Am 14. November 2025 wurde in St. Pölten eine bahnbrechende Kooperation zwischen dem Landesklinikum Mödling und dem Pflege- und Betreuungszentrum Mödling bekanntgegeben. Diese Zusammenarbeit setzt neue Maßstäbe in der geriatrischen Ausbildung und zeigt, wie wichtig eine integrierte Versorgung ältere
Am 14. November 2025 wurde in St. Pölten eine bahnbrechende Kooperation zwischen dem Landesklinikum Mödling und dem Pflege- und Betreuungszentrum Mödling bekanntgegeben. Diese Zusammenarbeit setzt neue Maßstäbe in der geriatrischen Ausbildung und zeigt, wie wichtig eine integrierte Versorgung älterer Menschen ist. Mit der steigenden Lebenserwartung in Österreich wird die geriatrische Kompetenz immer bedeutender. Diese Initiative zielt darauf ab, die Facharztausbildung zum Geriater in einer innovativen Struktur umzusetzen.
Die Geriatrie, auch Altersmedizin genannt, beschäftigt sich mit der Gesundheit und den Krankheiten älterer Menschen. Sie umfasst die Prävention, Diagnose, Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen im Alter. In Österreich gewinnt dieser Bereich zunehmend an Bedeutung, da die Bevölkerung altert. Die geriatrische Versorgung erfordert ein umfassendes Verständnis der physischen, psychischen und sozialen Aspekte des Alterns.
Die Geriatrie hat sich in den letzten Jahrzehnten stark entwickelt. In den 1980er Jahren begann man, die spezifischen Bedürfnisse älterer Menschen in der Medizin zu erkennen. Seitdem wurden zahlreiche geriatrische Abteilungen in Krankenhäusern eingerichtet. In Niederösterreich wurde bereits früh auf die Bedeutung der Geriatrie hingewiesen, was zur Gründung spezialisierter Einrichtungen führte.
Die Kooperation zwischen dem Landesklinikum Mödling und dem PBZ Mödling ist österreichweit einzigartig. Sie ermöglicht eine praxisnahe Ausbildung, die Theorie und Praxis der Akutmedizin und Langzeitpflege vereint. Diese Struktur bietet jungen Medizinern eine umfassende Ausbildung und bereitet sie auf die Herausforderungen der modernen Geriatrie vor.
Während Niederösterreich mit dieser Kooperation eine Vorreiterrolle einnimmt, gibt es in anderen Bundesländern ähnliche Bestrebungen. In Wien und der Steiermark wurden ebenfalls Initiativen zur Verbesserung der geriatrischen Versorgung gestartet. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz zeigt sich, dass Österreich in diesem Bereich gut aufgestellt ist, jedoch noch Potenzial zur Weiterentwicklung hat.
Die neue Ausbildungspartnerschaft hat direkte Auswirkungen auf die Bevölkerung. Durch die verbesserte Ausbildung der Geriater wird die Qualität der Versorgung älterer Menschen gesteigert. Ein Beispiel ist die schnellere und gezieltere Behandlung altersbedingter Erkrankungen, was die Lebensqualität der Betroffenen erheblich verbessert.
In Österreich leben derzeit etwa 1,8 Millionen Menschen über 65 Jahre. Diese Zahl wird in den nächsten Jahrzehnten weiter steigen. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, sind Initiativen wie die in Mödling unerlässlich. Studien zeigen, dass gut ausgebildete Geriater die Gesundheitskosten senken können, indem sie präventive Maßnahmen fördern und Krankenhausaufenthalte reduzieren.
Dr. Silvia Bodi, MSc, Geschäftsführerin der Gesundheit Thermenregion, betont die Bedeutung dieser Initiative. Sie sieht darin einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der geriatrischen Versorgung in Niederösterreich. Auch Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister lobt die Kooperation als zukunftsweisend.
Die Zukunft der Geriatrie in Österreich sieht vielversprechend aus. Mit der steigenden Lebenserwartung wird die Nachfrage nach spezialisierten Fachkräften weiter zunehmen. Die Kooperation in Mödling könnte als Modell für andere Regionen dienen und die geriatrische Versorgung landesweit verbessern.
Die Kooperation zwischen dem Landesklinikum Mödling und dem PBZ Mödling ist ein bedeutender Schritt in der geriatrischen Ausbildung in Österreich. Sie bietet eine praxisnahe Ausbildung und verbessert die Versorgung älterer Menschen. Diese Initiative könnte als Vorbild für andere Regionen dienen und die geriatrische Versorgung in Österreich nachhaltig verbessern. Interessierte können weitere Informationen über die Gesundheit Thermenregion und die geriatrische Ausbildung auf der offiziellen Website finden.