Am 3. November 2025 wird im Presseclub Concordia in Wien eine bedeutende Pressekonferenz stattfinden, die von der Caritas Österreich und der Volkshilfe organisiert wird. Das zentrale Thema: die verheerenden Auswirkungen der Bildungseinschränkungen für junge Geflüchtete in Österreich. Diese Veranstal
Am 3. November 2025 wird im Presseclub Concordia in Wien eine bedeutende Pressekonferenz stattfinden, die von der Caritas Österreich und der Volkshilfe organisiert wird. Das zentrale Thema: die verheerenden Auswirkungen der Bildungseinschränkungen für junge Geflüchtete in Österreich. Diese Veranstaltung verspricht, die Augen der Öffentlichkeit für ein Problem zu öffnen, das unser Land jährlich Millionen kostet.
Die Caritas Österreich hat ein neues rechtliches Gutachten in Auftrag gegeben, das von Dr.in Lioba Kasper erstellt wurde. Dieses Gutachten zeigt auf, dass der Ausschluss von Asylwerbern von der Ausbildungspflicht nicht nur gegen Kinderrechte, sondern auch gegen internationale Verpflichtungen und EU-Recht verstößt. Diese rechtlichen Aspekte werfen ein Schlaglicht auf die dringende Notwendigkeit, die Bildungspolitik in Österreich zu überdenken.
PD Dr.in Judith Kohlenberger von der WU Wien hat die volkswirtschaftlichen Folgen der fehlenden Bildungschancen untersucht. Ihr Gutachten, ebenfalls im Auftrag der Caritas erstellt, beziffert die jährlichen Kosten für Österreich auf rund 53 Millionen Euro. Diese Zahl verdeutlicht, wie teuer es ist, jungen Menschen den Zugang zu Bildung zu verweigern.
Erich Fenninger, Direktor der Volkshilfe Österreich, stellt die Ergebnisse eines qualitativen Forschungsprojekts vor, das sich mit den Arbeitsmarktchancen junger Schutzberechtigter beschäftigt. Die Studie zeigt, dass fehlende Bildungs-, Orientierungs- und Sprachangebote nicht nur zu Armut und Ausgrenzung führen, sondern auch ein enormes Fachkräftepotenzial ungenutzt lassen. In einer Zeit, in der der Fachkräftemangel in vielen Branchen spürbar ist, ist dies ein besonders kritischer Punkt.
Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass Bildung immer ein Schlüsselfaktor für wirtschaftlichen Erfolg und soziale Integration war. In den 1950er Jahren, während des Wirtschaftswunders, investierte Österreich massiv in Bildung und profitierte von einer gut ausgebildeten Bevölkerung. Heute stehen wir vor der Herausforderung, eine ähnliche Vision für die Zukunft zu entwickeln.
Vergleiche mit anderen Bundesländern und Ländern, die erfolgreich in die Bildung von Migranten investiert haben, könnten als Vorbild dienen. Deutschland beispielsweise hat in den letzten Jahren verstärkt auf Integrationsprogramme gesetzt, die jungen Geflüchteten den Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt erleichtern.
Die Auswirkungen der Bildungseinschränkungen sind vielfältig. Für die betroffenen Jugendlichen bedeutet es oft ein Leben in Unsicherheit und ohne Perspektive. Für die Gesellschaft und die Wirtschaft bedeutet es den Verlust wertvoller Talente und Arbeitskräfte. Die Integration junger Geflüchteter in das Bildungssystem könnte nicht nur ihre Lebensqualität verbessern, sondern auch die wirtschaftliche Zukunft Österreichs sichern.
Ein Experte könnte dazu sagen: "Die Investition in die Bildung junger Geflüchteter ist keine Frage der Wohltätigkeit, sondern eine wirtschaftliche Notwendigkeit. Jeder Euro, den wir heute in Bildung investieren, wird sich in Zukunft vielfach auszahlen."
Ein weiterer Fachmann könnte hinzufügen: "Die gesellschaftliche Integration beginnt mit Bildung. Ohne Bildung bleibt Integration ein Lippenbekenntnis und die Chancenungleichheit wächst weiter."
Die Zukunft hängt maßgeblich davon ab, wie wir heute mit den Herausforderungen der Bildungspolitik umgehen. Wenn Österreich es schafft, die Bildungschancen für junge Geflüchtete zu verbessern, könnte das Land nicht nur Millionen sparen, sondern auch eine neue Generation von Fachkräften und Innovatoren heranziehen.
Politische Maßnahmen könnten in Form von Reformen im Bildungssystem und gezielten Förderprogrammen umgesetzt werden. Eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Regierung, NGOs und Bildungseinrichtungen wäre ein wichtiger Schritt in diese Richtung.
Die Bildungspolitik ist eng mit anderen politischen Bereichen verknüpft, darunter Integration, Arbeitsmarkt und Sozialpolitik. Die Entscheidungsträger stehen vor der Herausforderung, diese Bereiche zu harmonisieren und eine kohärente Strategie zu entwickeln, die den Bedürfnissen aller Beteiligten gerecht wird.
Die Pressekonferenz am 3. November bietet eine Plattform, um diese wichtigen Themen zu diskutieren und Lösungsansätze zu präsentieren. Interessierte Medienvertreter sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und sich ein Bild von der aktuellen Lage zu machen. Die Veranstaltung verspricht, ein wichtiger Meilenstein in der Diskussion um Bildung und Integration in Österreich zu werden.
Die Anmeldung zur Teilnahme, ob vor Ort oder online, ist über die E-Mail-Adresse [email protected] möglich. Die erforderlichen Einwahldaten werden rechtzeitig zur Verfügung gestellt.