Wien, 31. Oktober 2025 – Drei Jahrzehnte nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union hat sich die Bildungslandschaft für die Tourismusschulen MODUL in Wien grundlegend verändert. Dank des Erasmus+ Programms, einem der Flaggschiff-Initiativen der EU, haben Schüler die Möglichkeit, ihre Ausbi
Wien, 31. Oktober 2025 – Drei Jahrzehnte nach dem Beitritt Österreichs zur Europäischen Union hat sich die Bildungslandschaft für die Tourismusschulen MODUL in Wien grundlegend verändert. Dank des Erasmus+ Programms, einem der Flaggschiff-Initiativen der EU, haben Schüler die Möglichkeit, ihre Ausbildung über die Landesgrenzen hinaus zu erweitern. Dieses Programm, das ursprünglich 1987 ins Leben gerufen wurde, hat sich zu einem wesentlichen Bestandteil der europäischen Bildungspolitik entwickelt.
Die Tourismusschulen MODUL, eine der renommiertesten Ausbildungsstätten für Tourismus in Österreich, nutzen das Erasmus+ Programm, um ihren Schülern wertvolle internationale Erfahrungen zu bieten. Bereits 40 Schüler haben im Jahr 2025 die Möglichkeit genutzt, Praktika in verschiedenen europäischen Ländern zu absolvieren. Von der Ostsee bis nach Barcelona und von den Schweizer Alpen bis zu den Flusskreuzfahrten zwischen Belgien und den Niederlanden – die Schüler sammeln nicht nur Berufserfahrung, sondern auch kulturelle und sprachliche Kompetenzen.
„Erasmus+ macht solche Sommererlebnisse möglich“, erklärt Werner Schnabl, Direktor der Tourismusschulen MODUL. „Die Förderung, die je nach Gastland und Aufenthaltsdauer variiert, macht internationale Praxis planbarer und leistbarer.“ Diese Aussage unterstreicht die Bedeutung von Erasmus+ als Instrument zur Förderung der Mobilität und der beruflichen Entwicklung.
Die Schüler der Tourismusschulen MODUL erleben Europa als ihr Klassenzimmer. Die Möglichkeit, in verschiedenen Ländern zu arbeiten, bietet ihnen einen einzigartigen Einblick in die europäische Kultur und Arbeitsweise. Franziska und Anna, zwei Schüler des MODUL, betreuten Gäste im 5-Sterne-Hotel Ahlbecker Hof an der Ostsee. „Jeden Tag neue Gäste, neue Situationen – das war richtig aufregend!“, berichten sie begeistert.
In Südtirol sammelte Johann wertvolle Erfahrungen im ***** Hotel Castel, während Johannes im Lido Küche, Bar und Events rockte. „Meine Italienischkenntnisse sind besser geworden – und meine Waden auch!“, scherzt Johann. Diese persönlichen Geschichten zeigen, wie Erasmus+ nicht nur die berufliche, sondern auch die persönliche Entwicklung fördert.
Der wirtschaftliche Nutzen des Erasmus+ Programms ist nicht zu unterschätzen. Laut einer Studie der Europäischen Kommission trägt Erasmus+ erheblich zur Steigerung der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen bei. Die Teilnehmer des Programms haben eine um 23% höhere Chance, innerhalb eines Jahres nach Abschluss ihrer Ausbildung eine Anstellung zu finden, als ihre Kollegen ohne Auslandserfahrung.
Die Tourismusbranche, die stark von gut ausgebildeten Fachkräften abhängt, profitiert enorm von den durch Erasmus+ ermöglichten Praktika. Die Schüler bringen nicht nur neue Ideen und Perspektiven in ihre Heimatländer zurück, sondern tragen auch zur internationalen Vernetzung der Branche bei.
Politisch gesehen ist das Erasmus+ Programm ein bedeutendes Instrument zur Förderung der europäischen Integration. Durch den Austausch von Schülern und Lehrkräften wird ein europäisches Bewusstsein geschaffen, das die kulturelle Vielfalt und die gemeinsamen Werte der EU stärkt. „Erasmus verbindet. Wenn Menschen über Grenzen hinweg miteinander lernen und leben, wächst ein europäischer Geist der Zusammengehörigkeit, der ein respektvolles Miteinander und damit ein friedvolles Zusammenleben stärkt“, betont MODUL Direktor Werner Schnabl.
Die Zukunft von Erasmus+ sieht vielversprechend aus. Die Europäische Kommission plant, die Mittel für das Programm in den kommenden Jahren zu erhöhen, um noch mehr Schülern und Studierenden die Möglichkeit zu geben, von den Vorteilen internationaler Bildung zu profitieren. Dies wird nicht nur den einzelnen Teilnehmern zugutekommen, sondern auch zur Stärkung der europäischen Wirtschaft und Gesellschaft beitragen.
„Europa macht unseren Bildungsauftrag greifbar: Unsere Schüler erleben Gastfreundschaft, Servicequalität und Teamwork dort, wo sie entstehen – vor Ort in Europas Top-Tourismusregionen und Betrieben. Das prägt, motiviert und öffnet berufliche Perspektiven“, erklärt Alexandra Hackl, Leiterin der Wirtschaftlichen Bildung an den Tourismusschulen MODUL.
Der Beitritt Österreichs zur EU vor 30 Jahren hat sich als großer Gewinn für den Wirtschaftsstandort Wien erwiesen. Jährlich profitieren 95.000 Arbeitsplätze und ein Wohlstandsgewinn von 6,7 Milliarden Euro von der Mitgliedschaft. Die Wirtschaftskammer Wien hebt hervor, dass seit dem Beitritt 3.200 internationale Ansiedlungen mit einem Investitionsvolumen von 5,8 Milliarden Euro realisiert wurden.
Diese wirtschaftlichen Erfolge zeigen, wie wichtig die EU-Mitgliedschaft für Österreich ist. Die EU bietet nicht nur wirtschaftliche Vorteile, sondern auch die Möglichkeit, durch Programme wie Erasmus+ die Bildung und Ausbildung junger Menschen zu fördern.
Erasmus+ ist mehr als nur ein Bildungsprogramm. Es ist ein Symbol für die europäische Integration und den Austausch zwischen den Kulturen. Für die Schüler der Tourismusschulen MODUL ist es eine einmalige Gelegenheit, ihre Fähigkeiten zu erweitern und ihre Karrierechancen zu verbessern. In einer Zeit, in der globale Vernetzung und interkulturelles Verständnis immer wichtiger werden, ist Erasmus+ ein unverzichtbares Werkzeug für die Zukunft Europas.
Weitere Informationen zum Erasmus+ Programm und den Erfahrungen der MODUL-Schüler finden Sie auf der Website der Wirtschaftskammer Wien.