Mit dem Herbst kommt nicht nur die bunte Pracht der Blätter, sondern auch eine kritische Zeit für unsere stacheligen Freunde: die Igel. In Wien sind diese kleinen Tiere jetzt besonders auf Hilfe angewiesen, um sicher durch den Winter zu kommen. Der Wildtierservice Wien schlägt Alarm und ruft die Bür
Mit dem Herbst kommt nicht nur die bunte Pracht der Blätter, sondern auch eine kritische Zeit für unsere stacheligen Freunde: die Igel. In Wien sind diese kleinen Tiere jetzt besonders auf Hilfe angewiesen, um sicher durch den Winter zu kommen. Der Wildtierservice Wien schlägt Alarm und ruft die Bürger dazu auf, aktiv zu werden. Aber warum ist das so wichtig und wie kann jeder Einzelne helfen? Tauchen wir ein in die Welt der Igel und erfahren, was wir tun können, um sie zu schützen.
Mit den sinkenden Temperaturen beginnt für die Igel eine herausfordernde Zeit. Diese kleinen Säugetiere sind auf der Suche nach Nahrung und einem geschützten Winterquartier. Doch der Lebensraum der Igel wird immer kleiner. Der Straßenverkehr, der Einsatz von Mährobotern, versiegelte Flächen und Pestizide bedrohen ihr Überleben. Matthias Amon, stellvertretender Leiter des Wildtierservice Wien, erklärt: „Igel finden in Wien vor allem in Grünanlagen, Gärten und Parks geeignete Lebensräume. Strukturreiche Gärten mit Laub- und Totholzhaufen bieten ihnen wertvolle Verstecke, Schutz vor Kälte und Nahrungsquellen.“
Die Herausforderungen, denen Igel gegenüberstehen, sind vielfältig:
Es gibt mehrere einfache Maßnahmen, die jeder ergreifen kann, um den Igeln zu helfen:
Der Igel ist ein seit Jahrhunderten bekanntes und beliebtes Tier in Europa. Schon in der Antike wurden Igel als nützliche Gartenhelfer geschätzt, da sie Schädlinge wie Schnecken und Insekten fressen. In den letzten Jahrzehnten hat der Lebensraum der Igel jedoch stark abgenommen, besonders in urbanen Gebieten. In Wien, einer Stadt, die für ihre Grünflächen bekannt ist, haben Igel traditionell gute Lebensbedingungen vorgefunden. Doch auch hier nimmt der Druck auf die Tiere zu.
Während Wien mit seinen zahlreichen Parks und Grünanlagen eine relativ igelfreundliche Umgebung bietet, sieht die Situation in anderen österreichischen Bundesländern unterschiedlich aus. In ländlichen Gegenden wie Niederösterreich oder der Steiermark sind Igel häufig in Gärten und Wäldern anzutreffen, wo sie von den natürlichen Gegebenheiten profitieren. Doch auch hier machen der Einsatz von Pestiziden und die Zunahme von Infrastrukturprojekten den Tieren das Leben schwer. In städtischen Gebieten wie Graz oder Linz sind die Herausforderungen ähnlich wie in Wien, wobei die Bemühungen um igelfreundliche Gärten und Parks stetig zunehmen.
Die Unterstützung der Igel hat nicht nur positive Auswirkungen auf die Tiere selbst, sondern auch auf die Menschen. Igel tragen zur biologischen Vielfalt bei und helfen, das Gleichgewicht in den Gärten zu halten, indem sie Schädlinge bekämpfen. Ein naturnaher Garten, der Igeln Schutz bietet, kann auch anderen Tieren wie Vögeln und Insekten zugutekommen. Darüber hinaus fördert das Engagement für den Naturschutz ein stärkeres Bewusstsein für die Umwelt und kann die Lebensqualität in der Stadt verbessern.
Die Bemühungen, Igel zu schützen, sind Teil eines größeren Trends hin zu mehr Nachhaltigkeit und Naturschutz in urbanen Gebieten. Städte wie Wien arbeiten daran, ihre Grünflächen zu erhalten und auszubauen, um Tieren wie den Igeln einen sicheren Lebensraum zu bieten. Experten sind sich einig, dass die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltungen, Naturschutzorganisationen und Bürgern entscheidend sein wird, um langfristige Lösungen zu finden. „Mit einfachen Maßnahmen können wir den stacheligen Nachbarn helfen, sicher durch den Winter zu kommen“, betont Amon. „Ein naturnaher Garten und verantwortungsvolles Verhalten im Herbst können entscheidend zum Überleben dieser bedrohten Tiere beitragen.“
Für weitere Informationen und Unterstützung können sich Interessierte an den Wildtierservice Wien wenden oder die Webseite www.wien.gv.at/pressebilder/ besuchen, wo auch Pressebilder zu diesem Thema abrufbar sind.