In Wien wurde am 10. Dezember 2025 ein bedeutender Schritt in der Palliativversorgung gesetzt. Das Haus der Barmherzigkeit eröffnete sein erstes Hospiz, das Hospiz Camillus, im Stadtteil Ottakring. Diese Einrichtung, die vom Fonds Soziales Wien gefördert wird, bietet acht Plätze für Menschen mit unh
In Wien wurde am 10. Dezember 2025 ein bedeutender Schritt in der Palliativversorgung gesetzt. Das Haus der Barmherzigkeit eröffnete sein erstes Hospiz, das Hospiz Camillus, im Stadtteil Ottakring. Diese Einrichtung, die vom Fonds Soziales Wien gefördert wird, bietet acht Plätze für Menschen mit unheilbaren Erkrankungen und ist ein wichtiger Baustein in der Hospizversorgung der Stadt. Die Eröffnung fällt in das 150. Jubiläumsjahr des Hauses der Barmherzigkeit, das seit seiner Gründung im Jahr 1875 eine zentrale Rolle in der Pflege und Betreuung chronisch kranker Menschen spielt.
Das Hospiz Camillus in Wien-Ottakring wurde mit dem Ziel eröffnet, Menschen in ihrer letzten Lebensphase eine ganzheitliche und würdevolle Betreuung zu bieten. Die Einrichtung ist Teil einer umfassenden Strategie der Stadt Wien, die Kapazitäten im Hospizbereich auszubauen und die Umsetzung des Hospiz- und Palliativfondsgesetzes voranzutreiben. Gesundheitsstadtrat Peter Hacker betonte bei der Eröffnung, dass Wien in diesem Bereich eine Vorreiterrolle einnimmt.
Die Hospizbewegung in Österreich begann in den 1980er Jahren und hat sich seitdem stetig weiterentwickelt. Ursprünglich aus der Notwendigkeit heraus entstanden, Menschen in der letzten Lebensphase nicht allein zu lassen, hat sich die Hospizversorgung zu einem integralen Bestandteil des Gesundheitswesens entwickelt. Im Vergleich zu Deutschland und der Schweiz hat Österreich in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gemacht, insbesondere durch die gesetzliche Verankerung der Hospiz- und Palliativversorgung.
Während Deutschland bereits frühzeitig ein umfassendes Netz von Hospizen und Palliativstationen aufgebaut hat, lag der Fokus in der Schweiz lange Zeit auf der Integration palliativmedizinischer Angebote in bestehende Krankenhäuser. Österreich hat in den letzten Jahren aufgeholt und durch gezielte gesetzliche Maßnahmen und Förderungen, wie sie auch in Wien umgesetzt werden, die Versorgung deutlich verbessert.
Die Eröffnung des Hospiz Camillus hat direkte Auswirkungen auf die Bewohner Wiens. Für Menschen mit unheilbaren Erkrankungen und ihre Angehörigen bietet das Hospiz einen Ort der Geborgenheit und professionellen Betreuung. Ein interdisziplinäres Team aus Medizin, Pflege und Therapie sorgt dafür, dass die Bewohner*innen in ihrer letzten Lebensphase bestmöglich begleitet werden. Die Einrichtung von Einzelzimmern und einem großzügigen Aufenthaltsbereich mit Terrasse schafft eine Atmosphäre der Ruhe und Würde.
In Wien gibt es derzeit mehrere Hospizeinrichtungen, die zusammen eine wichtige Rolle in der Palliativversorgung der Stadt spielen. Das neue Hospiz Camillus erweitert diese Kapazitäten um acht Plätze, die dringend benötigt werden. Laut aktuellen Statistiken steigt der Bedarf an Palliativversorgung kontinuierlich, was die Bedeutung solcher Einrichtungen unterstreicht.
Die Eröffnung des Hospiz Camillus ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch es bleibt noch viel zu tun. In Zukunft wird es entscheidend sein, das Netz der Hospiz- und Palliativversorgung weiter auszubauen und die Angebote noch besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung abzustimmen. Die Stadt Wien plant, in den kommenden Jahren weitere Einrichtungen zu eröffnen und die Zusammenarbeit mit gemeinnützigen Organisationen wie dem Haus der Barmherzigkeit zu intensivieren.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Eröffnung des Hospiz Camillus ein wichtiger Meilenstein für die Pflege in Wien darstellt. Es zeigt, dass die Stadt und ihre Partner entschlossen sind, die Lebensqualität von Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu verbessern. Weitere Informationen zur Eröffnung und den Angeboten des Hauses der Barmherzigkeit finden Sie auf deren Website.