Die Arbeitswelt steht vor einem Paradigmenwechsel, und das nicht zuletzt dank der Generationen Z und Alpha. Diese jungen Menschen, die zwischen 1997 und 2025 geboren wurden, fordern eine neue Art der Führung und des Recruitings. Eine aktuelle Studie von hokify und der FHWien der WKW zeigt, dass trad
Die Arbeitswelt steht vor einem Paradigmenwechsel, und das nicht zuletzt dank der Generationen Z und Alpha. Diese jungen Menschen, die zwischen 1997 und 2025 geboren wurden, fordern eine neue Art der Führung und des Recruitings. Eine aktuelle Studie von hokify und der FHWien der WKW zeigt, dass traditionelle Bewerbungselemente wie das Motivationsschreiben ausgedient haben. Doch was bedeutet das für Unternehmen und Bewerber gleichermaßen?
Die Generation Z und Alpha sind mit Smartphones und einer permanenten Vernetzung aufgewachsen. Für sie ist die digitale Welt nicht nur ein Teil des Lebens, sondern das Leben selbst. Alles, was sie tun, ist digitalisiert – von der Kommunikation bis zur Bewerbung. Diese Generation erwartet, dass auch der Bewerbungsprozess digital und unkompliziert ist. Die One-Click-Bewerbung ist dabei nicht nur ein Wunsch, sondern eine Erwartungshaltung.
Traditionelle Bewerbungselemente wie das Motivationsschreiben sind für die Generation Z und Alpha nicht mehr zeitgemäß. Diese jungen Menschen legen Wert auf Schnelligkeit und Effizienz, die durch künstliche Intelligenz (KI) ermöglicht werden. KI kann den Bewerbungsprozess beschleunigen, indem sie Bewerbungen vorsortiert und analysiert. Doch dieser technische Fortschritt entzieht dem Motivationsschreiben seine Wertigkeit. Die Persönlichkeit eines Bewerbers wird nicht mehr durch einen langen Text vermittelt, sondern durch schnelle, digitale Interaktionen.
Unternehmen müssen sich anpassen, um junge Talente nicht zu verlieren. Die Studie zeigt, dass Unternehmen, die auf mobil optimierte Bewerbungsprozesse setzen, im Vorteil sind. Eine transparente und wertschätzende Ansprache ist dabei Pflicht. Junge Menschen wollen ernst genommen werden und erwarten eine schnelle Rückmeldung. Ghosting, also das plötzliche Abbrechen der Kommunikation seitens des Unternehmens, ist für sie eine große Enttäuschung.
Ein weiteres Ergebnis der Studie ist die neue Erwartungshaltung an Führungskräfte. 94 % der Befragten fordern Vertrauen und Autonomie, während 85 % gleichzeitig klare Anweisungen erwarten. Diese scheinbar widersprüchlichen Anforderungen führen zu einem neuen Führungsstil: dem 'Servant Leadership'. Führungskräfte sollen als Mentoren und Coaches agieren, klare Ziele setzen, aber Freiheit bei der Umsetzung gewähren.
Ein oft übersehener Faktor bei der Berufswahl der jungen Generation sind die Eltern. Sie fungieren als Vorbilder und öffnen Türen zu Praktika und Jobs. Unternehmen sollten Eltern aktiv als Partner einbeziehen, etwa durch gemeinsame Schnuppertage oder Informationsangebote. Dies könnte den Zugang zu jungen Talenten erleichtern.
Die Studie zeigt, dass die Generation Z und Alpha die Arbeitswelt nachhaltig verändern werden. Unternehmen, die sich nicht anpassen, riskieren, junge Talente zu verlieren. Die Anforderungen an Führungskräfte und die Erwartungen an den Bewerbungsprozess werden sich weiterentwickeln. Eine personalisierte, digitale und schnelle Kommunikation wird entscheidend sein, um im Wettbewerb um die besten Köpfe zu bestehen.
Insgesamt offenbart die Studie von hokify und der FHWien der WKW, dass die Generationen Z und Alpha die Arbeitswelt auf den Kopf stellen. Unternehmen müssen sich anpassen, um im Rennen um die besten Talente nicht zurückzufallen. Die Zukunft der Arbeit ist digital, schnell und persönlich – und das ist erst der Anfang.
Quelle: hokify