Im niederösterreichischen Zistersdorf sorgt eine tierische Attraktion für Aufsehen: Sechs flauschige Hasen haben das Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Zistersdorf zu einem beliebten Treffpunkt gemacht. Doch was steckt hinter diesem tierischen Erfolgsgeheimnis? Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wi
Im niederösterreichischen Zistersdorf sorgt eine tierische Attraktion für Aufsehen: Sechs flauschige Hasen haben das Pflege- und Betreuungszentrum (PBZ) Zistersdorf zu einem beliebten Treffpunkt gemacht. Doch was steckt hinter diesem tierischen Erfolgsgeheimnis? Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie diese kleinen Tiere Großes bewirken und weshalb das PBZ Zistersdorf nun im Fokus der Öffentlichkeit steht.
Am 15. September 2025 gab die niederösterreichische Landesregierung bekannt, dass das PBZ Zistersdorf seine Türen für eine ganz besondere Bewohnergruppe geöffnet hat: Sechs Hasen, die nicht nur die Herzen der Bewohnerinnen und Bewohner erobern, sondern auch ein Magnet für die lokale Bevölkerung sind. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über die positive Wirkung von Tieren auf das menschliche Wohlbefinden sind nicht neu, doch das Hasengehege in Zistersdorf hebt diese auf eine neue Ebene.
„Die Hasen bringen Wärme, Leben und Freude in den Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner. Beim Streicheln zaubern sie den Seniorinnen und Senioren ein Lächeln ins Gesicht“, betonte Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister bei ihrem Besuch. Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung von tiergestützter Therapie, die in den letzten Jahren weltweit an Bedeutung gewonnen hat.
Tiergestützte Therapie bezeichnet den gezielten Einsatz von Tieren zur Förderung der physischen, sozialen, emotionalen und kognitiven Funktionen von Menschen. Studien belegen, dass der Kontakt mit Tieren Stress reduzieren, den Blutdruck senken und das allgemeine Wohlbefinden steigern kann. Besonders in Pflegeeinrichtungen, wo viele Menschen mit Einsamkeit und gesundheitlichen Herausforderungen konfrontiert sind, können Tiere eine wertvolle Unterstützung bieten.
Die Hasen im PBZ Zistersdorf sind mehr als nur niedliche Begleiter. Sie erfüllen eine soziale Funktion, indem sie Bewohner und Besucher zusammenbringen. Das neue, sichere Gehege unter der schattenspendenden Linde hat sich zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt, an dem Generationen aufeinandertreffen und sich austauschen.
Die Idee, Tiere in Pflegeeinrichtungen einzusetzen, ist keineswegs neu. Bereits im 19. Jahrhundert wurde erkannt, dass Tiere eine beruhigende Wirkung auf Menschen haben. In Österreich hat sich dieser Ansatz in den letzten Jahrzehnten stetig weiterentwickelt. Einrichtungen wie das PBZ Zistersdorf setzen auf innovative Konzepte, um das Wohlbefinden ihrer Bewohner zu steigern.
Verglichen mit anderen Bundesländern hat Niederösterreich eine Vorreiterrolle in der Integration von tiergestützter Therapie in Pflegeeinrichtungen eingenommen. Projekte wie das Hasengehege in Zistersdorf könnten als Modell für ähnliche Initiativen in anderen Regionen dienen.
Die Hasen im PBZ Zistersdorf sind nicht nur für die Bewohner eine Bereicherung. Auch die lokale Bevölkerung profitiert von diesem tierischen Projekt. Familien, Kindergartengruppen und Besucher aus der Region nutzen das Gehege als Ort der Begegnung. Der Austausch zwischen den Generationen wird gefördert, und die Tiere dienen als Gesprächsanlass und Verbindungspunkt.
„Unser Hasengehege ist öffentlich zugänglich und ein beliebter Treffpunkt für Bewohnerinnen und Bewohner, Angehörige, Familien aus der Umgebung und auch Kindergartengruppen. Es ist ein Ort, an dem viele Generationen zusammenkommen und ein reger Austausch stattfindet“, erklärt Christoph Schneider, der kaufmännische Direktor des PBZ Zistersdorf.
Die Erfolgsgeschichte der Hasen im PBZ Zistersdorf könnte erst der Anfang sein. Experten sind sich einig, dass tiergestützte Therapie in Zukunft eine noch größere Rolle in der Pflege spielen wird. Die positiven Effekte auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Menschen sind unbestritten, und die Nachfrage nach solchen Angeboten wächst stetig.
Für das PBZ Zistersdorf ist der Erfolg des Hasengeheges ein Ansporn, weitere innovative Projekte zu entwickeln. Die Verantwortlichen planen bereits, das Konzept auf andere Einrichtungen in der Region auszuweiten und neue Tierarten in die Therapie einzubeziehen.
Die Unterstützung durch die niederösterreichische Landesregierung zeigt, dass tiergestützte Therapie nicht nur auf lokaler Ebene, sondern auch politisch von Bedeutung ist. Die Förderung solcher Projekte kann langfristig dazu beitragen, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern und die Pflegeeinrichtungen in Niederösterreich zu attraktiven Orten des Austauschs und der Begegnung zu machen.
„Zahlreiche Studien belegen, dass der Umgang mit Tieren durch das Auslösen von Glücksgefühlen positive Auswirkungen auf das Wohlbefinden und damit auf die Gesundheit hat“, so Pflegedirektorin Roxana Nicola. Diese Erkenntnisse werden in Zukunft eine noch wichtigere Rolle spielen, wenn es darum geht, die Herausforderungen der alternden Gesellschaft zu meistern.
Die Hasen im PBZ Zistersdorf sind mehr als nur eine Attraktion – sie sind ein Symbol für die Kraft der Natur und die Möglichkeiten, die sich durch innovative Pflegekonzepte eröffnen. Bleiben Sie dran, um mehr über die Entwicklungen in Zistersdorf und die Zukunft der tiergestützten Therapie zu erfahren.