Die Fachhochschule Kärnten setzt mit ihrem neuen Projekt ACTIVE Campus ein beeindruckendes Zeichen für die Zukunft der Hochschullehre. In einer Zeit, in der Studierende zunehmend unter den Folgen eines sitzenden Lebensstils leiden, bringt dieses Projekt frischen Wind in den Studienalltag. Doch was s
Die Fachhochschule Kärnten setzt mit ihrem neuen Projekt ACTIVE Campus ein beeindruckendes Zeichen für die Zukunft der Hochschullehre. In einer Zeit, in der Studierende zunehmend unter den Folgen eines sitzenden Lebensstils leiden, bringt dieses Projekt frischen Wind in den Studienalltag. Doch was steckt wirklich hinter dieser Bewegungsoffensive?
Studierende verbringen laut interner Befragungen durchschnittlich über 7,5 Stunden täglich sitzend. Ein Viertel der Befragten gibt sogar an, mehr als 8 Stunden zu sitzen – ein Wert, der sich mit anderen Hochschulen deckt. Diese inaktive Lebensweise führt zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen, von Verspannungen und Rückenschmerzen bis hin zu erhöhtem Stresserleben, Angst und depressiven Symptomen.
Der menschliche Körper ist nicht für langes Sitzen gemacht. Die Evolution hat uns als Jäger und Sammler geformt, die sich viel bewegen. Langes Sitzen kann den Stoffwechsel verlangsamen, die Muskeln schwächen und die Durchblutung beeinträchtigen. All dies trägt zu einem erhöhten Risiko für chronische Erkrankungen bei.
Das Projekt ACTIVE Campus, das vom 1. Oktober 2025 bis zum 31. Oktober 2027 läuft, zielt darauf ab, Bewegung und Natur systematisch in den Studienalltag zu integrieren. Unterstützt wird es von der internen Lehr-Lernförderung der FH Kärnten. Andrea Limarutti, die Verantwortliche für das Studentische Gesundheitsmanagement, leitet das Projekt.
ACTIVE Campus verfolgt zwei zentrale Ziele:
Das Herzstück von ACTIVE Campus sind konkrete Maßnahmen und Formate, die Lehrende und Studierende inspirieren und befähigen, Bewegung und Natur in ihre Lehr- und Lernpraxis zu integrieren. Ein interdisziplinäres Projektteam, bestehend aus Mitgliedern der Fakultät für Gesundheit und Soziales, der Fakultät für Bauingenieurwesen, Architektur, Nachhaltiges Immobilienmanagement und der FH Kärnten Academy, treibt dieses Vorhaben voran.
„Bewegung in der Lehre klingt einfach – ist aber ein echter Kulturwandel. Es braucht Mut, Kreativität und vor allem Zusammenarbeit“, betont Projektleiterin Andrea Limarutti. Mit ACTIVE Campus entsteht ein neues Lehr- und Lernparadigma – interdisziplinär, gesundheitsfördernd und nachhaltig.
Für die Studierenden bedeutet dies eine deutliche Verbesserung ihrer Lebensqualität. Durch die Reduzierung der Sitzzeiten und die Einbindung von Bewegung und Natur in den Studienalltag können sie nicht nur ihre Gesundheit verbessern, sondern auch ihre akademische Leistung steigern. Studien haben gezeigt, dass körperliche Aktivität die Konzentration und das Gedächtnis verbessert, was sich positiv auf die Lernergebnisse auswirkt.
Mit diesem innovativen Ansatz positioniert sich die FH Kärnten als Vorreiterin für eine bewegte, naturverbundene und gesundheitsförderliche Hochschullehre in Österreich. Andere Hochschulen könnten diesem Beispiel folgen und ähnliche Initiativen starten, um die Gesundheit und das Wohlbefinden ihrer Studierenden zu fördern.
Die Frage, wie sich die Hochschullehre in den kommenden Jahren entwickeln wird, ist spannend. Projekte wie ACTIVE Campus könnten den Grundstein für eine neue Art des Lernens legen, die nicht nur auf akademische Exzellenz, sondern auch auf das Wohlbefinden der Studierenden abzielt. In einer Welt, die sich zunehmend auf Technologie und Digitalisierung konzentriert, könnte die Rückkehr zur Natur und zur Bewegung ein entscheidender Schritt sein, um ein Gleichgewicht zu schaffen.
Die FH Kärnten hat mit ACTIVE Campus einen mutigen Schritt gewagt, der weitreichende Auswirkungen auf die Hochschullehre haben könnte. Es bleibt abzuwarten, wie andere Institutionen auf diesen innovativen Ansatz reagieren werden.
Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der offiziellen Webseite der FH Kärnten unter diesem Link.