In der malerischen Stadt Krems an der Donau, einem Ort reich an Geschichte und Kultur, versammelten sich am 11. November 2025 die führenden Köpfe der Pflegebranche Österreichs. Das ANDA-Symposium 2025 bot eine Plattform, um die brennendsten Fragen der Pflegearbeit der Zukunft zu diskutieren. In eine
In der malerischen Stadt Krems an der Donau, einem Ort reich an Geschichte und Kultur, versammelten sich am 11. November 2025 die führenden Köpfe der Pflegebranche Österreichs. Das ANDA-Symposium 2025 bot eine Plattform, um die brennendsten Fragen der Pflegearbeit der Zukunft zu diskutieren. In einer Zeit, in der das Gesundheitssystem unter immensem Druck steht, gewinnt dieses Treffen an Bedeutung.
Das Symposium, das alle 18 Jahre in Niederösterreich stattfindet, zog Top-Managerinnen und Manager der Pflege aus ganz Österreich an. Im Fokus standen die Herausforderungen und Chancen, die sich durch den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel ergeben. Eine der zentralen Fragen lautete: Wie kann Pflegearbeit in Zukunft gestaltet werden, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden?
Der Begriff Fachkräftemangel beschreibt die Situation, in der mehr Arbeitskräfte benötigt werden, als verfügbar sind. Dies ist besonders in der Pflegebranche spürbar, da die Nachfrage nach qualifizierten Pflegekräften stetig steigt. Der demografische Wandel bezieht sich auf die Veränderungen in der Altersstruktur der Bevölkerung, die in Österreich zu einem Anstieg älterer Menschen führen, die Pflege benötigen.
Die Pflege in Österreich hat eine lange Tradition, die bis ins Mittelalter zurückreicht. Damals waren es vor allem Klöster, die sich um Kranke und Bedürftige kümmerten. Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert und der Gründung moderner Krankenhäuser begann sich die Pflege zu professionalisieren. Die Einführung der Krankenversicherungsgesetze im 20. Jahrhundert legte den Grundstein für das heutige Gesundheitssystem.
In den letzten Jahrzehnten hat sich die Pflege stark verändert. Technologische Innovationen und neue medizinische Erkenntnisse haben die Pflegepraxis revolutioniert. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Pflegekräfte gestiegen. Die Notwendigkeit, sich kontinuierlich weiterzubilden, um den neuesten Standards zu entsprechen, ist heute größer denn je.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass auch in Deutschland und der Schweiz ähnliche Herausforderungen bestehen. In Deutschland wird der Fachkräftemangel durch Zuwanderung aus dem Ausland gemildert, während die Schweiz auf eine duale Ausbildung setzt, um qualifizierte Pflegekräfte zu gewinnen. Beide Länder investieren stark in die Digitalisierung ihrer Gesundheitssysteme, um die Effizienz zu steigern.
Die Auswirkungen der aktuellen Entwicklungen in der Pflege sind für Bürgerinnen und Bürger deutlich spürbar. Längere Wartezeiten auf Pflegeplätze und die Belastung von Angehörigen, die Pflegeaufgaben übernehmen müssen, sind nur einige der Herausforderungen. Ein Beispiel ist die Akutgeriatrie, die in Niederösterreich ausgebaut wird, um älteren Menschen eine spezialisierte Versorgung zu bieten.
Ein weiterer Aspekt ist die zunehmende Bedeutung von New Work in der Pflege. Dieser Begriff beschreibt neue Arbeitsmodelle, die Flexibilität und Eigenverantwortung fördern. In der Pflege bedeutet dies, dass Pflegekräfte mehr Entscheidungsspielraum erhalten und in Teams arbeiten, die auf Vertrauen und Zusammenarbeit basieren.
Statistiken zeigen, dass die Zahl der Pflegebedürftigen in Österreich bis 2040 um etwa 50% steigen wird. Derzeit sind rund 130.000 Menschen in der Pflege beschäftigt, doch es wird erwartet, dass bis 2030 etwa 75.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt werden. Diese Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit, innovative Lösungen zu finden.
Der Gesundheitsplan 2040+ ist eine strategische Initiative, die darauf abzielt, die Gesundheitsversorgung in Niederösterreich nachhaltig zu sichern. Er umfasst Maßnahmen wie den Ausbau der Akutgeriatrie und die Förderung von Remobilisationsprogrammen. Experten sind sich einig, dass solche Maßnahmen entscheidend sind, um den zukünftigen Bedarf zu decken.
Das ANDA-Symposium 2025 hat gezeigt, dass die Pflegebranche vor großen Herausforderungen steht, aber auch über ein enormes Potenzial verfügt, um innovative Lösungen zu entwickeln. Die Zukunft der Pflegearbeit in Österreich wird maßgeblich davon abhängen, wie gut es gelingt, die Themen Fachkräftemangel, demografischer Wandel und technologische Innovationen zu adressieren.
Wir laden Sie ein, sich weiter über die Entwicklungen in der Pflege zu informieren und aktiv an Diskussionen teilzunehmen. Welche Ideen haben Sie für die Zukunft der Pflege? Teilen Sie uns Ihre Gedanken mit!