Am 11. Oktober 2025 wurde an der österreichischen Botschaft in Washington, D.C. ein bemerkenswerter Erfolg für die österreichische Forschungsgemeinschaft gefeiert. Drei herausragende Wissenschaftler:innen, Caroline Moosmüller, Alexander Lercher und Gabriele Wadlig, wurden mit den prestigeträchtigen
Am 11. Oktober 2025 wurde an der österreichischen Botschaft in Washington, D.C. ein bemerkenswerter Erfolg für die österreichische Forschungsgemeinschaft gefeiert. Drei herausragende Wissenschaftler:innen, Caroline Moosmüller, Alexander Lercher und Gabriele Wadlig, wurden mit den prestigeträchtigen ASciNA Awards ausgezeichnet. Diese Anerkennung unterstreicht nicht nur ihre individuellen Leistungen, sondern auch die Bedeutung der internationalen Vernetzung in der Forschung.
Die ASciNA Awards, verliehen vom Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (BMFWF), sind eine ehrwürdige Anerkennung für österreichische Forschende, die in Nordamerika herausragende wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht haben. Die Auszeichnungen sind mit einem Hauptpreis von 10.000 Euro in der Kategorie "Junior Principal Investigator" sowie zwei Preisen zu je 7.500 Euro in der Kategorie "Young Scientist" dotiert. Diese Preise fördern nicht nur die wissenschaftliche Exzellenz, sondern stärken auch die globale Vernetzung der österreichischen Forschung.
Caroline Moosmüller, Assistenzprofessorin an der University of North Carolina at Chapel Hill, wurde für ihre bahnbrechende Arbeit im Bereich der Geometric Data Analysis ausgezeichnet. Ihre Publikation "Linearized Wasserstein dimensionality reduction with approximation guarantees" hat das Potenzial, die Art und Weise, wie komplexe Daten interpretiert werden, grundlegend zu verändern. Moosmüllers Forschung könnte insbesondere im Bereich der medizinischen Diagnostik, etwa bei der Analyse von Genexpressionsdaten von Krebspatienten, zu bedeutenden Fortschritten führen.
Die von ihrem Team entwickelte LOT Wassmap Methode kombiniert moderne mathematische Ansätze des optimalen Transports mit bewährten Verfahren zur Dimensionsreduktion. Diese Methode ist besonders stabil gegenüber fehlerhaften Messungen und liefert robuste Ergebnisse, was sie zu einem wertvollen Werkzeug in der Datenanalyse macht.
Alexander Lercher, Postdoktorand an der Rockefeller University in New York, forscht an der Entwicklung eines "Gedächtnisses" des angeborenen Immunsystems. Seine Arbeit könnte einen entscheidenden Beitrag zur Pandemieprävention leisten, indem sie zeigt, wie das Immunsystem nicht nur auf bekannte, sondern auch auf neue Viren reagieren kann. Lerchers Forschung legt nahe, dass das angeborene Immunsystem in der Lage ist, ein funktionelles Gedächtnis zu entwickeln, das einen breiteren Schutz bietet als bisher angenommen.
Diese Entdeckung könnte die Entwicklung neuer, breit wirksamer antiviraler Therapien fördern und die Welt besser auf zukünftige Pandemien vorbereiten.
Gabriele Wadlig, Postdoktorandin an der TU Dresden, erhielt den ASciNA Award für ihre Arbeit zur globalen Landpolitik. Ihre Publikation "The International Law of Land (Grabbing): Human Rights and Development in the Context of Racial Capitalism" untersucht, wie internationale Rechtsstrukturen die Landnutzungsrechte beeinflussen und oft zu negativen Effekten für lokale Gemeinschaften führen.
Wadligs Forschung fordert eine dekoloniale Reflexion internationaler Rechtspraktiken und betont die Notwendigkeit, Land nicht nur als Besitz, sondern auch als kulturellen Raum und gemeinschaftliches Gut anzuerkennen. Diese Perspektive könnte wichtige Impulse für gerechtere und nachhaltigere Entwicklungsansätze liefern.
Die ASciNA Awards, die seit über zwei Jahrzehnten vergeben werden, haben sich als bedeutende Plattform für die Förderung junger Forschender etabliert. In einer Zeit, in der Wissenschaft und Forschung in den USA unter Druck geraten, sind solche Auszeichnungen von unschätzbarem Wert. Sie unterstützen die internationale Mobilität und Kooperation, die für den wissenschaftlichen Fortschritt unerlässlich sind.
Im Vergleich zu anderen Ländern, die ähnliche Programme zur Förderung ihrer Forschenden im Ausland haben, zeigt sich, dass Österreich mit den ASciNA Awards eine besonders starke Verbindung zwischen dem heimischen und dem nordamerikanischen Forschungsraum geschaffen hat. Diese Brückenfunktion ist entscheidend für den Wissensaustausch und die Innovationsförderung.
Die Arbeiten der ausgezeichneten Wissenschaftler:innen haben nicht nur akademische, sondern auch praktische Auswirkungen. Moosmüllers Methoden zur Datenanalyse könnten die medizinische Diagnostik revolutionieren, während Lerchers Forschung neue Wege im Kampf gegen Pandemien eröffnet. Wadligs kritische Analyse der globalen Landpolitik könnte zu gerechteren und nachhaltigeren Entwicklungsstrategien führen.
Diese Fortschritte zeigen, dass Wissenschaft nicht im Elfenbeinturm stattfindet, sondern konkrete Lösungen für die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit bietet.
Die Zukunft der Wissenschaft ist eng mit der internationalen Zusammenarbeit verbunden. Die ASciNA Awards sind ein hervorragendes Beispiel dafür, wie nationale Initiativen die globale Forschungsgemeinschaft stärken können. In einer Welt, die zunehmend von Krisen und Herausforderungen geprägt ist, sind solche Kooperationen wichtiger denn je.
Experten sind sich einig, dass die Förderung junger Talente und die Unterstützung internationaler Forschungskooperationen entscheidend für den wissenschaftlichen Fortschritt sind. "Die ASciNA Awards zeigen, wie wichtig es ist, junge Forschende zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Arbeit auf internationaler Bühne zu präsentieren", so ein anerkannter Wissenschaftsexperte.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Auszeichnung der drei österreichischen Wissenschaftler:innen in den USA nicht nur ein persönlicher Triumph, sondern auch ein bedeutender Erfolg für die österreichische Forschungsgemeinschaft ist. Sie zeigt, dass Österreich in der Lage ist, auf internationaler Ebene mitzuhalten und einen wertvollen Beitrag zur Lösung globaler Herausforderungen zu leisten. Die ASciNA Awards sind ein leuchtendes Beispiel dafür, wie Wissenschaft und Forschung Brücken zwischen Ländern und Kulturen bauen können.