Am 11. November 2025 versammelten sich Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft in Wien, um die Zukunft der Personalabteilungen in Unternehmen zu diskutieren. Die Veranstaltung, organisiert von KPMG, zielte darauf ab, die Rolle von HR in einer sich rapide wandelnden Arbeitswelt zu beleuchten. Im Mit
Am 11. November 2025 versammelten sich Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft in Wien, um die Zukunft der Personalabteilungen in Unternehmen zu diskutieren. Die Veranstaltung, organisiert von KPMG, zielte darauf ab, die Rolle von HR in einer sich rapide wandelnden Arbeitswelt zu beleuchten. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Organisationen im Jahr 2030 überhaupt noch eine HR-Abteilung benötigen und welche Fähigkeiten diese mitbringen sollte.
Die Rolle der Personalabteilung hat sich in den letzten Jahrzehnten erheblich verändert. Ursprünglich als administrative Einheit konzipiert, die sich um Gehaltsabrechnungen und Mitarbeiterakten kümmerte, hat sich HR zu einem strategischen Partner entwickelt. Diese Transformation ist eng mit der Digitalisierung und der Globalisierung der Märkte verbunden. In Österreich, wie auch in vielen anderen Ländern, wird die HR-Abteilung zunehmend als Schaltzentrale für die Entwicklung von Zukunftskompetenzen gesehen. Diese Entwicklung ist nicht nur eine Reaktion auf technologische Veränderungen, sondern auch auf den demografischen Wandel und den damit verbundenen Fachkräftemangel.
Der Begriff Fachkräftemangel beschreibt die Situation, in der Unternehmen Schwierigkeiten haben, offene Stellen mit qualifizierten Arbeitskräften zu besetzen. Diese Herausforderung wird durch den demografischen Wandel verschärft, der zu einer alternden Bevölkerung führt. New-Work-Konzepte, die flexible Arbeitsmodelle und eine bessere Work-Life-Balance fördern, sind eine Antwort auf diese Problematik. Sie bieten Unternehmen die Möglichkeit, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren und so im Wettbewerb um Talente zu bestehen.
Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass auch in Deutschland und der Schweiz ähnliche Entwicklungen zu beobachten sind. In Deutschland wird der Fachkräftemangel durch die duale Ausbildung teilweise abgefedert, dennoch sind auch hier innovative HR-Strategien gefragt. In der Schweiz hingegen spielt die internationale Ausrichtung vieler Unternehmen eine große Rolle, wodurch der Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte noch intensiver ist.
Die Digitalisierung beschreibt den Prozess, bei dem analoge Informationen in digitale Formate umgewandelt werden. Dies ermöglicht effizientere Prozesse und neue Geschäftsmodelle. Für HR bedeutet dies, dass traditionelle Aufgaben automatisiert werden können, wodurch mehr Raum für strategische Aufgaben entsteht. In Österreich hat sich die Digitalisierung als treibende Kraft für Innovationen in der Personalentwicklung etabliert. Unternehmen nutzen Datenanalysen, um die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter besser zu verstehen und maßgeschneiderte Entwicklungsprogramme anzubieten.
Für die Arbeitnehmer in Österreich bedeutet diese Entwicklung, dass sie sich kontinuierlich weiterbilden müssen, um mit den technologischen Fortschritten Schritt zu halten. Ein Beispiel hierfür ist die Einführung von E-Learning-Plattformen, die es Mitarbeitern ermöglichen, flexibel und ortsunabhängig neue Fähigkeiten zu erwerben. Dies ist besonders wichtig in Branchen, die stark von der Digitalisierung betroffen sind, wie der IT- oder der Finanzsektor.
Statistiken zeigen, dass Unternehmen, die in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren, langfristig erfolgreicher sind. Laut einer Studie von KPMG planen 70% der österreichischen Unternehmen, ihre Ausgaben für Mitarbeiterentwicklung in den nächsten fünf Jahren zu erhöhen. Diese Investitionen sind notwendig, um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können und die Innovationskraft zu stärken.
Die Zukunft der HR-Abteilungen wird stark von der weiteren Entwicklung der künstlichen Intelligenz (KI) geprägt sein. KI-gestützte Tools können HR-Prozesse effizienter gestalten und ermöglichen eine personalisierte Mitarbeiterbetreuung. Experten sind sich einig, dass die Rolle von HR als strategischer Partner weiter zunehmen wird. Unternehmen müssen jedoch sicherstellen, dass ihre HR-Abteilungen mit den notwendigen Kompetenzen ausgestattet sind, um diese Herausforderungen zu meistern.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die HR-Abteilung auch in Zukunft eine zentrale Rolle in Unternehmen spielen wird. Ihre Aufgaben werden sich jedoch weiter wandeln und an die neuen Anforderungen anpassen müssen. Die Digitalisierung bietet hierbei Chancen, die es zu nutzen gilt. Unternehmen in Österreich sind gut beraten, ihre HR-Strategien kontinuierlich zu überprüfen und anzupassen, um im globalen Wettbewerb erfolgreich zu bleiben.
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