In einer Welt, in der Helden oft im Verborgenen wirken, hebt der Österreichische Alpenverein zwei herausragende Persönlichkeiten ins Rampenlicht: Die Tiroler Bergretter Josef Hofer und Alois Höflinger wurden am 18. Oktober 2025 in Graz mit dem „Grünen Kreuz“ ausgezeichnet, der höchsten Ehrung im alp
In einer Welt, in der Helden oft im Verborgenen wirken, hebt der Österreichische Alpenverein zwei herausragende Persönlichkeiten ins Rampenlicht: Die Tiroler Bergretter Josef Hofer und Alois Höflinger wurden am 18. Oktober 2025 in Graz mit dem „Grünen Kreuz“ ausgezeichnet, der höchsten Ehrung im alpinen Rettungswesen. Diese Auszeichnung, die seit 1923 vergeben wird, würdigt außergewöhnliche Leistungen und selbstlosen Einsatz in den gefährlichen Höhen der Alpen.
Seit über einem Jahrhundert ehrt der Österreichische Alpenverein jene, die unter extremen Bedingungen Leben retten. Das „Grüne Kreuz“ wurde ins Leben gerufen, um Bergretter zu würdigen, die ihre eigene Sicherheit riskieren, um anderen zu helfen. Bis heute haben 521 Personen dieses Ehrenzeichen erhalten, ein Beweis für die unerschütterliche Entschlossenheit und den Mut dieser Männer und Frauen.
Eine der bemerkenswertesten Geschichten, die zur Verleihung des „Grünen Kreuzes“ an Josef Hofer führte, ereignete sich Ende der 1990er-Jahre. Während eines aufziehenden Gewitters am Wilden Kaiser stürzte ein Bergsteiger schwer verletzt in eine Rinne. Der Rettungseinsatz wurde durch das Unwetter erschwert, sodass eine Taubergung nicht möglich war. Hofer entschied sich, sich vom Hubschraubertau abzuhängen, um dem Verletzten beizustehen. Gemeinsam trotzten sie stundenlang Blitzen, Hagel und Starkregen, bis eine Wetterpause die Rettung ermöglichte.
„Es war eine Situation, in der jede Sekunde zählte“, erklärt ein fiktiver Experte für alpine Rettungseinsätze. „Hofers Entscheidung, beim Verletzten zu bleiben, zeugt von unermesslichem Mut und Menschlichkeit.“
Der Alpenvereinsvizepräsident betonte während der Verleihung, dass das „Grüne Kreuz“ nicht nur eine Auszeichnung, sondern ein Symbol der tiefen Anerkennung für den selbstlosen, ehrenamtlichen Einsatz in Extremsituationen ist. „Es steht für außergewöhnliche Leistungen am Berg, für Mut, Entschlossenheit und Solidarität“, sagte er in seiner Laudatio.
Josef Hofer und Alois Höflinger sind seit 1983 Mitglieder der Bergrettung Scheffau/Söllandl. Ihre beeindruckenden Karrieren umfassen hunderte von Einsätzen, bei denen sie nicht nur als Retter, sondern auch als Mentoren für nachfolgende Generationen tätig waren. Hofer hat rund 400 Bergrettungseinsätze, 500 Pistenrettungen und über 1.200 Einsätze als Berg- und Flugretter absolviert. Höflinger war an mehr als 300 alpinen und 500 Pistenrettungseinsätzen beteiligt.
Die Herausforderungen im alpinen Rettungswesen werden nicht geringer. Mit dem Klimawandel und der zunehmenden Beliebtheit von Outdoor-Aktivitäten steigen die Anforderungen an die Bergrettung. „Wir müssen uns auf komplexere und häufigere Einsätze einstellen“, prognostiziert ein fiktiver Bergrettungsexperte. Die Ausbildung und Ausrüstung der Retter wird ständig weiterentwickelt, um den neuen Gegebenheiten gerecht zu werden.
Die Arbeit der Bergretter hat direkte Auswirkungen auf die Sicherheit und das Wohlbefinden der Bevölkerung und Touristen in den Alpenregionen. Ihre Einsätze retten nicht nur Leben, sondern tragen auch zur Sicherheit und Attraktivität der Alpen als Tourismusziel bei. Die Anerkennung durch das „Grüne Kreuz“ hebt die Bedeutung dieser Arbeit hervor und inspiriert andere, sich ebenfalls für das Gemeinwohl einzusetzen.
Die Verleihung des „Grünen Kreuzes“ an Hofer und Höflinger ist nicht nur eine persönliche Ehrung, sondern auch ein Dank an alle, die im alpinen Rettungsdienst tätig sind. Ihre Geschichten sind ein eindrucksvolles Beispiel für den Mut und die Entschlossenheit, die erforderlich sind, um in den Bergen zu überleben und zu helfen. Diese Helden erinnern uns daran, dass es oft die leisen, unauffälligen Taten sind, die den größten Einfluss auf unser Leben haben.
Der Österreichische Alpenverein spielt eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung und Koordination der Bergrettungsdienste. Mit über 150 Jahren Erfahrung ist der Verein eine zentrale Institution in der Förderung von Sicherheit und Naturschutz in den Alpen. Die Auszeichnung des „Grünen Kreuzes“ ist nur eine von vielen Initiativen, mit denen der Alpenverein die Bedeutung der Bergrettung und die Leistungen seiner Mitglieder würdigt.
Die Ehrung von Hofer und Höflinger ist ein leuchtendes Beispiel für den Wert von Mut und Menschlichkeit in Extremsituationen. Ihre Geschichten sind nicht nur inspirierend, sondern auch ein Aufruf an uns alle, die Helden in unserer Mitte zu erkennen und zu würdigen.