Österreich aktualisiert DigComp 3.0 AT: Digitale Kompetenzen
DigComp 3.0 AT integriert KI-Kompetenzen, stärkt europäische Vergleichbarkeit und bildet Grundlage für Ausbau digitaler Kompetenzen
Der Nationale Referenzrahmen für Digitale Kompetenzen wurde auf DigComp 3.0 AT aktualisiert; KI-Kompetenzen werden erstmals systematisch abgebildet.
Österreich hat seinen Nationalen Referenzrahmen für Digitale Kompetenzen auf die aktuelle europäische Generation DigComp 3.0 AT aktualisiert. Die Regierung nennt die Integration von Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz als zentrales Merkmal der Weiterentwicklung und verweist zugleich auf die bessere Vergleichbarkeit von Bildungsangeboten auf europäischer Ebene.
Laut Aussendung stieg der Anteil der Menschen mit digitalen Basiskompetenzen laut Eurostat zuletzt auf rund 70 Prozent. Staatssekretär Alexander Pröll wird in der Mitteilung mit dem Hinweis zitiert, dass digitale Kompetenzen Schlüsselkompetenzen des 21. Jahrhunderts seien und dass DigComp 3.0 AT eine „moderne und europaweit anschlussfähige Grundlage für den Kompetenzaufbau in Österreich“ schaffe.
Die Aktualisierung von DigComp 3.0 AT im Überblick
Die angekündigte Aktualisierung knüpft an die europäische Weiterentwicklung des Digital Competence Frameworks (DigComp) an. In der Mitteilung heißt es, DigComp 3.0 sei die aktuelle Generation des europäischen Referenzrahmens für digitale Kompetenzen und reagiere auf technologische und gesellschaftliche Entwicklungen der vergangenen Jahre.
Als Schwerpunkte der neuen Generation werden laut Aussendung Künstliche Intelligenz, Cybersicherheit, digitale Teilhabe, digitales Wohlbefinden und Nachhaltigkeit genannt. Österreich habe das europäische Modell übernommen und dabei zugleich österreichische Anwendungserfahrungen aus Bildung, Arbeitsmarkt und Verwaltung berücksichtigt.
Mehr als 500 Lernergebnisse und der Zuordnungsprozess
Eine wesentliche Neuerung des österreichischen Modells sind nach Angaben der Aussendung mehr als 500 konkrete Lernergebnisse, die digitale Kompetenzen künftig präziser beschreiben sollen. Diese Lernergebnisse zielen laut Mitteilung darauf ab, Bildungsanbietern eine verbesserte Einordnung und Entwicklung ihrer Angebote zu ermöglichen.
Der Zuordnungsprozess wurde der Mitteilung zufolge von der OeAD-Geschäftsstelle Digitale Kompetenzen koordiniert. Im Rahmen dieses Prozesses seien bereits mehr als 750 Bildungsangebote dem DigComp-Modell zugeordnet worden; insgesamt hätten bislang 135 Bildungsanbieter in Österreich ihre Angebote zugeordnet.
KI-Kompetenzen systematisch in allen Kompetenzbereichen
Die Meldung betont, dass mit DigComp 3.0 AT Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz erstmals systematisch über alle Kompetenzbereiche hinweg abgebildet werden. Dies wird in der Aussendung als Reaktion auf technologische Entwicklungen der vergangenen Jahre dargestellt.
Konkret umfasst dies etwa die Fähigkeit
- KI-Anwendungen sicher und verantwortungsvoll zu nutzen,
- KI-generierte Inhalte kritisch zu bewerten,
- Chancen und Risiken von KI-Systemen zu verstehen,
- Datenschutz, Transparenz und ethische Fragestellungen zu berücksichtigen,
- Mensch-KI-Zusammenarbeit wirksam einzusetzen,
- Desinformation und manipulierte Inhalte besser zu erkennen.
KI-Basiscurriculum und Digitale Kompetenzoffensive
Die Aussendung verweist darauf, dass Österreich bereits früh begonnen habe, KI-Kompetenzen systematisch aufzubauen. Als konkretes Instrument wird das im Rahmen der Digitalen Kompetenzoffensive entwickelte KI-Basiscurriculum genannt.
Das KI-Basiscurriculum wird in der Mitteilung als praxisorientierter Rahmen beschrieben, der Bürger beim sicheren, reflektierten und produktiven Umgang mit Künstlicher Intelligenz unterstützen soll. Es baue auf dem Nationalen Referenzrahmen für Digitale Kompetenzen auf und sei unmittelbar an die europäischen Entwicklungen rund um DigComp und AI Literacy anschlussfähig. Die Aussendung nennt das Curriculum als Grundlage für vielfältige Bildungsangebote im Bereich KI-Kompetenzen.
Was DigComp 3.0 AT als gemeinsame Kompetenzsprache bedeutet
Die Meldung erklärt, dass der Nationale Referenzrahmen für Digitale Kompetenzen definiert, welche Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen Bürger benötigen, um digitale Technologien sicher, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Er diene als gemeinsame Grundlage für Bildungsangebote, Qualifizierungsmaßnahmen und Kompetenznachweise und schaffe damit Orientierung für Bildungseinrichtungen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Lernende.
Pröll wird in der Aussendung mit den Worten zitiert: „Österreich gestaltet diesen europäischen Weg proaktiv mit. Wir übersetzen den europäischen Kompetenzrahmen in die österreichische Praxis und schaffen damit eine gemeinsame Grundlage für den Ausbau digitaler Kompetenzen in Bildung, Arbeitswelt und Gesellschaft.“
Begriffe und Institutionen erklärt
DigComp 3.0: In der Aussendung wird DigComp 3.0 als die aktuelle Generation des europäischen Referenzrahmens für digitale Kompetenzen bezeichnet. Er reagiert laut Mitteilung auf technologische und gesellschaftliche Entwicklungen und legt unter anderem besonderes Augenmerk auf KI, Cybersicherheit sowie digitales Wohlbefinden.
Nationaler Referenzrahmen für Digitale Kompetenzen: Nach Angaben der Mitteilung definiert dieser Rahmen die Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen, die Bürger gemäß der Aussendung benötigen, um digitale Technologien sicher, kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen. Er dient als gemeinsame Grundlage für Bildungsangebote und Kompetenznachweise.
OeAD-Geschäftsstelle Digitale Kompetenzen: Diese Stelle koordinierte laut Text den Zuordnungsprozess, in dessen Rahmen mehr als 750 Bildungsangebote dem DigComp-Modell zugeordnet wurden. Die Aussendung nennt die Geschäftsstelle als Koordinatorin des Verfahrens.
KI-Basiscurriculum: Die Mitteilung beschreibt das Curriculum als praxisorientierten Rahmen, der auf dem Nationalen Referenzrahmen aufbaut und an europäische Entwicklungen zu DigComp und AI Literacy anschlussfähig ist. Es wird als Grundlage für Bildungsangebote im Bereich KI-Kompetenzen genannt.
AI Literacy: In der Aussendung wird AI Literacy in Verbindung mit DigComp genannt; das KI-Basiscurriculum sei an die europäischen Entwicklungen rund um DigComp und AI Literacy anschlussfähig. Der Begriff wird im Text im Kontext europäischer Standards verwendet.
Eurostat: Die Mitteilung zitiert eine Eurostat-Angabe, wonach der Anteil der Menschen mit digitalen Basiskompetenzen zuletzt auf rund 70 Prozent gestiegen sei. Eurostat wird in der Aussendung als Quelle dieser Zahl genannt.
Konkreter Bezug für Bildungsanbieter und Anbieter von Qualifizierungen
Die Aussendung nennt explizit, dass die mehr als 500 konkreten Lernergebnisse Bildungsanbietern eine verbesserte Einordnung und Entwicklung ihrer Angebote ermöglichen sollen. Darüber hinaus wird auf die bereits erfolgten Zuordnungen von Bildungsangeboten zum DigComp-Modell verwiesen: Mehr als 750 Angebote und 135 Bildungsanbieter seien dem Modell zugeordnet worden.
Die Mitteilung spricht somit von einer verbindlichen Terminologie und von Zuordnungsprozessen, die von einer nationalen Geschäftsstelle koordiniert wurden, ohne im Text weitere Umsetzungsfristen oder verpflichtende Vorgaben für einzelne Institutionen zu nennen.
FAQ zu DigComp 3.0 AT und dem österreichischen Vorgehen
1. Was ist DigComp 3.0 AT?
DigComp 3.0 AT ist laut Aussendung die österreichische Anpassung der europäischen Weiterentwicklung des Digital Competence Frameworks (DigComp). Die Aktualisierung bildet nach Mitteilung unter anderem Kompetenzen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz systematisch ab und beinhaltet mehr als 500 konkrete Lernergebnisse.
2. Wer hat den Zuordnungsprozess koordiniert?
Die OeAD-Geschäftsstelle Digitale Kompetenzen koordinierte den Zuordnungsprozess, heißt es in der Mitteilung. Im Rahmen dieses Prozesses wurden laut Aussendung bereits mehr als 750 Bildungsangebote dem DigComp-Modell zugeordnet.
3. Welche konkreten KI-Kompetenzen sind genannt?
Die Aussendung listet mehrere Fähigkeiten auf, darunter laut Text: KI-Anwendungen sicher und verantwortungsvoll zu nutzen; KI-generierte Inhalte kritisch zu bewerten; Chancen und Risiken von KI-Systemen zu verstehen; Datenschutz, Transparenz und ethische Fragestellungen zu berücksichtigen; Mensch-KI-Zusammenarbeit wirksam einzusetzen; Desinformation und manipulierte Inhalte besser zu erkennen.
4. Was ist das KI-Basiscurriculum?
Das KI-Basiscurriculum wird in der Mitteilung als praxisorientierter Rahmen beschrieben, der auf dem Nationalen Referenzrahmen für Digitale Kompetenzen aufbaut. Es sei an die europäischen Entwicklungen rund um DigComp und AI Literacy anschlussfähig und bilde die Grundlage für Bildungsangebote im Bereich KI-Kompetenzen.
5. Welche Zahlen nennt die Aussendung zur Verbreitung digitaler Basiskompetenzen?
Die Mitteilung zitiert Eurostat mit der Angabe, dass der Anteil der Menschen mit digitalen Basiskompetenzen zuletzt auf rund 70 Prozent gestiegen sei. Weitere Zahlen im Text betreffen die mehr als 500 Lernergebnisse, die mehr als 750 zugeordneten Bildungsangebote und die 135 Bildungsanbieter, die ihre Angebote zugeordnet haben.
6. Wofür sollen die Lernergebnisse dienen?
Nach Angaben der Aussendung beschreiben die mehr als 500 konkreten Lernergebnisse digitale Kompetenzen präziser, um Bildungsanbietern laut Mitteilung eine verbesserte Einordnung und Entwicklung ihrer Angebote zu ermöglichen. Die Mitteilung beschreibt dies als eine Anpassung an die europäische Weiterentwicklung und an österreichische Anwendungserfahrungen.
Quellen und Kontakt
Quelle der Aussendung: Bundespressedienst (Aussendung des Staatssekretärs). Weiterführende Informationen auf der Website des Bundeskanzleramts: https://www.bundeskanzleramt.gv.at
Kontakt im Originalkontaktblock: Pressesprecher des Staatssekretärs Vincenz Kriegs-Au, Telefon: +43 1/53115-0, E-Mail: vincenz.kriegs-au [at] bka.gv.at
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Grundlage: Presseaussendung von Bundespressedienst, verbreitet über APA-OTS. Originalfassung: www.ots.at
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