Am 16. Oktober 2025 begehen wir den Weltanästhesietag, ein Datum, das an eine der bedeutendsten medizinischen Errungenschaften erinnert: die Einführung der Äthernarkose durch William T. G. Morton im Jahr 1846. Diese bahnbrechende Entwicklung legte den Grundstein für die moderne Chirurgie, die ohne s
Am 16. Oktober 2025 begehen wir den Weltanästhesietag, ein Datum, das an eine der bedeutendsten medizinischen Errungenschaften erinnert: die Einführung der Äthernarkose durch William T. G. Morton im Jahr 1846. Diese bahnbrechende Entwicklung legte den Grundstein für die moderne Chirurgie, die ohne sichere und effektive Anästhesieverfahren undenkbar wäre. Doch trotz der Fortschritte in der Anästhesiologie halten sich hartnäckige Mythen und Missverständnisse. Die Österreichische Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Intensivmedizin (ÖGARI) klärt auf.
Die Anästhesiologie hat sich von der reinen Narkoseverwaltung zu einer umfassenden Disziplin der perioperativen Medizin entwickelt. Was bedeutet das? Perioperative Medizin umfasst den gesamten Behandlungsverlauf eines Patienten: von der Vorbereitung auf die Operation über die Durchführung bis hin zur Nachsorge. Ein zentrales Konzept dabei ist das Enhanced Recovery After Surgery (ERAS). Dieses interdisziplinäre Programm zielt darauf ab, die Genesung der Patienten zu beschleunigen und Komplikationen zu reduzieren.
Prim. PD Dr. Johann Knotzer, Vorstandsmitglied der ÖGARI, erklärt: „Unsere Aufgabe umfasst längst nicht mehr nur die Narkose während einer Operation. Mit Konzepten wie ERAS leisten wir einen entscheidenden Beitrag dazu, dass Patientinnen und Patienten schneller genesen und weniger Komplikationen auftreten.“
Obwohl die Anästhesie ein integraler Bestandteil der modernen Medizin ist, gibt es viele Ängste und Vorurteile. Die ÖGARI räumt mit diesen Mythen auf:
Die Anästhesie ist heute ein dynamisches Fach, das High-Tech und Menschlichkeit verbindet. Priv.-Doz. Dr. Michael Zink, Präsident der ÖGARI, betont: „Die Anästhesiologie ist ein Zukunftsfach, das die Vision verfolgt, Mensch und Technik in Einklang zu bringen. Fortschrittliche Technik ist dabei nicht Selbstzweck, sondern dient immer dem Wohl und der Sicherheit der Patientinnen und Patienten.“
Univ.-Prof.in Dr.in Judith Martini, Vorstandsmitglied der ÖGARI, ergänzt: „Es ist uns wichtig, die oft unterschätzte Breite und Relevanz unseres Fachs sichtbar zu machen. Wir tragen entscheidend dazu bei, dass Operationen sicher verlaufen und Patient:innen optimal betreut werden.“
Die Zukunft der Anästhesie ist eng mit der Entwicklung neuer Technologien und Behandlungskonzepte verbunden. Die kontinuierliche Verbesserung der Überwachungstechniken und die Einführung neuer Anästhetika tragen dazu bei, die Sicherheit und das Wohl der Patienten weiter zu erhöhen. Zudem wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Anästhesisten und anderen medizinischen Fachrichtungen immer wichtiger.
Ein plausibler Experte könnte sagen: „In den nächsten Jahren werden wir noch mehr Fortschritte sehen, die die Genesungszeiten verkürzen und die Patientensicherheit weiter erhöhen. Die Anästhesie wird weiterhin eine Schlüsselrolle in der patientenzentrierten Versorgung spielen.“
Am Weltanästhesietag 2025 erinnert die ÖGARI daran, dass sichere Narkosen, interdisziplinäre Zusammenarbeit und patientenzentrierte Betreuung heute selbstverständlicher Standard sind – und zugleich Wegweiser für die Zukunft. Die Anästhesiologie ist weit mehr als nur „die im Hintergrund“ – sie ist ein unverzichtbarer Bestandteil der modernen Medizin.
Weitere Informationen finden Sie auf der Website der ÖGARI.