Finanzen

Privatkonkurse steigen weiter: CRIF erwartet 9.500

Halbjahresanalyse: 4.722 Privatkonkurse im ersten Halbjahr 2026, Prognose angehoben

OTSKI-bearbeitet. Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und nicht redaktionell geprüft.
Aussender: CRIF GmbH
5. August 2026

CRIF registriert 4.722 Privatkonkurse im H1 2026 (+4,8%). Prognose für 2026 steigt von 9.000 auf bis zu 9.500 Verfahren.

Die Zahl der Privatkonkurse in Österreich ist im ersten Halbjahr 2026 erneut gestiegen: Insgesamt wurden 4.722 Verfahren registriert, das sind 217 Fälle beziehungsweise 4,8 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das geht aus der aktuellen Halbjahresanalyse des Informationsdienstleisters CRIF hervor.

Auf Basis dieser Entwicklung hat CRIF seine Prognose für das Gesamtjahr 2026 nach oben korrigiert: Statt der bisher erwarteten 9.000 Privatkonkurse rechnet das Unternehmen nun mit bis zu 9.500 Verfahren. Sollte diese Zahl eintreten, wäre 2026 der zweithöchste Wert der vergangenen zehn Jahre; nur 2018 wurden mit 10.062 Privatkonkursen mehr Verfahren eröffnet.

Privatkonkurse in Österreich: Halbjahresbilanz 2026

Die Halbjahresanalyse von CRIF bildet die Grundlage für die genannten Zahlen. Demnach wurden im ersten Halbjahr 2026 4.722 Privatkonkurse registriert, ein Anstieg um 4,8 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025. CRIF hebt in der Aussendung hervor, dass die erhöhte Jahresprognose auf der Fortsetzung der bis Mitte 2026 beobachteten Entwicklung beruht.

Der Rekordwert aus dem Jahr 2018 mit 10.062 Privatkonkursen wird von CRIF in der Mitteilung als nur eingeschränkt vergleichbar eingestuft: Dieser Höchststand sei maßgeblich auf die Insolvenzrechtsreform 2017 zurückzuführen gewesen, die 2018 einen deutlichen Nachholeffekt ausgelöst habe.

Regionale Entwicklung und Altersstruktur

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede in der Entwicklung. Den stärksten Anstieg verzeichnete Oberösterreich: Dort stieg die Zahl der eröffneten Privatkonkurse von 664 auf 773 Fälle (+16,4 Prozent). In Niederösterreich erhöhte sich die Zahl von 622 auf 708 Verfahren (+13,8 Prozent). In der Steiermark wurden 487 Privatkonkurse registriert, nach 436 im Vergleichszeitraum (+11,7 Prozent).

Weitere Zuwächse meldeten Vorarlberg (+10,5 Prozent), das Burgenland (+7,8 Prozent) und Salzburg (+7,1 Prozent). Rückläufig entwickelten sich die Zahlen in Kärnten (-6,6 Prozent), Wien (-2,0 Prozent) und Tirol (-0,9 Prozent). Mit 1.591 eröffneten Privatkonkursen bleibt Wien trotz des leichten Rückgangs das Bundesland mit den meisten Verfahren, gefolgt von Oberösterreich und Niederösterreich.

Bei der Insolvenzdichte, also der Zahl der Privatkonkurse je 100.000 Einwohner, liegt Wien nach den CRIF-Angaben mit 79,3 Fällen je 100.000 Einwohner an der Spitze. Dahinter folgen Vorarlberg mit 61,8 und Kärnten mit 54,5 Privatkonkursen je 100.000 Einwohner. Der österreichweite Durchschnitt liegt bei 51,5 Fällen je 100.000 Einwohner.

Die meisten Privatkonkurse im ersten Halbjahr 2026 betrafen laut CRIF die 40- bis 49-Jährigen: In dieser Altersgruppe stieg die Zahl auf 1.335 Fälle (+7,2 Prozent). Auch bei den 50- bis 59-Jährigen (+6,8 Prozent), den über 60-Jährigen (+6,1 Prozent) sowie den 30- bis 39-Jährigen (+2,0 Prozent) nahmen die Fallzahlen zu. Lediglich die 18- bis 29-Jährigen verzeichneten einen leichten Rückgang um 2,4 Prozent.

Finanzielle Belastung privater Haushalte laut CRIF

CRIF führt die anhaltend hohen Privatkonkurszahlen in seiner Aussendung unter anderem auf hohe Lebenshaltungskosten, steigende Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Unsicherheiten zurück. In diesem Zusammenhang zitiert CRIF die Geschäftsführerin von CRIF Österreich, Anca Eisner-Schwarz: "Die Entwicklung der Privatkonkurse ist ein wichtiger Indikator für die finanzielle Situation privater Haushalte. Unsere aktuellen Analysen zeigen, dass viele Menschen trotz einer leicht rückläufigen Inflation weiterhin unter erheblichem finanziellem Druck stehen. Steigende Fixkosten und die höhere Arbeitslosigkeit führen dazu, dass finanzielle Reserven zunehmend aufgebraucht sind und unerwartete Belastungen immer häufiger zu einer Überschuldung führen", erklärt Anca Eisner-Schwarz, Geschäftsführerin von CRIF Österreich.

Zur Vielschichtigkeit der Ursachen führt CRIF in der Mitteilung aus, dass neben Arbeitslosigkeit oder dauerhaft geringen Einkommen auch gescheiterte Selbstständigkeit, familiäre Veränderungen wie Trennung oder Scheidung, gesundheitliche Probleme sowie ein langfristig nicht tragbares Konsumverhalten zu den häufigsten Auslösern zählen. In der Aussendung heißt es weiter: "Eine Privatinsolvenz ist meist nicht die Folge eines einzelnen Ereignisses. Häufig treffen mehrere Belastungsfaktoren gleichzeitig aufeinander. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten fehlt vielen Haushalten der finanzielle Spielraum, um solche Entwicklungen rechtzeitig abzufedern", so Eisner-Schwarz.

CRIF erhöht Prognose für das Gesamtjahr 2026

Auf Basis der beobachteten Halbjahresentwicklung hat CRIF seine Jahresprognose von zuvor 9.000 auf bis zu 9.500 Privatkonkurse angehoben. In der Aussendung nennt CRIF diesen Wert als mögliche Obergrenze für das Jahr 2026 und verweist darauf, dass ein Überschreiten der bisherigen Erwartung den zweithöchsten Stand der vergangenen zehn Jahre bedeuten würde.

Zur Frage, ob in den kommenden Monaten Entspannung bei den Zahlen zu erwarten ist, zitiert CRIF wiederum Geschäftsführerin Eisner-Schwarz: "Privatinsolvenzen bilden wirtschaftliche Entwicklungen häufig erst mit zeitlicher Verzögerung ab. Aus heutiger Sicht sehen wir daher noch keine nachhaltige Entspannung. Vielmehr gehen wir davon aus, dass sich die anhaltenden wirtschaftlichen Belastungen auch in den kommenden Monaten in den Insolvenzzahlen widerspiegeln werden", sagt Eisner-Schwarz.

Neue gesetzliche Rahmenbedingungen seit Mitte Juli

In der Aussendung weist CRIF darauf hin, dass neben den wirtschaftlichen Faktoren auch die geänderte Rechtslage die weitere Entwicklung beeinflussen kann. Seit Mitte Juli gilt nach Angaben von CRIF für Privatinsolvenzen wieder eine fünfjährige Entschuldungsdauer. Die zuvor befristete Möglichkeit, sich bereits nach drei Jahren zu entschulden, sei damit ausgelaufen.

CRIF betont in der Mitteilung, dass sich derzeit noch nicht abschließend beurteilen lasse, welche Auswirkungen diese Änderung auf die Zahl der Privatkonkurse haben wird.

Schlüsselbegriffe erklärt

Privatkonkurs / Privatinsolvenz
Privatkonkurs bezeichnet in der CRIF-Aussendung ein eröffnetes Insolvenzverfahren natürlicher Personen. Die hier genannten Fallzahlen beziehen sich auf solche eröffneten Privatkonkurse in Österreich.

Entschuldungsdauer
Die Entschuldungsdauer ist in der Mitteilung das Zeitfenster, nach dessen Ablauf eine Entschuldung möglich ist. CRIF nennt, dass seit Mitte Juli wieder eine fünfjährige Entschuldungsdauer gilt und die zuvor befristete Dreijahresoption ausgelaufen ist.

Insolvenzrechtsreform 2017
CRIF verweist darauf, dass die Reform des Insolvenzrechts 2017 einen Nachholeffekt ausgelöst hat, der 2018 zu einem deutlich höheren Anstieg der Privatkonkurse geführt habe. Aus diesem Grund sei der Spitzenwert von 2018 nur eingeschränkt mit der aktuellen Entwicklung vergleichbar.

Insolvenzdichte
Unter Insolvenzdichte versteht CRIF die Anzahl der Privatkonkurse je 100.000 Einwohner. Die Aussendung nennt für Wien 79,3 Fälle je 100.000 Einwohner, für Vorarlberg 61,8 und für Kärnten 54,5; der österreichweite Durchschnitt liegt bei 51,5.

FAQ zu den CRIF-Zahlen und Begriffen

  • Wie viele Privatkonkurse wurden im ersten Halbjahr 2026 registriert?
    CRIF gibt 4.722 registrierte Privatkonkurse für das erste Halbjahr 2026 an. Das entspricht einem Anstieg um 217 Fälle beziehungsweise 4,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

  • Warum erhöht CRIF die Prognose für 2026?
    Die Prognoseanhebung von 9.000 auf bis zu 9.500 Privatkonkurse beruht laut CRIF auf der bisherigen wirtschaftlichen Entwicklung und der laufenden Analyse des Insolvenzgeschehens. CRIF nennt weiterhin wirtschaftliche Belastungsfaktoren wie hohe Lebenshaltungskosten und steigende Arbeitslosigkeit als relevante Rahmenbedingungen.

  • Welche Bundesländer sind besonders betroffen?
    Oberösterreich verzeichnete den stärksten Zuwachs (+16,4 Prozent, von 664 auf 773 Fälle). Niederösterreich und die Steiermark zeigten ebenfalls deutliche Zuwächse. Wien bleibt mit 1.591 Verfahren das Bundesland mit den meisten eröffneten Privatkonkursen.

  • Was bedeutet die Rückkehr zur fünfjährigen Entschuldungsdauer?
    CRIF berichtet, dass seit Mitte Juli wieder eine fünfjährige Entschuldungsdauer gilt und die befristete Dreijahresoption ausgelaufen ist. In der Aussendung heißt es, dass die Auswirkungen dieser Rechtsänderung auf die Zahl der Privatkonkurse derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden können.

  • Welche Altersgruppen sind am stärksten betroffen?
    Die meisten Fälle traten laut CRIF bei den 40- bis 49-Jährigen auf (1.335 Fälle, +7,2 Prozent). Auch die 50- bis 59-Jährigen sowie die über 60-Jährigen verzeichneten Zuwächse; einzig die 18- bis 29-Jährigen wiesen einen leichten Rückgang auf.

  • Wer ist CRIF und welche Rolle spielt das Unternehmen?
    CRIF wird in der Aussendung als globaler Informationsdienstleister mit mehr als 70 Niederlassungen in über 35 Ländern auf vier Kontinenten beschrieben. Laut Mitteilung bietet CRIF datenbasierte Lösungen für Identitäts- und Risikomanagement, Betrugsvermeidung und Nachhaltigkeit und analysiert laufend das Insolvenzgeschehen.

Quellen und Kontakt

Bericht und Zahlen laut Halbjahresanalyse der CRIF GmbH. Weitere Informationen finden sich auf der Unternehmensseite: www.crif.at

Kontakt: Mag. Kerstin Valet, CRIF GmbH, Rothschildplatz 3/Top 3.06.B, A-1020 Wien. E-Mail: k.valet[at]crif.com

KI-bearbeitet. Dieser Beitrag wurde KI-gestützt auf Basis fremder Quellen erstellt und gibt deren Originaltext nicht unverändert wieder. Er wurde vor der Veröffentlichung nicht von einem Menschen geprüft. Für diese Fassung verantwortlich: AdSimple GmbH.

Grundlage: Presseaussendung von CRIF GmbH, verbreitet über APA-OTS. Originalfassung: www.ots.at

Der Text wurde gegenüber der Originalaussendung bearbeitet. Die inhaltliche Verantwortung für die Originalfassung liegt beim Aussender, für diese bearbeitete Fassung bei AdSimple GmbH. (C) Copyright APA-Comm GmbH und der jeweilige Aussender.

Sind Sie für diese OTS-Aussendung verantwortlich? Gemessenen Performance-Bericht anfragen