Am gestrigen Samstag, dem 4. Oktober 2025, erstrahlte die Stadt Korneuburg in einem ganz besonderen Licht. Anlass war die feierliche Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses, das gleichzeitig mit dem 160-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Korneuburg gefeiert wurde. Ein Ereignis, das nicht nur d
Am gestrigen Samstag, dem 4. Oktober 2025, erstrahlte die Stadt Korneuburg in einem ganz besonderen Licht. Anlass war die feierliche Eröffnung des neuen Feuerwehrhauses, das gleichzeitig mit dem 160-jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Korneuburg gefeiert wurde. Ein Ereignis, das nicht nur die Stadtbewohner, sondern auch zahlreiche Gäste aus der Region und dem Land Niederösterreich anzog.
Die Freiwillige Feuerwehr Korneuburg zählt zu den ältesten ihrer Art in Österreich und hat sich über die Jahrzehnte hinweg als unverzichtbare Institution etabliert. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die bei der Veranstaltung anwesend war, lobte die Feuerwehr als eine der tragenden Säulen Niederösterreichs. „In diesen 160 Jahren hat sich viel verändert, doch der Antrieb, Menschen zu helfen, ist geblieben“, so Mikl-Leitner.
Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Korneuburg geht zurück auf das Jahr 1865. Damals wie heute bestand die Hauptaufgabe der Feuerwehr darin, Brände zu löschen und Menschenleben zu retten. Doch die Herausforderungen haben sich gewandelt. Während in den Anfangsjahren einfache Löschhilfen ausreichten, sind heute modernste Technik und Ausrüstung gefragt. Die Feuerwehr hat sich kontinuierlich weiterentwickelt, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Das neue Feuerwehrhaus in Korneuburg setzt Maßstäbe. Mit modernster Technik ausgestattet, bietet es optimale Bedingungen für die Einsatzkräfte. Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Martin Jany betonte die Bedeutung der neuen Einrichtungen, darunter eine Schlauch-Wasch-Trockenanlage und eine Bekleidungsreinigung. „Das Einsatzspektrum ist groß, und ohne die Mannschaft wäre das alles nicht möglich“, erklärte Jany.
Der Bau des neuen Feuerwehrhauses war ein ambitioniertes Projekt. Architekt Andreas Höfer erläuterte, dass es eine Herausforderung war, am alten Standort einen Neubau zu errichten. Dies erforderte eine Aufteilung in zwei Bauetappen. Das Ergebnis ist ein Gebäude, das nicht nur funktional, sondern auch zukunftsorientiert ist, mit einer geplanten Lebensdauer von 80 Jahren.
Die Freiwillige Feuerwehr Korneuburg dient vielen anderen Feuerwehren als Vorbild. Landesfeuerwehrkommandant-Stellvertreter Martin Boyer hob hervor, dass die Feuerwehr mittlerweile über 105.000 Mitglieder zählt und weiter wächst. „Jedes Mitglied spricht neue Mitglieder an, und das ist wichtig für unsere Gemeinschaft“, sagte Boyer.
In Zeiten von Naturkatastrophen, wie dem verheerenden Hochwasser 2024, hat die Freiwillige Feuerwehr Korneuburg eindrucksvoll bewiesen, dass sie ein unverzichtbarer Teil der sogenannten Sicherheitsfamilie ist. Diese besteht aus verschiedenen Organisationen, die gemeinsam für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen. Landeshauptfrau Mikl-Leitner betonte, dass die Freiwilligen Feuerwehren in Niederösterreich stets bereit sind, zu helfen, und dass sie sich auf die Unterstützung der Landesregierung verlassen können.
Im Rahmen der Feierlichkeiten wurden mehrere Mitglieder der Feuerwehr für ihre langjährigen Verdienste geehrt. Für 25 Jahre im Dienst wurden Jacques Lewandofsky, Birgit Kittel und Harald Riedl ausgezeichnet. Bürgermeister Christian Gepp überreichte zudem die Medaille „Hilfe am Nächsten“ in Bronze an Christoph Jany, Leopold Rohringer und Alexander Lackner.
Am heutigen Sonntag öffnet das neue Feuerwehrhaus seine Türen für die Öffentlichkeit. Die Besucher erwartet ein spannendes Programm mit Vorführungen, einer Fahrzeugschau und der Möglichkeit, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Diese Gelegenheit, die Arbeit der Feuerwehr hautnah zu erleben, zieht zahlreiche Interessierte an.
Die Freiwillige Feuerwehr ist ein Paradebeispiel für das Freiwilligenwesen in Österreich. In einer Zeit, in der oft nach dem persönlichen Vorteil gefragt wird, steht hier das Gemeinwohl im Vordergrund. „Wo werde ich gebraucht?“, lautet die Frage, die sich die Mitglieder der Feuerwehr stellen, und das macht sie zu Vorbildern für viele andere, so Mikl-Leitner.
Mit dem neuen Feuerwehrhaus ist die Freiwillige Feuerwehr Korneuburg bestens für die Zukunft gerüstet. Die modernen Einrichtungen und die engagierten Mitglieder garantieren, dass die Feuerwehr auch in den kommenden Jahrzehnten eine wichtige Rolle in der Gemeinschaft spielen wird. „Wir sind stolz auf unser neues Zuhause und freuen uns darauf, weiterhin für die Sicherheit der Bürger zu sorgen“, so Feuerwehrkommandant-Stellvertreter Jany abschließend.