Am 1. Dezember 2025 erreicht uns eine bewegende Nachricht aus Beit Jala, einer kleinen Stadt im Westjordanland, direkt neben Bethlehem. Dank der Unterstützung des österreichischen Sozialministeriums und der Organisation Jugend Eine Welt, erfährt das Lifegate-Rehabilitationszentrum für Kinder mit Beh
Am 1. Dezember 2025 erreicht uns eine bewegende Nachricht aus Beit Jala, einer kleinen Stadt im Westjordanland, direkt neben Bethlehem. Dank der Unterstützung des österreichischen Sozialministeriums und der Organisation Jugend Eine Welt, erfährt das Lifegate-Rehabilitationszentrum für Kinder mit Behinderung eine bedeutende Förderung. Diese Einrichtung bietet lebenswichtige medizinische Versorgung und Therapien, die den Alltag der Kinder und ihrer Familien erheblich verbessern. Diese Nachricht unterstreicht die Relevanz und die dringende Notwendigkeit internationaler Solidarität und Unterstützung in Krisengebieten.
Das Lifegate-Rehabilitationszentrum, ein Leuchtturmprojekt in Beit Jala, betreut täglich rund 40 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Diese Kinder erhalten individuell abgestimmte Behandlungen wie Ergotherapie, Physiotherapie, Hydrotherapie, Sprachtherapie und Snoezelen-Therapie, um ihre Alltagsfähigkeiten zu verbessern. Diese Therapien sind entscheidend, um den jungen Menschen Sicherheit und Selbstständigkeit im täglichen Leben zu geben.
Burghard Schunkert, der verantwortliche Projektpartner von Jugend Eine Welt, beschreibt die letzten Monate im Zentrum als stabil und störungsfrei. Die Arbeit im Rehabilitationszentrum konnte trotz der schwierigen Bedingungen im Westjordanland ohne größere Unterbrechungen fortgesetzt werden. Diese Stabilität ist jedoch keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis harter Arbeit und kontinuierlicher Unterstützung durch internationale Partner.
Das Westjordanland ist seit Jahrzehnten ein Schauplatz politischer Spannungen und wirtschaftlicher Herausforderungen. Die Region ist geprägt von einem komplexen politischen Kontext, der die Lebensbedingungen der Menschen erheblich beeinflusst. Die wirtschaftliche Lage hat sich in den letzten Jahren verschlechtert, was insbesondere Familien mit behinderten Kindern vor große Herausforderungen stellt.
Die Geschichte der Region ist von Konflikten geprägt, die bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts zurückreichen. Die politischen Spannungen haben zu einer instabilen Wirtschaft geführt, die viele Familien in finanzielle Notlagen gebracht hat. Viele Eltern, die im Tourismus oder in Israel arbeiteten, haben ihre Jobs verloren, was es ihnen erschwert, die Kosten für die Therapie ihrer Kinder zu tragen.
Im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland und der Schweiz, wo soziale Sicherungssysteme stark ausgebaut sind, stehen Familien im Westjordanland vor erheblich größeren Herausforderungen. In Österreich beispielsweise gibt es eine breite Palette an staatlichen Unterstützungsleistungen, die Familien mit behinderten Kindern entlasten. Diese Unterschiede verdeutlichen die Notwendigkeit internationaler Hilfe, um die Lücke in der Versorgung im Westjordanland zu schließen.
Die Unterstützung durch das Lifegate-Rehabilitationszentrum hat einen direkten und positiven Einfluss auf die Lebensqualität der betroffenen Familien. Die Möglichkeit, medizinische Versorgung und Therapien in Anspruch zu nehmen, gibt den Eltern Hoffnung und den Kindern die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben. Ein Beispiel ist die Bereitstellung von Hilfsmitteln wie Rollstühlen und Hörgeräten, die den Alltag der Kinder erheblich erleichtern.
Ein weiterer positiver Aspekt ist die emotionale Unterstützung, die das Zentrum den Familien bietet. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit ist es von unschätzbarem Wert, einen Ort zu haben, an dem die Kinder sicher und gut betreut sind. Diese Unterstützung stärkt nicht nur die Kinder, sondern auch die Eltern, die in ihrem täglichen Kampf um das Wohl ihrer Kinder nicht allein gelassen werden.
Laut Schätzungen betreut das Lifegate-Rehabilitationszentrum rund 40 Kinder täglich. Diese Zahl mag auf den ersten Blick klein erscheinen, doch die Auswirkungen auf die Lebensqualität der Familien sind enorm. Die Kosten für die Betreuung und Therapie werden größtenteils durch Spenden und internationale Unterstützung gedeckt, was die Bedeutung der Finanzierung durch Organisationen wie Jugend Eine Welt und das österreichische Sozialministerium unterstreicht.
Die Zukunft des Lifegate-Rehabilitationszentrums hängt von der kontinuierlichen Unterstützung durch internationale Partner und Spender ab. Der Bau eines „Sinnesgartens“ auf dem Nachbargrundstück ist ein weiteres Projekt, das zur Verbesserung der Lebensqualität der Kinder beitragen soll. Der Rollstuhl-Ballspielplatz, der bereits eingeweiht wurde, ist ein Beispiel für die positiven Entwicklungen, die durch gezielte Unterstützung möglich sind.
Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt, appelliert anlässlich des „Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung“ am 3. Dezember an die Öffentlichkeit, die Arbeit des Zentrums durch Spenden zu unterstützen. Diese Spenden sind nicht nur eine finanzielle Hilfe, sondern auch ein Zeichen der Solidarität und Hoffnung für die betroffenen Familien.
Die Unterstützung des Lifegate-Rehabilitationszentrums durch österreichische Organisationen ist ein beeindruckendes Beispiel für internationale Solidarität und Hilfe in Krisengebieten. Diese Unterstützung ist entscheidend für die Verbesserung der Lebensqualität von Kindern mit Behinderung im Westjordanland. Die Arbeit des Zentrums zeigt, wie wichtig es ist, auch in schwierigen Zeiten nicht die Hoffnung zu verlieren und gemeinsam für eine bessere Zukunft zu kämpfen.
Wir laden Sie ein, sich über die Arbeit von Jugend Eine Welt zu informieren und mit Ihrer Spende einen Unterschied zu machen. Weitere Informationen finden Sie auf der Website von Jugend Eine Welt. Ihre Unterstützung kann den Kindern und ihren Familien Hoffnung und eine bessere Zukunft schenken.