Gesundheit

NÖGUS-Geschäftsbericht 2025: Meilenstein für Niederösterreich

LR Antauer und GF Knestel präsentieren Zahlen, Projekte und den Gesundheitsplan 2040+

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Aussender: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung
27. August 2026

Der NÖGUS legt den Geschäftsbericht vor: 2025 markiert den Start für den Gesundheitsplan 2040+, den RSG sowie Prioritäten wie PVE, Herz‑Mobil und Demenz‑Service.

„Das Jahr 2025 darf getrost als Meilenstein für den NÖGUS bezeichnet werden: Es wurde nämlich der Grundstein für die Umsetzung des Gesundheitsplans 2040+ und die regionale Planung im niederösterreichischen Gesundheitssystem gelegt. Der Gesundheitsplan bildet den Rahmen für die zukunftssichere Gesundheitsversorgung 2040 plus und aufbauend darauf wurde mit dem RSG (Regionaler Strukturplan Gesundheit) ein Werkzeug geschaffen, das diese Planung konsequent und zielgerichtet auf die niederösterreichischen Regionen herunterbricht. Das gab es – mit dieser Rechtsverbindlichkeit – bisher noch nie in Niederösterreich“, stellte Landesrat Martin Antauer heute, Donnerstag, im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit NÖGUS-Geschäftsführer Volker Knestel klar.

Der aktuelle Geschäftsbericht des NÖGUS fasst laut Aussendung ein Jahr zusammen, in dem neben strategischen Weichenstellungen auch umfangreiche Leistungszahlen genannt wurden. Landesrat Antauer und Geschäftsführer Knestel präsentierten dabei sowohl Kennzahlen zu ambulanten und stationären Leistungen als auch Projekte und Organisationsaufgaben, die den Status des Jahres 2025 kennzeichnen sollen.

NÖGUS-Geschäftsbericht 2025: Zahlen und Kernbotschaften

In seiner Darstellung nannte Landesrat Martin Antauer für das Jahr 2025 mehrere Leistungskennzahlen: 2,25 Millionen ambulante Hauptdiagnosen, über 300.000 stationäre Diagnosen, knapp 258.000 Operationen, 266.360 durchgeführte MRT- und CT-Untersuchungen sowie 176.805 behandelte Frakturen oder multiple Knochenbrüche.

Antauer verwies zudem auf die Daten des Vorjahres: „Wir hatten im Vorjahr 2,26 Millionen ambulante Besuche, also 6.200 Ambulanzbesuche pro Tag und 305.063 stationäre Aufenthalte mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 5,8 Tagen im Krankenhaus. Und damit bin ich beim ersten Punkt: die durchschnittliche Verweildauer in den Spitälern soll so kurz als möglich gehalten werden. Weil es eine Win-Win-Situation ist. Jeder Patient möchte so rasch wie möglich wieder in häusliche Obhut und die Ressource Mensch ist knapp“, so der Landesrat.

NÖ Gesundheitsplan 2040+ und Regionaler Strukturplan Gesundheit (RSG)

Die Aussendung hebt den NÖ Gesundheitsplan 2040+ als den Rahmen für die „zukunftssichere Gesundheitsversorgung 2040 plus“ hervor. Aufbauend auf diesem Plan wurde demnach der RSG (Regionaler Strukturplan Gesundheit) erstellt, der laut Mitteilung erstmals mit Rechtsverbindlichkeit die regionale Planung im niederösterreichischen Gesundheitssystem herunterbricht.

Landesrat Antauer betonte, dass es die RSG-Erstellung in dieser Form und mit dieser Rechtsverbindlichkeit bisher noch nicht in Niederösterreich gegeben habe. Geschäftsführer Volker Knestel hob die Bedeutung des Gesundheitsplans 2040+ und der rechtsverbindlichen Erstellung des RSG in seiner Darstellung ebenfalls hervor.

Primärversorgungszentren (PVE) und ambulante Versorgung

Zur Stärkung der wohnortnahen ambulanten Versorgung verweist die Aussendung auf Primärversorgungszentren bzw. -einheiten (PVE). Dem Text zufolge gibt es mittlerweile 16 PVE im Bundesland; mit Ende 2025 waren es noch 14. Die Mitteilung nennt Vorteile der PVE: gute Erreichbarkeit in der Region, gebündelte Expertise unter einem Dach, ausgedehnte Öffnungszeiten und Entlastung für Berufstätige.

Im Bericht wird zudem die Rolle des NÖGUS bei der Finanzierung von Spitalsaufenthalten und bei Maßnahmen zur Entlastung von Krankenhäusern betont. Knestel nennt die qualitätsgesicherte Erweiterung und Stabilisierung der flächendeckenden ambulanten Versorgung als einen Teil der täglichen Arbeit des NÖGUS.

Herz‑Mobil NÖ, Demenz‑Service NÖ und weitere Projekte

Als herausgehobene Projekte nennt Antauer das Herz‑Mobil NÖ und das Demenz‑Service NÖ. Zur Zielsetzung von Herz‑Mobil NÖ heißt es in der Aussendung: „Das Ziel von Herz‑Mobil NÖ ist eine moderne, telemedizinische Betreuung zur Verbesserung der Lebensqualität und Reduktion von Spitalsaufenthalten“. Der Startschuss für Herz‑Mobil fiel 2024 in Wr. Neustadt; als Ziel für das fünfte Jahr, also 2028, wird 1.650 betreute Patienten pro Jahr genannt.

Zum Demenz‑Service NÖ heißt es, es sei „die Drehscheibe für die Vernetzung verschiedener Angebote. Von der Demenzhotline, über die persönliche Beratung, den Demenz‑Info‑Points, bis zu den Info‑Veranstaltungen. Dies alles trägt zur Sensibilisierung für das wichtige Thema Demenz bei, bietet hochqualifizierte Betreuung für Betroffene und Angehörige und stellt Expertise zur Verfügung“, so Antauer. Die Zahlen für 2025: knapp 1.000 Beratungen, 257 Info‑Point‑Sprechstunden, 129 Vorträge mit rund 4.000 Besuchern. Die Kosten des Demenzservice teilen sich NÖGUS und die Sozialversicherung im Verhältnis 60‑40 (Anm.).

Weitere im Bericht erwähnte ambulante Projekte sind die assistierte Peritonealdialyse, spezialisierte Diabeteszentren und die Arthrosetherapie 2.0. Knestel nannte diese Projekte in Verbindung mit der Planung und teilweise Mitfinanzierung von krankenhausentlastenden Maßnahmen.

Aufgabenbereiche des NÖGUS laut Geschäftsbericht

Geschäftsführer Volker Knestel nannte mehrere Kernaufgaben des NÖGUS: die Finanzierung der NÖ Landeskliniken, Qualitätssicherung durch ausgewählte Indikatoren zur Messung der Ergebnisqualität, die Zusammenarbeit mit Wissenschaft und Forschung sowie Kooperationen mit universitären Einrichtungen in Niederösterreich. Zudem verweist Knestel auf die Rolle des NÖGUS in der Ausbildung von nicht ärztlichen Gesundheitsberufen und auf eine Praktikumsdatenbank, die Studierenden die Suche nach notwendigen Ausbildungspraktika erleichtern soll.

Knestel fasste weiter auf: Koordination, Abwicklung und teilweise Mitfinanzierung sämtlicher Zielsteuerungsprojekte (Projekte zwischen Land und Sozialversicherung), Planung und teilweise Mitfinanzierung krankenhausentlastender Maßnahmen sowie Umsetzung von Projekten der Prävention und Gesundheitsförderung sind zentrale Aufgaben.

Zur telefonischen Gesundheitsberatung nennt die Aussendung eine Leistungszahl: „Unser Partner ‚Notruf NÖ‘ konnte 2025 rund 65.000 Gesundheitsberatungen via 1450 abwickeln. Die Anruferzahlen wachsen kontinuierlich." Im selben Zusammenhang erwähnte Knestel die geplante Erweiterung auf zehn Acute Community Nurse‑Standorte: „Der Haupteinsatzbereich der ACN liegt dabei im pflegerischen Bereich. Krankenhausaufenthalte können dadurch deutlich reduziert werden.“

Was der Geschäftsbericht dokumentiert

In seiner Zusammenfassung erklärte Knestel: „Der Geschäftsbericht dokumentiert den Startschuss zur langfristigen Absicherung der Gesundheitsversorgung in Niederösterreich – der Ausbau der Primärversorgungszentren, die qualitätsgesicherte Erweiterung und Stabilisierung der flächendeckenden ambulanten Versorgung unter Berücksichtigung der stationären Notwendigkeiten, die Entwicklung von digitalen und telemedizinischen Unterstützungswerkzeugen sowie die anhaltende Qualifikation und Ausbildung der medizinischen Fachkräfte bilden den Grundstock unserer täglichen Arbeit".

Abschließend sagte Knestel laut Aussendung: „Im Rahmen des NÖ Gesundheitsplans 2040+ wurde beschlossen, dass eine Niederösterreich‑spezifische Strategie zur Gesundheitsförderung ausgearbeitet werden soll, an der wir gerade intensiv arbeiten und die wir später vorstellen dürfen. Ich möchte mich an dieser Stelle auch herzlich beim gesamten NÖGUS‑Team für die starken Leistungen bedanken, wir machen uns mit Zuversicht, Respekt und Tatendrang an die zukünftigen Aufgaben."

Begriffserklärungen

NÖGUS

Der Name NÖGUS bezeichnet in der Aussendung die Organisation, die unter anderem für die Finanzierung von Spitalsaufenthalten, die Koordination von Zielsteuerungsprojekten und die Umsetzung von Präventions- und Gesundheitsförderungsprojekten genannt wird. Im Bericht wird die Rolle des NÖGUS zudem mit Aufgaben in der Qualitätssicherung und der Ausbildung von nicht ärztlichen Gesundheitsberufen beschrieben.

Gesundheitsplan 2040+

Der Gesundheitsplan 2040+ wird in der Mitteilung als Rahmen für die „zukunftssichere Gesundheitsversorgung 2040 plus“ bezeichnet. Laut Aussendung bildet dieser Plan die Grundlage, auf der der Regionaler Strukturplan Gesundheit (RSG) aufbaut.

Regionaler Strukturplan Gesundheit (RSG)

Der RSG wird in der Aussendung als ein Werkzeug beschrieben, das die übergeordnete Planung des Gesundheitsplans auf die niederösterreichischen Regionen herunterbricht und dabei erstmals mit Rechtsverbindlichkeit erstellt wurde.

Primärversorgungszentren (PVE)

Primärversorgungszentren bzw. -einheiten (PVE) werden in der Mitteilung als ein Element für wohnortnahe, effiziente Gesundheitsversorgung im niedergelassenen Bereich genannt. Die Aussendung listet Vorteile wie gute Erreichbarkeit, gebündelte Expertise unter einem Dach, ausgedehnte Öffnungszeiten und Entlastung für Berufstätige.

Herz‑Mobil NÖ

Herz‑Mobil NÖ wird in der Aussendung als Projekt beschrieben, dessen Ziel „eine moderne, telemedizinische Betreuung zur Verbesserung der Lebensqualität und Reduktion von Spitalsaufenthalten“ ist. Als Startort und -zeitpunkt wird Wr. Neustadt im Jahr 2024 genannt; für 2028 wird das Ziel von 1.650 betreuten Patienten pro Jahr angegeben.

Demenz‑Service NÖ

Das Demenz‑Service NÖ wird in der Mitteilung als Drehscheibe für die Vernetzung verschiedener Angebote bezeichnet; genannt werden Demenzhotline, persönliche Beratung, Demenz‑Info‑Points und Informationsveranstaltungen. Für 2025 nennt die Aussendung knapp 1.000 Beratungen, 257 Info‑Point‑Sprechstunden und 129 Vorträge mit rund 4.000 Besuchern.

FAQ zum Geschäftsbericht und den Projekten

Was sind die zentralen Kennzahlen, die im Bericht genannt wurden?

Die Aussendung nennt für 2025 unter anderem 2,25 Millionen ambulante Hauptdiagnosen, über 300.000 stationäre Diagnosen, knapp 258.000 Operationen, 266.360 MRT- und CT-Untersuchungen sowie 176.805 behandelte Frakturen oder multiple Knochenbrüche. Zudem werden Daten zum Vorjahr genannt: 2,26 Millionen ambulante Besuche und 305.063 stationäre Aufenthalte mit einer durchschnittlichen Verweildauer von 5,8 Tagen.

Was ist der Zweck des Regionalen Strukturplans Gesundheit (RSG)?

Der RSG wird als Werkzeug beschrieben, das die Planung des Gesundheitsplans 2040+ auf die Regionen in Niederösterreich herunterbricht. Die Aussendung betont, dass diese Erstellung erstmals mit Rechtsverbindlichkeit erfolgte.

Wie viele Primärversorgungszentren gibt es laut Bericht?

Laut Mitteilung gibt es mittlerweile 16 Primärversorgungszentren im ganzen Bundesland; mit Ende 2025 waren es noch 14. Die PVE werden in der Aussendung mit Vorteilen wie guter Erreichbarkeit, gebündelter Expertise und ausgedehnten Öffnungszeiten beschrieben.

Welche Ziele wurden für Herz‑Mobil NÖ genannt?

Die Aussendung nennt das Ziel von Herz‑Mobil NÖ als „moderne, telemedizinische Betreuung zur Verbesserung der Lebensqualität und Reduktion von Spitalsaufenthalten“. Als Start erfolgte 2024 in Wr. Neustadt; für das fünfte Jahr (2028) wird das Ziel von 1.650 betreuten Patienten pro Jahr genannt.

Welche Leistungen nennt der Bericht zum Demenz‑Service NÖ?

Das Demenz‑Service NÖ wird als Vernetzungsdrehscheibe genannt: Demenzhotline, persönliche Beratung, Demenz‑Info‑Points und Info‑Veranstaltungen. Für 2025 nennt die Mitteilung knapp 1.000 Beratungen, 257 Info‑Point‑Sprechstunden sowie 129 Vorträge mit rund 4.000 Besuchern; die Kosten werden im Verhältnis 60‑40 zwischen NÖGUS und Sozialversicherung geteilt.

Wer ist Ansprechpartner für Rückfragen zum Bericht?

In der Aussendung wird als nähere Kontaktperson im Büro von LR Martin Antauer Robert Lugar genannt: Telefon 0676/3517734 und die E‑Mail-Adresse robert.lugar[at]noel.gv.at. Zusätzlich enthält die Mitteilung einen Kontakt des Amtes der NÖ Landesregierung: Doris Zöger, Telefon 02742/9005-13314 und E‑Mail presse[at]noel.gv.at.

Quellen und Kontakt

Quelle: Amt der Niederösterreichischen Landesregierung (Aussendung zum NÖGUS‑Geschäftsbericht 2025).

Kontakt im Büro LR Martin Antauer: Robert Lugar, Telefon 0676/3517734, E‑Mail robert.lugar[at]noel.gv.at

Amt der NÖ Landesregierung, Landesamtsdirektion/Öffentlichkeitsarbeit: Doris Zöger, Telefon 02742/9005-13314, E‑Mail presse[at]noel.gv.at

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Grundlage: Presseaussendung von Amt der Niederösterreichischen Landesregierung, verbreitet über APA-OTS. Originalfassung: www.ots.at

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