Technologie

Österreich gewinnt eGovernment-Preis für Public AI

Bundeskanzleramt und Bundesrechenzentrum erzielen 1. Platz beim 25. eGovernment-Wettbewerb mit LLMaaS und Public AI

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Aussender: Bundespressedienst
3. September 2026

Die Anfang 2026 gestartete Public AI Initiative mit BRZ‑LLMaaS gewann den ersten Preis in der Kategorie „Digitalisierungsschub durch KI und moderne Infrastruktur“.

Österreich hat beim 25. eGovernment-Wettbewerb im Rahmen des Ministerialkongresses in Berlin den ersten Platz errungen: Die gemeinsam vom Bundeskanzleramt und dem Bundesrechenzentrum (BRZ) eingereichte Public AI Initiative mit LLMaaS („Large Language Model as a Service“) wurde in der Kategorie „Digitalisierungsschub durch KI und moderne Infrastruktur“ ausgezeichnet. Die Initiative war Anfang 2026 gestartet und wurde von einer unabhängigen Fachjury für den gesamtstaatlichen Ansatz gewürdigt.

In der Aussendung betont Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll die Absicht, KI-Lösungen als gemeinsame Infrastruktur bereitzustellen und nicht bei einzelnen Pilotprojekten stehen zu bleiben. Bereits im Einsatz befindliche Anwendungen wie GovGPT und ida werden in der Meldung genannt; als nächster Ausbauschritt wird KI in den elektronischen Akt integriert.

Public AI-Initiative und LLMaaS des Bundesrechenzentrums

Die Anfang 2026 gestartete Public AI Initiative verfolgt laut Aussendung einen ressort- und gebietskörperschaftsübergreifenden Ansatz für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung. Alle 13 Bundesressorts tragen die Initiative mit, und gleichzeitig erfolgt eine koordinierte Vorgangsweise mit den Bundesländern sowie weiteren Gebietskörperschaften und obersten Organen.

Als zentrale technologische Grundlage nennt die Mitteilung LLMaaS des Bundesrechenzentrums. LLMaaS wird dort beschrieben als eine vom BRZ zentral bereitgestellte, sichere KI-Infrastruktur, über die Behörden Large Language Models für Verwaltungsanwendungen nutzen können. In der Aussendung heißt es, dass technologischen Infrastruktur und konkrete Anwendungen von Beginn an gemeinsam gedacht werden.

GovGPT, ida und KI im elektronischen Akt als konkrete Anwendungen

Die Mitteilung führt konkrete Anwendungen an, die bereits produktiv im Einsatz sind. GovGPT wird genannt als Unterstützung für Mitarbeiter im Arbeitsalltag mit generativer KI, insbesondere beim Erstellen und Zusammenfassen von Texten sowie beim Arbeiten mit Wissensquellen. Für Nutzer der ID Austria steht mit ida ebenfalls eine KI-gestützte Unterstützung zur Verfügung.

Als nächster Schritt nennt die Aussendung die Integration von KI in den elektronischen Akt (ELAK). Damit werde KI unmittelbar in einen zentralen Arbeitsprozess der Bundesverwaltung gebracht, heißt es in der Mitteilung. Weitere gemeinsame Anwendungen und KI‑Services sollen schrittweise folgen.

Organisation und Ziele der Public AI-Initiative

Die Aussendung erklärt, dass Ziel der Initiative ist, Erfahrungen und Lösungen gemeinsam nutzbar zu machen und geeignete KI-Anwendungen sowie Shared Services möglichst breit und skalierbar in der öffentlichen Verwaltung einzusetzen. Die koordinierte Vorgehensweise soll ressortübergreifende Nutzung ebenso ermöglichen wie Zusammenarbeit mit den Bundesländern und weiteren Gebietskörperschaften.

Die Mitteilung hebt hervor, dass mit dem BRZ-LLMaaS ein Zugang geschaffen werden soll, der laut BRZ-Geschäftsführer Roland Ledinger „sicher und souverän“ ist. Ledinger wird in der Aussendung zitiert: „Mit dem BRZ-LLMaaS schaffen wir einen sicheren und souveränen Zugang zu Künstlicher Intelligenz für die öffentliche Verwaltung. Die Auszeichnung bestätigt unseren Anspruch, technologische Innovation mit Verantwortung zu verbinden und damit einen nachhaltigen Beitrag zur digitalen Souveränität Österreichs zu leisten.“

Auszeichnung beim 25. eGovernment-Wettbewerb

Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen des 25. eGovernment-Wettbewerbs, der laut Mitteilung von BearingPoint und Cisco veranstaltet wird und 2026 zum 25. Mal stattfindet. Der Wettbewerb gilt in der Aussendung als einer der renommiertesten Preise für die Digitalisierung des öffentlichen Sektors im deutschsprachigen Raum.

Die Jury, so heißt es in der Meldung, sei unabhängig und bestehe aus Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medien; bewertet werden Projekte unter anderem nach Innovationsgrad, Nutzen, Übertragbarkeit und gesellschaftlicher Relevanz. In der Aussendung wird der gesamtstaatliche Ansatz Österreichs für das Ausrollen von KI‑Anwendungsfällen und Shared Services als besonders gewürdigt genannt.

Österreichs frühere Erfolge im Wettbewerb

Die Mitteilung verweist auch auf frühere Erfolge Österreichs beim eGovernment-Wettbewerb: 2024 habe die Digitale Kompetenzoffensive den ersten Platz erzielt, und 2025 erreichte die ID Austria App den zweiten Platz. Mit der Auszeichnung für Public AI setze Österreich seine Erfolgsreihe fort, heißt es in der Aussendung.

Begriffserklärungen zu zentralen Begriffen

LLMaaS (Large Language Model as a Service): In der Aussendung wird LLMaaS als eine vom Bundesrechenzentrum zentral bereitgestellte, sichere KI‑Infrastruktur beschrieben, über die Behörden Large Language Models nutzen können, um Texte zu verstehen, zusammenzufassen und zu erstellen.

Public AI Initiative: Laut Mitteilung eine Anfang 2026 gestartete Initiative mit einem ressort- und gebietskörperschaftsübergreifenden Ansatz, an der alle 13 Bundesressorts beteiligt sind. Ziel ist laut Aussendung, Erfahrungen und Lösungen gemeinsam nutzbar zu machen und Shared Services in der Verwaltung breit und skalierbar einzusetzen.

GovGPT: In der Meldung genannt als eine produktive Anwendung, die Mitarbeiter im täglichen Arbeiten mit generativer KI unterstützt, etwa beim Erstellen und Zusammenfassen von Texten oder beim Arbeiten mit Wissensquellen.

ida: In der Aussendung wird ida als KI-gestützte Unterstützung für die Nutzer der ID Austria genannt.

Elektronischer Akt (ELAK): Die Mitteilung spricht davon, dass als nächster Schritt KI in den elektronischen Akt integriert wird, wodurch KI unmittelbar in einen zentralen Arbeitsprozess der Bundesverwaltung gebracht werden soll.

Information, Kompetenzaufbau und Begleitung des KI‑Einsatzes

Parallel zur technischen Bereitstellung nennt die Aussendung begleitende Maßnahmen: Der Einsatz von KI werde durch Informations- und Kompetenzmaßnahmen für die Mitarbeiter begleitet. Public AI verbinde damit technologische Modernisierung mit der Weiterentwicklung von Arbeitsweisen und dem systematischen Aufbau der notwendigen KI-Kompetenzen, heißt es.

In einem direkten Zitat unterstreicht Pröll die Ausrichtung der Initiative auf praktische Nutzung: „Diese Auszeichnung bestätigt unseren eingeschlagenen Kurs. Wir wollen nicht bei einzelnen Pilotprojekten stehen bleiben, sondern sichere und souveräne KI-Lösungen als gemeinsame Infrastruktur für die Verwaltung verfügbar machen. Mit GovGPT und ida sind erste Anwendungen bereits im Einsatz, mit KI im elektronischen Akt folgt der nächste konkrete Schritt. So nutzen wir KI dort, wo sie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlastet, Abläufe beschleunigt und bessere Services für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen ermöglicht. Das ist Digitalisierung mit Mehrwert“.

FAQ zur Public AI-Initiative und zur Auszeichnung

Was ist die Public AI Initiative?
Die Public AI Initiative ist laut Aussendung eine Anfang 2026 gestartete Initiative für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung mit einem ressort- und gebietskörperschaftsübergreifenden Ansatz. Alle 13 Bundesressorts tragen die Initiative mit, und sie sieht eine koordinierte Zusammenarbeit mit Bundesländern und weiteren Gebietskörperschaften sowie den obersten Organen vor.

Was bedeutet LLMaaS und wofür dient es?
LLMaaS steht für "Large Language Model as a Service" und wird in der Aussendung als vom Bundesrechenzentrum zentral bereitgestellte, sichere KI-Infrastruktur beschrieben. Über LLMaaS sollen Behörden Large Language Models nutzen können, um Texte zu verstehen, zusammenzufassen und zu erstellen.

Welche Anwendungen sind bereits produktiv?
Die Mitteilung nennt GovGPT und ida als erste produktive Anwendungen. GovGPT unterstützt Mitarbeiter bei der täglichen Arbeit mit generativer KI, etwa beim Erstellen und Zusammenfassen von Texten oder beim Arbeiten mit Wissensquellen. Ida steht laut Aussendung den Nutzern der ID Austria als KI-gestützte Unterstützung zur Verfügung.

Was ist der nächste technische Schritt?
Als nächster Schritt nennt die Aussendung die Integration von KI in den elektronischen Akt (ELAK), wodurch KI unmittelbar in einen zentralen Arbeitsprozess der Bundesverwaltung gebracht werden soll. Die Meldung spricht zudem von weiteren gemeinsamen Anwendungen und KI‑Services, die schrittweise folgen sollen.

Wer veranstaltet und bewertet den eGovernment-Wettbewerb?
Laut Aussendung wird der eGovernment-Wettbewerb von BearingPoint und Cisco veranstaltet. Die Bewertung erfolgt durch eine unabhängige Fachjury aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medien, die Projekte nach Kriterien wie Innovationsgrad, Nutzen, Übertragbarkeit und gesellschaftlicher Relevanz beurteilt.

Wie wird der Einsatz von KI in der Verwaltung begleitet?
Die Mitteilung nennt Informations- und Kompetenzmaßnahmen für die Mitarbeiter als Begleitung des KI‑Einsatzes. Public AI verbinde demnach technologische Modernisierung mit der Weiterentwicklung von Arbeitsweisen und dem systematischen Aufbau notwendiger KI-Kompetenzen.

Quellen und Kontakt

Quelle der Meldung: Bundespressedienst / Bundeskanzleramt.

Fotos vom Termin sind laut Mitteilung in Kürze über das Fotoservice des Bundeskanzleramts kostenfrei abrufbar: http://fotoservice.bundeskanzleramt.at

Kontakt laut Originalaussendung: Vincenz Kriegs-Au, Stv. Büroleiter und Pressesprecher des Staatssekretärs, Telefon: +43 1/53115-0, E-Mail: vincenz.kriegs-au [at] bka.gv.at. Weitere Informationen: https://www.bundeskanzleramt.gv.at

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Grundlage: Presseaussendung von Bundespressedienst, verbreitet über APA-OTS. Originalfassung: www.ots.at

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