fanden schnell breite Anwendung. Ihre Beständigkeit und die Fähigkeit, sich über weite Strecken zu verbreiten, führten jedoch zu einer globalen Umweltbelastung. In den letzten Jahrzehnten sind die gesundheitlichen Risiken von PFAS zunehmend in den Fokus der Wissenschaft geraten. Studien haben gezeigt, dass sie mit Krebs, Leber- und Nierenschäden sowie Entwicklungsstörungen in Verbindung gebracht werden können.
In der aktuellen Studie von Greenpeace, die am 13. Oktober 2025 veröffentlicht wurde, wurden 17 Proben von Fischen, Muscheln und Krabben aus der Nord- und Ostsee analysiert. Das erschreckende Ergebnis: Jede Probe enthielt PFAS-Gifte. Besonders besorgniserregend ist, dass fast die Hälfte der Proben bei üblichem Verzehr für Kinder gesundheitlich bedenklich ist. Bei vier Proben ist der Verzehr selbst für Erwachsene nicht mehr sicher.
Im Vergleich zu anderen europäischen Regionen zeigt sich, dass die Belastung in der Nord- und Ostsee besonders hoch ist. Während in anderen Meeresgebieten ebenfalls PFAS gefunden wurden, sind die Konzentrationen dort oft niedriger. Dies könnte auf die industrielle Nutzung und die spezifischen Strömungsverhältnisse in der Nord- und Ostsee zurückzuführen sein.
Die Enthüllungen von Greenpeace werfen ein Schlaglicht auf die potenziellen Gefahren, die auf unseren Tellern lauern. In Österreich, wo 94 Prozent des konsumierten Fisches importiert werden, könnte dies weitreichende Konsequenzen haben. Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass fast die Hälfte des importierten Fisches aus Deutschland stammt, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass auch in Österreich PFAS-belasteter Fisch konsumiert wird.
Ein Experte für Umwelttoxikologie kommentiert: "Die Ergebnisse sind alarmierend. Wir müssen dringend Maßnahmen ergreifen, um die Exposition der Bevölkerung gegenüber diesen gefährlichen Chemikalien zu reduzieren. Es ist unerlässlich, dass wir die Herkunft unserer Lebensmittel besser kontrollieren und sicherstellen, dass sie frei von Schadstoffen sind."
Greenpeace fordert die österreichische Bundesregierung auf, umgehend zu handeln. Ein schnelles Verbot aller PFAS-Gifte und umfassende Tests von Lebensmitteln sind notwendig, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen. Diese Forderungen sind nicht neu, doch der aktuelle Bericht verleiht ihnen neuen Nachdruck.
In Ländern wie Frankreich und Dänemark wurden bereits Schritte unternommen, um PFAS in Verpackungen, Kosmetik und Kleidung zu verbieten. Diese Maßnahmen könnten als Vorbild für andere europäische Länder dienen, einschließlich Österreich.
Die Zukunft könnte düster aussehen, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden. Die anhaltende Verwendung und Freisetzung von PFAS könnte zu einer noch größeren Belastung der Umwelt und der menschlichen Gesundheit führen. Doch es gibt Hoffnung: Durch internationale Zusammenarbeit und strenge Regulierungen könnte es gelingen, die Verbreitung dieser gefährlichen Chemikalien einzudämmen.
Die vollständigen Laborergebnisse und weitere Informationen finden Sie auf der Greenpeace-Website. Bildmaterial und Grafiken stehen zur redaktionellen Nutzung zur Verfügung.