Am 3. Oktober 2025 wurde in Wien ein bemerkenswerter Schritt in der Bildungspolitik gesetzt. Die Hochschule Campus Wien, in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium, hat die Einführung dualer Bachelorstudiengänge für Elementarpädagogik bekannt gegeben. Dieses innovative Modell, das Theorie und Pra
Am 3. Oktober 2025 wurde in Wien ein bemerkenswerter Schritt in der Bildungspolitik gesetzt. Die Hochschule Campus Wien, in Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium, hat die Einführung dualer Bachelorstudiengänge für Elementarpädagogik bekannt gegeben. Dieses innovative Modell, das Theorie und Praxis eng miteinander verbindet, könnte die Bildungslandschaft in Österreich nachhaltig verändern.
Die Bedeutung der frühen Bildung kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Kindergärten und Kleinkinderbetreuungseinrichtungen sind die ersten Bildungseinrichtungen, die Kinder in ihrem Leben besuchen. Daher ist es entscheidend, dass die dort tätigen Pädagoginnen und Pädagogen hervorragend ausgebildet sind. Mit den neuen dualen Bachelorstudiengängen an der Hochschule Campus Wien wird ein Ausbildungsmodell geschaffen, das Theorie und Praxis optimal verbindet.
Der Begriff „dual“ bezieht sich auf die Kombination von theoretischem Studium und praktischer Ausbildung. Diese Form des Studiums ermöglicht es den Studierenden, das Gelernte direkt in der Praxis anzuwenden und zu reflektieren. Dies ist besonders wichtig in der Elementarpädagogik, wo praktische Erfahrungen einen wesentlichen Bestandteil der Ausbildung darstellen.
Bildungsminister Christoph Wiederkehr betonte die Wichtigkeit hochqualifizierter Elementarpädagogen: „Kindergarten und Kleinkinderbetreuung sind die ersten Bildungseinrichtungen im Leben eines Menschen. Damit Kinder die besten Startchancen haben, brauchen wir hochqualifizierte Elementarpädagogen.“ Ab 2026 sollen auch an fünf weiteren Pädagogischen Hochschulen in Österreich berufsqualifizierende Bachelorstudiengänge angeboten werden, um die Zielgruppe der AHS-Maturanten für die elementare Bildungsarbeit zu gewinnen.
Die Einführung dualer Studiengänge ist nicht nur ein Fortschritt in der Bildungslandschaft, sondern auch ein Zeichen für den Wandel in der Wahrnehmung der Elementarpädagogik. In der Vergangenheit wurde die Betreuung von Kleinkindern oft als weniger anspruchsvoll angesehen. Doch inzwischen wird erkannt, dass die frühkindliche Bildung eine entscheidende Rolle für die Entwicklung der Kinder spielt.
Wilhelm Behensky, Gründer und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Hochschule Campus Wien, erklärte, dass die Einführung der dualen Bachelorstudiengänge ein Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung sei. „Als größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften des Landes ist es unser Auftrag, innovative Ausbildungswege zu schaffen, die gesellschaftlich wirksam sind.“ Die Hochschule Campus Wien unterstützt damit aktiv die Professionalisierung des Berufsstandes.
Während Wien mit diesem Modell einen Vorreiterstatus einnimmt, bleibt abzuwarten, wie sich andere Bundesländer diesem Ansatz anschließen werden. In Deutschland beispielsweise sind duale Studiengänge bereits weit verbreitet, insbesondere in technischen und wirtschaftlichen Fächern. Die Übertragung dieses Modells auf die Elementarpädagogik könnte auch in anderen österreichischen Bundesländern Schule machen.
Für Eltern bedeutet die Einführung dieser Studiengänge, dass ihre Kinder von besser ausgebildeten Fachkräften betreut werden. Dies könnte langfristig zu einer höheren Qualität der Betreuung und Bildung in Kindergärten führen. Die Studierenden profitieren ebenfalls, da sie während ihres Studiums wertvolle Praxiserfahrungen sammeln und so besser auf ihre zukünftige Berufstätigkeit vorbereitet werden.
Ein anonymer Bildungsexperte kommentierte die Einführung der dualen Studiengänge wie folgt: „Diese Initiative könnte ein Wendepunkt in der österreichischen Bildungslandschaft sein. Die Verbindung von Theorie und Praxis ist genau das, was wir brauchen, um die Qualität der frühkindlichen Bildung zu verbessern.“
Die dualen Bachelorstudiengänge könnten nur der Anfang einer umfassenden Reform in der Elementarpädagogik sein. Wenn sich das Modell als erfolgreich erweist, könnte es als Vorbild für weitere Bildungsreformen dienen. Die Hochschule Campus Wien hat bereits angekündigt, dass sie weiterhin innovative Ausbildungswege entwickeln wird, um den sich wandelnden Anforderungen der Gesellschaft gerecht zu werden.
Die Einführung dualer Bachelorstudiengänge für Elementarpädagogik an der Hochschule Campus Wien markiert einen bedeutenden Schritt in der österreichischen Bildungslandschaft. Mit der Kombination aus Theorie und Praxis wird nicht nur die Ausbildung der Fachkräfte verbessert, sondern auch die Qualität der Betreuung und Bildung für die Kinder nachhaltig gestärkt. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich dieses Modell in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche Auswirkungen es auf die Bildungslandschaft in Österreich haben wird.
Für weitere Informationen besuchen Sie den Press Room der Hochschule Campus Wien.