UNIQA: Höheres Ergebnis im ersten Halbjahr 2026 bestätigt
Prämienwachstum, stärkere Finanzerträge und bestätigter Jahresausblick laut Halbjahresbericht
UNIQA meldet für H1 2026 Prämien von 4,9 Mrd. Euro, Ergebnis vor Steuern 327 Mio. Euro und bestätigt Ausblick von 540–570 Mio. Euro.
Die UNIQA Insurance Group AG hat für das erste Halbjahr 2026 einen Anstieg der verrechneten Prämien um 12,0 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro gemeldet. Nach den vorgelegten Zahlen stieg das Ergebnis vor Steuern um 10,5 Prozent auf 327 Millionen Euro, das Konzernergebnis netto wuchs um 11,1 Prozent auf 258 Millionen Euro.
Die Gruppe weist in ihrer Aussendung eine Combined Ratio netto von 91,6 Prozent aus. Das Finanzergebnis hat sich de facto auf 176 Millionen Euro verdoppelt, das Kapitalanlageergebnis lag bei 587 Millionen Euro. UNIQA bestätigt auf Basis des Halbjahresverlaufs den positiven Ausblick für 2026 mit einem erwarteten Ergebnis vor Steuern zwischen 540 Millionen und 570 Millionen Euro.
UNIQA-Halbjahreszahlen 2026 im Überblick
Die Kerndaten des Halbjahresberichts nennt UNIQA klar: Verrechnete Prämien 4,9 Milliarden Euro (plus 12,0 Prozent), Ergebnis vor Steuern 327 Millionen Euro (plus 10,5 Prozent) sowie ein Konzernergebnis netto von 258 Millionen Euro (plus 11,1 Prozent). Die Earnings per Share erhöhten sich dabei von 76 auf 84 Cent.
Wesentliche Ergänzungen in der Aussendung betreffen das Verhältnis von Kapital- zu Versicherungsergebnissen: Das Kapitalanlageergebnis stieg um 46,7 Prozent auf 587 Millionen Euro, während das versicherungstechnische Ergebnis leicht um 4,9 Prozent auf 360 Millionen Euro sank. Die regulatorische Kapitalquote nach Solvency II blieb nahezu unverändert bei 271 Prozent (31. Dezember 2025: 275 Prozent).
Erfolgsfaktor Diversifikation
UNIQA führt den positiven Halbjahresverlauf in der Mitteilung auf die breite Aufstellung in den Kernmärkten Österreich und Zentral- und Osteuropa (CEE) sowie auf die Diversifikation über Sach-, Lebens- und Gesundheitsversicherung zurück. In der Aussendung wird zudem das gut verlaufende Geschäft der Rückversicherung UNIQA Re in Zürich hervorgehoben.
Zur Rolle der CEE-Märkte schreibt UNIQA, dass diese weiterhin attraktiv bleiben und die Volkswirtschaften dort dynamischer als in der Eurozone wachsen. In den internationalen Märkten verzeichnete die Gruppe ein profitables Prämienwachstum von 6,9 Prozent, das Österreich-Geschäft wuchs im Halbjahr um 4,2 Prozent.
Signifikante Wachstumsbeiträge in allen Segmenten
Das größte Segment, die Schaden- und Unfallversicherung, machte laut Mitteilung rund zwei Drittel der Prämien aus und steigerte die verrechneten Prämien um 16,2 Prozent auf 3.163 Millionen Euro (1–6/2025: 2.723 Millionen Euro). UNIQA weist darauf hin, dass das externe Geschäftsvolumen der Rückversicherung UNIQA Re in Zürich einen wesentlichen Anteil an diesem Wachstum hatte.
Die Gesundheitsversicherung verzeichnete ein Prämienwachstum von 7,9 Prozent auf 875 Millionen Euro (1–6/2025: 811 Millionen Euro) und steigerte ihr Ergebnis deutlich auf 24 Millionen Euro (1–6/2025: 5 Millionen Euro). In der Lebensversicherung erhöhten sich die verrechneten Prämien inklusive Sparanteile um 2,6 Prozent auf 886 Millionen Euro (1–6/2025: 863 Millionen Euro); der Ergebnisbeitrag vor Steuern verbesserte sich auf 126 Millionen Euro (1–6/2025: 108 Millionen Euro).
Contractual Service Margin und Bilanzpositionen
Die Mitteilung nennt die Contractual Service Margin (vertragliche Servicemarge) als seit Einführung von IFRS 17 neue Bilanzposition: Sie erhöhte sich auf 6.317 Millionen Euro (1. Jänner 2026: 5.879 Millionen Euro). UNIQA beschreibt diese Position als Darstellung der in Zukunft erwarteten Gewinne aus Versicherungsverträgen.
Weitere ausgewiesene Kennzahlen sind das versicherungstechnische Ergebnis von 360 Millionen Euro und das deutlich verbesserte Kapitalanlageergebnis von 587 Millionen Euro. Das Finanzergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 176 Millionen Euro verdoppelt (1–6/2025: 88 Millionen Euro).
Begriffe erklärt: Combined Ratio, Contractual Service Margin, Finanzergebnis, Solvency II
Combined Ratio: Die Combined Ratio ist eine Kennzahl der Schaden- und Unfallversicherung, die Schadenaufwendungen und Kosten ins Verhältnis zu den Prämieneinnahmen setzt. UNIQA weist eine Combined Ratio netto von 91,6 Prozent aus; im Vergleichszeitraum 1–6/2025 lag sie bei 90,5 Prozent.
Contractual Service Margin (Vertragliche Servicemarge): Diese seit IFRS 17 ausgewiesene Bilanzposition stellt laut Aussendung die in Zukunft erwarteten Gewinne aus Versicherungsverträgen dar. UNIQA nennt einen Anstieg auf 6.317 Millionen Euro zum 1. Jänner 2026 (vorher 5.879 Millionen Euro).
Finanzergebnis und Kapitalanlageergebnis: UNIQA unterscheidet in der Mitteilung zwischen Finanzergebnis (176 Millionen Euro, Verdopplung gegenüber dem Vorjahr) und Kapitalanlageergebnis (587 Millionen Euro). Ersteres gibt das Ergebnis der Finanzaktivitäten an, während letzteres die Performance der Kapitalveranlagung widerspiegelt.
Solvency II und regulatorische Kapitalquote: Die Mitteilung nennt eine regulatorische Kapitalquote nach Solvency II von 271 Prozent per Halbjahr, fast unverändert gegenüber 275 Prozent zum 31. Dezember 2025. Diese Quote wird in der Versicherungsbranche als Indikator für die Kapitalausstattung genannt.
Was der Ausblick für 2026 enthält
UNIQA bestätigt in ihrer Aussendung den Ausblick für 2026 auf Basis des bisherigen Geschäftsverlaufs und nennt unter Vorbehalt außergewöhnlich hoher, negativer Belastungen durch Naturkatastrophen oder Kapitalmarktverwerfungen ein erwartetes Ergebnis vor Steuern zwischen 540 Millionen und 570 Millionen Euro. Die Gruppe hält an einer Ausschüttungsquote von 50 bis 60 Prozent fest und nennt das Ziel, auf Basis einer jährlich steigenden Dividende je Aktie den Aktionären eine progressive Beteiligung zu bieten.
Die Mitteilung weist zugleich auf Unsicherheiten hin: Die geopolitischen Rahmenbedingungen werden als instabil beschrieben, und es wird auf eine mögliche Zunahme wetterbedingter Schäden hingewiesen. UNIQA nennt diese Faktoren als Gründe, warum Prognosen mit Unsicherheiten behaftet sind.
Konkreter Kontext: Märkte, Mitarbeiter und Präsenz
Zur Struktur der Gruppe führt UNIQA in der Aussendung aus, dass rund 21.000 Mitarbeiter und exklusive Vertriebspartner in 14 Ländern mehr als 18 Millionen Kunden betreuen. In Österreich hat UNIQA nach eigenen Angaben einen Marktanteil von rund 21 Prozent und ist damit die zweitgrößte Versicherungsgruppe.
In der Region Zentral- und Osteuropa ist UNIQA laut Mitteilung in elf Märkten vertreten: Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Tschechien, Ukraine und Ungarn. Darüber hinaus zählt die Schweiz und Liechtenstein zum Konzern.
FAQ zur UNIQA-Halbjahresbilanz 2026
Ist das Prämienwachstum gruppenweit oder auf einzelne Märkte beschränkt? UNIQA berichtet ein gruppenweites Prämienwachstum von 12,0 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Das Wachstum wird in der Mitteilung sowohl für die CEE-Märkte als auch für Österreich beschrieben; international lag das Prämienwachstum bei 6,9 Prozent, das Österreich-Geschäft wuchs um 4,2 Prozent.
Wie hat sich die Schaden- und Unfallversicherung entwickelt? Die Schaden- und Unfallversicherung, mit rund zwei Dritteln der Prämien das größte Segment, verzeichnete ein Prämienwachstum von 16,2 Prozent auf 3.163 Millionen Euro. UNIQA nennt die Rückversicherungsgesellschaft UNIQA Re in Zürich als wesentlichen Beitrag für das hohe externe Geschäftsvolumen.
Warum stieg das Kapitalanlageergebnis? Die Aussendung nennt eine „besonders gute Performance unserer Kapitalveranlagung“ als einen Faktor und weist das Kapitalanlageergebnis mit 587 Millionen Euro aus, was einem Anstieg von 46,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Detaillierte Zusammensetzungen der Anlagen führt die Mitteilung nicht weiter aus.
Wie belastbar ist der Ausblick für das Gesamtjahr 2026? UNIQA bestätigt den Ausblick von 540 bis 570 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern, macht aber ausdrücklich den Vorbehalt, dass außergewöhnlich hohe Belastungen durch Naturkatastrophen oder Kapitalmarktverwerfungen die Prognose beeinträchtigen könnten. Die Mitteilung weist zudem auf Unsicherheiten durch geopolitische Rahmenbedingungen hin.
Welche Rolle spielt UNIQA Re in Zürich? In der Aussendung wird UNIQA Re in Zürich als ein sehr gut verlaufendes Geschäft der Rückversicherung genannt, das einen wesentlichen Anteil am Anstieg des externen Geschäftsvolumens hatte und somit zum Gruppenwachstum beitrug.
Was sagen die Kennzahlen zu Profitabilität und Kapitalausstattung? UNIQA meldet eine Combined Ratio netto von 91,6 Prozent, ein versicherungstechnisches Ergebnis von 360 Millionen Euro und eine regulatorische Kapitalquote nach Solvency II von 271 Prozent. Die Earnings per Share stiegen von 76 auf 84 Cent, der Return on Equity erhöhte sich auf 16,3 Prozent (1–6/2025: 15,7 Prozent).
Quellen und Kontakt
Quellen: Pressemitteilung der UNIQA Insurance Group AG zum Halbjahr 2026; Videoerklärung von Kurt Svoboda auf YouTube.
Kontakt: Klaus Kraigher, Pressesprecher, UNIQA Insurance Group AG, Telefon: +43 664 8231997, E‑Mail: klaus.kraigher [at] uniqa.at. Weitere Informationen auf https://www.uniqa.at.
Weiteres Material: diesem Video erläutert Kurt Svoboda, Vorstand für Finanz- und Risikomanagement bei der UNIQA Insurance Group AG, die aktuellen Ergebnisse.
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Grundlage: Presseaussendung von UNIQA Insurance Group AG, verbreitet über APA-OTS. Originalfassung: www.ots.at
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