Österreich, das Land der beeindruckenden Berglandschaften und kulturellen Schätze, hat sich in den letzten drei Jahrzehnten auch als Brutstätte für junge Unternehmer hervorgetan. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Junior Company Programms, das von Junior Achievement Austria (JA Austria) ins Le
Österreich, das Land der beeindruckenden Berglandschaften und kulturellen Schätze, hat sich in den letzten drei Jahrzehnten auch als Brutstätte für junge Unternehmer hervorgetan. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Junior Company Programms, das von Junior Achievement Austria (JA Austria) ins Leben gerufen wurde, lohnt es sich, einen genauen Blick auf die bemerkenswerten Erfolge und die Bedeutung dieses Programms zu werfen.
Seit der Gründung des Programms im Jahr 1995 haben mehr als 68.500 Schülerinnen und Schüler in Österreich die Möglichkeit genutzt, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Diese Initiative zielt darauf ab, wirtschaftliche Bildung und Unternehmergeist zu fördern, indem sie jungen Menschen die Chance gibt, reale Geschäftserfahrungen zu sammeln. Dabei lernen sie alles von der Produktentwicklung über die Erstellung eines Businessplans bis hin zur Durchführung eines Jahresabschlusses.
In den letzten fünf Jahren haben österreichische Schülerunternehmen in verschiedenen europäischen Wettbewerben beeindruckende Erfolge erzielt. So konnte die Junior Company [re]whey vom BG/BRG Stainach im Jahr 2025 in Athen den Titel des Vize-Europameisters erringen. Bereits ein Jahr zuvor hatte die Junior Company Treberei, ebenfalls vom BG/BRG Stainach, den Europameistertitel geholt, indem sie aus Biertreber hochwertige Nudeln herstellte.
Diese Erfolge sind nicht nur ein Beweis für die Kreativität und den Unternehmergeist der österreichischen Jugend, sondern auch für die hohe Qualität der wirtschaftlichen Bildung, die ihnen durch das Junior Company Programm vermittelt wird.
Das Hauptziel des Junior Company Programms ist es, Entrepreneurship Education in die Breite zu tragen. Noch 1995 war das Thema Unternehmensgründung in österreichischen Schulen kaum präsent. Heute, dank der Bemühungen von JA Austria, ist es ein fester Bestandteil der Bildung vieler junger Menschen.
Eine Studie der Universität Neapel zeigt, dass Schüler, die an Junior Companies beteiligt waren, im Durchschnitt eine um 10 Prozent bessere schulische Leistung erbringen als ihre Altersgenossen ohne diese Erfahrung. Diese Lerneffekte gehen weit über das fachliche Wissen hinaus und fördern auch soziale Kompetenzen wie Teamführung und Verantwortungsbewusstsein.
Der Erfolg des Programms basiert auf einem starken Netzwerk aus Schulen, Wirtschaft und Ehrenamt. Im Schuljahr 2024/25 haben mehr als 5.200 Jugendliche rund 550 Junior Companies gegründet, unterstützt von 309 engagierten Lehrkräften und 475 Wirtschaftstreibenden an 174 Schulstandorten. Diese Zahlen sollen in den kommenden Jahren weiter steigen, um noch mehr jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre unternehmerischen Fähigkeiten zu entwickeln.
Die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich, Carmen Goby, betonte bei der Jubiläumsfeier, dass Junior Companies ein ideales Start-up-Labor für Schülerinnen und Schüler sind. Ihre Vision ist es, dass dieses Programm fest im österreichischen Bildungsplan verankert wird, um Unternehmertum als Haltung zu fördern. Diese Haltung umfasst die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und aus Rückschlägen zu lernen.
Auch Staatssekretärin Elisabeth Zehetner sprach sich für eine praxisnahe Wirtschaftsbildung aus, die bereits in der Volksschule beginnen sollte. Das Programm Mini Company richtet sich an Volksschüler und soll den Unternehmergeist schon in jungen Jahren wecken.
Mit Blick auf die nächsten 30 Jahre ist klar, dass das Junior Company Programm eine entscheidende Rolle bei der Förderung des Unternehmergeistes in Österreich spielen wird. Die kontinuierliche Unterstützung durch das Wirtschaftsministerium und die Bildungseinrichtungen wird entscheidend sein, um noch mehr jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Ideen in die Tat umzusetzen.
Die Erfolgsgeschichten der letzten Jahre zeigen, dass Österreichs Jugend bereit ist, die Herausforderungen der Zukunft anzunehmen. Mit der richtigen Unterstützung können sie nicht nur nationale, sondern auch internationale Erfolge erzielen und so zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Österreich beitragen.
Das Junior Company Programm ist mehr als nur ein Bildungsprojekt. Es ist eine Investition in eine zukunftsfähige Gesellschaft, die auf den Werten von Kreativität, Verantwortung und Unternehmergeist basiert. Die Erfolge der letzten 30 Jahre sind ein Beweis dafür, dass Österreichs Jugend bereit ist, die Wirtschaft zu erobern und die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.
Wie Carmen Goby es ausdrückte: "Österreich kann Zukunft – wenn wir Jugendlichen die nötigen Freiräume geben, um ihre Ideen auszuprobieren." Mit dieser Einstellung und der Unterstützung durch Programme wie Junior Achievement Austria ist klar, dass die nächsten 30 Jahre ebenso erfolgreich sein werden wie die vergangenen.