Am 2. Dezember 2025, einem kalten Wintertag in Wien, startete der Samariterbund Wien seine jährliche Weihnachtskampagne anlässlich des Giving Tuesday. Unterstützt vom Museumsquartier und prominenten Persönlichkeiten wie dem Kabarettisten Hosea Ratschiller sowie den Musikern Roman Gregory und Georgij
Am 2. Dezember 2025, einem kalten Wintertag in Wien, startete der Samariterbund Wien seine jährliche Weihnachtskampagne anlässlich des Giving Tuesday. Unterstützt vom Museumsquartier und prominenten Persönlichkeiten wie dem Kabarettisten Hosea Ratschiller sowie den Musikern Roman Gregory und Georgij Makazaria, wurden sowohl Sach- als auch Geldspenden für den Samariter Suppentopf entgegengenommen. Diese Initiative zielt darauf ab, den Bedürftigen in Wien regelmäßig eine warme Mahlzeit zu bieten.
Der Samariter Suppentopf ist ein Projekt, das fünf Mal pro Woche in den Sozialmärkten des Samariterbundes Wien stattfindet. Hier werden zwei hochwertige Hauptspeisen und ein Nachtisch angeboten. Seit der Einführung dieses Projekts wurden bereits über 230.000 Essensportionen ausgegeben. Diese Mahlzeiten sind nicht nur eine Möglichkeit, den Hunger zu stillen, sondern auch ein Ort der Begegnung und des Austauschs für die registrierten Kund:innen.
Die Entscheidung zwischen Heizen und Essen ist für viele Menschen in Österreich bittere Realität. Laut der Arbeiterkammer sind die Preise für Grundnahrungsmittel in den letzten Jahren drastisch gestiegen. Zwischen 2021 und 2025 haben sich die Preise für Lebensmittel wie Nudeln, Butter oder Tomaten um 55 Prozent erhöht. Diese Entwicklung trifft besonders jene hart, die ohnehin schon am Existenzminimum leben.
Während Österreich mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpft, sind ähnliche Trends auch in Deutschland und der Schweiz zu beobachten. In Deutschland sind die Lebensmittelpreise ebenfalls gestiegen, allerdings liegt die Erhöhung dort bei durchschnittlich 45 Prozent. In der Schweiz ist die Situation durch den starken Franken etwas anders gelagert, dennoch sind auch hier die Preise für Grundnahrungsmittel spürbar gestiegen. Diese internationalen Vergleiche zeigen, dass die Problematik der sozialen Ungleichheit nicht auf Österreich beschränkt ist, sondern ein globales Phänomen darstellt.
Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbundes Wien, appellierte an die Politik, die Unterstützung für armutsbetroffene Menschen nicht zu kürzen. Die steigenden Lebenshaltungskosten und die Einsparungen der öffentlichen Hand verschärfen die Situation für viele Menschen. Es ist dringend notwendig, dass politische Maßnahmen ergriffen werden, um die soziale Ungleichheit zu bekämpfen und den Zugang zu Grundnahrungsmitteln als Menschenrecht zu sichern.
Der Giving Tuesday ist mehr als nur ein Tag des Gebens. Er ist ein Aufruf zum sozialen Miteinander und zur Solidarität. Initiativen wie der Samariter Suppentopf zeigen, dass durch gemeinschaftliches Engagement viel erreicht werden kann. Die Unterstützung von Prominenten und die Beteiligung der Öffentlichkeit sind entscheidende Faktoren, um langfristige Veränderungen herbeizuführen. In der Zukunft könnte eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen gemeinnützigen Organisationen und der Politik dazu beitragen, die Lebensbedingungen für benachteiligte Menschen nachhaltig zu verbessern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Samariter Suppentopf nicht nur eine wichtige Unterstützung für Bedürftige in Wien darstellt, sondern auch ein Beispiel für gelebte Solidarität ist. Jeder Beitrag, sei er noch so klein, kann einen Unterschied machen. Weitere Informationen und Möglichkeiten zur Unterstützung finden sich auf der Webseite des Samariterbundes Wien.