Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Österreich steht am 5. Dezember 2025 im Fokus einer neuen Evaluierung der Universität Innsbruck. Die Untersuchung zeigt, dass gesellschaftspolitische Entwicklungen, Gewalt und Wirtschaftskrisen nicht nur Erwachsene, sondern auch junge Mensche
Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Österreich steht am 5. Dezember 2025 im Fokus einer neuen Evaluierung der Universität Innsbruck. Die Untersuchung zeigt, dass gesellschaftspolitische Entwicklungen, Gewalt und Wirtschaftskrisen nicht nur Erwachsene, sondern auch junge Menschen stark belasten. Das Projekt „Gesund aus der Krise“ bietet seit 2022 eine wertvolle Unterstützung für Betroffene und hat bereits 50.000 jungen Menschen geholfen.
„Gesund aus der Krise“ ist ein Mental-Health-Projekt, das Kindern und Jugendlichen bis 21 Jahren eine rasche, qualitätsgesicherte und kostenfreie psychologische Beratung ermöglicht. Die Initiative hat sich als lebensverändernd erwiesen, indem sie finanzielle Barrieren für den Zugang zu psychischer Hilfe beseitigt. Laut der Universität Innsbruck zeigten 93 Prozent der behandelten Klient:innen eine Verbesserung ihrer psychischen Gesundheit.
Die psychische Gesundheit von Jugendlichen hat sich in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert. Historisch betrachtet, hat die mentale Belastung junger Menschen durch globale Krisen und den sozialen Druck zugenommen. In Österreich, Deutschland und der Schweiz sind ähnliche Trends zu beobachten, wobei Österreich durch „Gesund aus der Krise“ eine Vorreiterrolle einnimmt.
Die Auswirkungen auf die betroffenen Familien sind beträchtlich. Durch die kostenlose Behandlung wird nicht nur die psychische Gesundheit der Kinder verbessert, sondern auch die finanzielle Belastung der Familien reduziert. Ein Beispiel ist die Familie Huber aus Wien, deren Sohn durch das Projekt erstmals Zugang zu einer Therapie erhielt und nun deutliche Fortschritte zeigt.
Die Evaluierung zeigt, dass 32 Prozent der Klient:innen zu Beginn depressive Verstimmungen hatten, während 51 Prozent eine niedrige Lebenszufriedenheit aufwiesen. Nach der Behandlung berichteten 88 Prozent der Bezugspersonen von einer Verbesserung der Schwierigkeiten ihrer Kinder. Diese Zahlen verdeutlichen den dringenden Handlungsbedarf und die Effektivität des Projekts.
Ao. Univ.-Prof.in Dr.in Beate Wimmer-Puchinger, die das Projekt leitet, betont die Nachhaltigkeit der Maßnahmen. Die Finanzierung bis 2027 sichert weiteren 30.000 Kindern den Zugang zu psychischer Hilfe. Die Prognosen deuten darauf hin, dass der Bedarf an solchen Programmen weiter steigen wird, insbesondere für benachteiligte Gruppen.
Die Initiative „Gesund aus der Krise“ zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, jungen Menschen in schwierigen Zeiten beizustehen. Die Ergebnisse der Evaluierung unterstreichen die Wirksamkeit der Maßnahmen und den Bedarf an einer verstärkten psychosozialen Versorgung. Interessierte können weitere Informationen auf der Webseite des Berufsverbandes Österreichischer Psychologinnen und Psychologen finden und sich über die Möglichkeiten der Unterstützung informieren.