Österreich steht vor einer grünen Revolution! Greenpeace hat mit der Kampagne “Österreichs 9 Betonschätze” eine Bewegung ins Leben gerufen, die das Land aus seiner grauen Umklammerung befreien soll. Am 5. Juni 2025 startete die zweite Runde dieser erfolgreichen Initiative unter dem Motto “Raus aus G
Österreich steht vor einer grünen Revolution! Greenpeace hat mit der Kampagne “Österreichs 9 Betonschätze” eine Bewegung ins Leben gerufen, die das Land aus seiner grauen Umklammerung befreien soll. Am 5. Juni 2025 startete die zweite Runde dieser erfolgreichen Initiative unter dem Motto “Raus aus Grau!”. Ziel ist es, öffentliche Flächen und Plätze, die unnötigerweise unter Asphalt und Beton versiegelt sind, in blühende Oasen zu verwandeln.
Beton und Asphalt sind nicht nur Symbole der Urbanisierung, sondern auch Verursacher von Hitzeinseln. Diese entstehen, wenn sich die versiegelten Flächen durch die Sonneneinstrahlung stark aufheizen und die Umgebungstemperatur erhöhen. Melanie Ebner, Expertin für Bodenschutz bei Greenpeace Österreich, erklärt: „Versiegelte Flächen heizen sich besonders schnell auf. Beton und Asphalt führen nicht nur zu Hitzeinseln, sondern lassen auch keinen Platz für tierische Stadtbewohner, wie Vögel, Bienen oder Schmetterlinge.“
Hitzeinseln sind ein wachsendes Problem in städtischen Gebieten weltweit. Die reflektierende Oberfläche von Asphalt und Beton trägt zur Erhöhung der Temperatur bei, was zu einem unangenehmen Mikroklima führt. Diese urbanen Wärmepunkte können die Temperaturen in Städten um bis zu 12 Grad Celsius im Vergleich zu ländlichen Gebieten erhöhen.
Mit der Kampagne “Österreichs 9 Betonschätze” ruft Greenpeace Menschen in allen Bundesländern auf, Flächen und Plätze zu nominieren, die unnötig versiegelt sind und dringend grüner werden müssen. Bis zum 26. August 2025 können Vorschläge unter act.gp/betonschaetze2025 eingereicht werden. Eine Fachjury wird die eingereichten Orte bewerten, und ein Online-Publikumsvoting entscheidet mit über die finalen Betonschätze.
Die Problematik der Bodenversiegelung ist nicht neu. Bereits im frühen 20. Jahrhundert begann der massive Ausbau von Infrastruktur und urbanen Gebieten, der zu einer erheblichen Versiegelung der Böden führte. In Österreich sind heute etwa 16 Prozent der Landesfläche versiegelt, was einer Fläche von rund 13.000 Quadratkilometern entspricht. Diese Flächen sind größtenteils mit Straßen, Gebäuden und Parkplätzen bedeckt.
Historisch betrachtet, war die Bodenversiegelung ein notwendiger Schritt zur Modernisierung und Urbanisierung. In den letzten Jahrzehnten hat sich jedoch das Bewusstsein für die negativen Auswirkungen auf das Klima und die Biodiversität geschärft. In den 1980er Jahren begann der Umweltschutz in Österreich an Bedeutung zu gewinnen, und Initiativen zur Entsiegelung von Flächen wurden zunehmend populär.
Die Umwandlung versiegelter Flächen in Grünflächen bietet zahlreiche Vorteile. Neben der Reduzierung von Hitzeinseln tragen Grünflächen zur Verbesserung der Luftqualität bei, indem sie Kohlendioxid absorbieren und Sauerstoff freisetzen. Sie bieten Lebensraum für zahlreiche Tierarten und fördern die Biodiversität in urbanen Gebieten.
Ebner betont: „Wo mehr Grün gefordert wird, müssen Städte und Gemeinden Beton aufbrechen und die Natur zurückholen. Natur vor der Haustüre wirkt sich positiv auf die Anwohnenden aus: Vogelgezwitscher und kühlender Baumschatten statt Hitze und graue Asphaltwüste.“
Internationale Beispiele zeigen, dass die Umwandlung von Betonwüsten in Grünflächen möglich und erfolgreich ist. In der Stadt Medellín in Kolumbien wurde ein umfassendes Grünflächenprojekt umgesetzt, das die Temperaturen in der Stadt signifikant senkte. Auch in New York City hat die Initiative „Million Trees NYC“ zur Pflanzung von einer Million Bäumen beigetragen, was die Lebensqualität in der Stadt erheblich verbessert hat.
Die Beteiligung der Bürger ist ein wesentlicher Bestandteil der Greenpeace-Initiative. Durch das Nominieren von Flächen können Bürger aktiv zur Veränderung ihrer Umgebung beitragen. Diese partizipative Herangehensweise stärkt das Gemeinschaftsgefühl und das Bewusstsein für ökologische Themen.
Ein fiktiver Experte, Dr. Johannes Grünwald, Stadtökologe, erklärt: „Die Einbindung der Bürger ist entscheidend für den Erfolg solcher Projekte. Wenn Menschen sehen, dass ihre Vorschläge ernst genommen werden und tatsächlich Veränderungen bewirken, steigt ihre Bereitschaft, sich langfristig für eine grünere Stadt zu engagieren.“
Die Kampagne “Österreichs 9 Betonschätze” ist ein Schritt in Richtung einer nachhaltigeren und lebenswerteren Zukunft. Wenn die Städte und Gemeinden den Handlungsauftrag ernst nehmen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen, könnte Österreich in wenigen Jahren als Vorreiter im Bereich der urbanen Begrünung gelten.
Die Entsiegelung von Flächen und die Schaffung neuer Grünflächen könnte auch wirtschaftliche Vorteile mit sich bringen. Studien zeigen, dass grüne Städte attraktivere Wohn- und Arbeitsumgebungen bieten, was zu einem Anstieg der Immobilienwerte und einer Belebung des lokalen Handels führt.
Melanie Ebner fasst zusammen: „Gemeinsam bringen wir Österreich raus aus Grau! Jede Pflanze, jeder Baum und jede Blume zählt. Lassen Sie uns gemeinsam an einem grüneren Österreich arbeiten.“
Angesichts der Klimakrise und der zunehmenden Urbanisierung ist die Entsiegelung von Flächen eine dringende Notwendigkeit. Die Greenpeace-Kampagne bietet eine Plattform, um diese Herausforderung anzugehen und Österreichs Städte in grüne Paradiese zu verwandeln. Mit der Unterstützung der Bürger und dem politischen Willen der Gemeinden kann dies gelingen. Österreich hat die Chance, ein Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung zu werden.
Für weitere Informationen und die Möglichkeit, Flächen zu nominieren, besuchen Sie act.gp/betonschaetze2025.