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Eurovision 2026: Österreich startet als Nummer 25 im Finale

17. März 2026 um 14:36
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Ein historischer Moment für Österreich: Beim Head of Delegation-Meeting am 17. März 2026 in Wien wurde die Startnummer für das ESC-Finale ausgelost. Mit der Nummer 25 wird COSMÓ mit „Tanzschein" de

Ein historischer Moment für Österreich: Beim Head of Delegation-Meeting am 17. März 2026 in Wien wurde die Startnummer für das ESC-Finale ausgelost. Mit der Nummer 25 wird COSMÓ mit „Tanzschein" den 70. Eurovision Song Contest als finaler Act beschließen – eine Position, die sowohl Fluch als auch Segen sein kann.

Die Bedeutung der Startnummer beim Eurovision Song Contest

Die Startnummer beim Eurovision Song Contest ist mehr als nur eine organisatorische Notwendigkeit – sie kann über Sieg oder Niederlage entscheiden. Statistiken der letzten Jahrzehnte zeigen deutliche Trends: Acts in der ersten Hälfte der Running Order haben es traditionell schwerer, im Gedächtnis der Zuschauer und Jurys zu bleiben. Die sogenannte „Recency Effect" besagt, dass Lieder, die später im Abend gespielt werden, besser in Erinnerung bleiben.

Mit Startnummer 25 befindet sich Österreich in einer psychologisch vorteilhaften Position. Der finale Auftritt bedeutet, dass „Tanzschein" der letzte Song ist, den sowohl das Publikum als auch die professionellen Jurys vor der Punktevergabe hören. Diese Position haben in der ESC-Geschichte bereits mehrere Gewinner eingenommen, darunter ABBA 1974 mit „Waterloo" oder Céline Dion 1988 für die Schweiz.

COSMÓs „Tanzschein" – Ein Song mit Potenzial

COSMÓ, der österreichische Vertreter beim Eurovision Song Contest 2026, hat mit „Tanzschein" einen Titel gewählt, der bereits vor der offiziellen Präsentation für Diskussionen sorgt. Der deutschsprachige Titel ist ein mutiger Schritt in einer Zeit, in der viele ESC-Teilnehmer auf englische Songs setzen. Deutschsprachige Beiträge hatten beim Eurovision Song Contest eine wechselhafte Geschichte – während Lena Meyer-Landrut 2010 mit „Satellite" triumphierte, kämpften viele deutsche Titel um internationale Anerkennung.

Die Wahl eines deutschen Titels für Österreich ist besonders interessant, da das Land in der Vergangenheit sowohl mit deutsch- als auch englischsprachigen Songs erfolgreich war. Conchita Wurst gewann 2014 mit „Rise Like a Phoenix" auf Englisch, während Österreich auch mit deutschsprachigen Beiträgen punkten konnte. „Tanzschein" könnte eine Rückbesinnung auf österreichische Musikalität und Kultur darstellen.

Wien als Gastgeberstadt: Vorbereitung auf das größte Musikevent Europas

Das Head of Delegation-Meeting in Wien markiert einen wichtigen Meilenstein in der Vorbereitung des Eurovision Song Contest 2026. Die österreichische Hauptstadt, die bereits 2015 erfolgreich den ESC ausrichtete, bereitet sich erneut auf das größte nicht-sportliche TV-Event der Welt vor. Damals verfolgten über 197 Millionen Zuschauer weltweit das Spektakel in der Wiener Stadthalle.

Die Stadthalle Wien, die erneut als Austragungsort dient, bietet Platz für etwa 16.000 Zuschauer und verfügt über modernste Technik. Seit der letzten ESC-Austragung wurden weitere technische Verbesserungen vorgenommen, um den gestiegenen Anforderungen an Licht- und Bühnentechnik gerecht zu werden. Die Halle ist bekannt für ihre exzellente Akustik und hat bereits zahlreiche internationale Großveranstaltungen beherbergt.

Die Planungen für 2026 umfassen nicht nur das Finale am 16. Mai, sondern auch die beiden Halbfinale sowie die Opening Ceremony. Die EBU (European Broadcasting Union) arbeitet eng mit dem ORF zusammen, um sicherzustellen, dass alle technischen und logistischen Aspekte reibungslos ablaufen. Dabei werden Erfahrungen aus vergangenen ESCs, insbesondere aus Liverpool 2023 und Malmö 2024, eingebunden.

Maskottchen Auri: Symbol für den ESC 2026

Ein besonderer Moment des Head of Delegation-Meetings war die Unterstützung der Startnummern-Auslosung durch das neue ESC-Maskottchen Auri. Das Maskottchen, dessen vollständige Präsentation für den 19. März geplant ist, soll die Identität des Eurovision Song Contest 2026 in Wien prägen. ESC-Maskottchen haben eine lange Tradition und dienen als Erkennungszeichen für das jeweilige Jahr.

Frühere Maskottchen wie Måns Zelmerlöw's „Heroes"-Symbol oder der Phoenix von Conchita Wurst wurden zu ikonischen Elementen ihrer jeweiligen ESC-Jahre. Auri wird voraussichtlich nicht nur bei der TV-Übertragung eine Rolle spielen, sondern auch in der Merchandise-Vermarktung und bei Fan-Events in Wien. Die Wahl des Namens „Auri" könnte auf das lateinische Wort für „golden" hindeuten, was zu Wien als „Goldene Stadt" passen würde.

Österreichs ESC-Geschichte: Zwischen Triumph und Enttäuschung

Österreich blickt auf eine bewegte Eurovision-Geschichte zurück. Der größte Triumph war zweifellos Conchita Wursts Sieg 2014 mit „Rise Like a Phoenix

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