Sonstiges

Neue Bombenschutzanzüge für EKO Cobra – acht Anzüge

Investition von rund 482.000 Euro; Anzüge ersetzen abgelaufene Hersteller-Schutzwirkung und werden auf Wien, Graz und Hall verteilt

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Aussender: Bundesministerium für Inneres
13. August 2026

Innenminister Gerhard Karner übergab am 23. Juli 2026 acht Bombenschutzanzüge an den Entschärfungsdienst der Direktion Spezialeinheiten/EKO Cobra.

Das Bundesministerium für Inneres hat am 23. Juli 2026 acht neue Bombenschutzanzüge an den Entschärfungsdienst der Direktion Spezialeinheiten/EKO Cobra übergeben. Die Anschaffung erfolgte nach Angaben des Ministeriums, weil die vom Hersteller garantierte Schutzwirkung der bisher verwendeten Anzüge nach jahrelangem Einsatz abgelaufen war.

Innenminister Gerhard Karner wurde in der Aussendung mit den Worten zitiert: „Die Entschärfer arbeiten unter schwierigsten und gefährlichsten Bedingungen, um für die Sicherheit und den Schutz unserer Bevölkerung zu sorgen. Moderne Schutzausrüstung ist gerade für diesen Spezialbereich daher lebensnotwendig“.

Acht neue Bombenschutzanzüge für Direktion Spezialeinheiten/EKO Cobra

Für die Beschaffung der acht Bombenschutzanzüge investierte das Bundesministerium für Inneres laut Mitteilung rund 482.000 Euro. Die Mitteilung nennt einen Stückpreis von rund 60.000 Euro pro Bombenschutzanzug.

Die neuen Anzüge ersetzen die zuvor verwendeten Modelle, deren vom Hersteller garantierte Schutzwirkung nach jahrelangem Einsatz abgelaufen war. Das Ministerium gibt an, die neue Schutzausrüstung auf die drei Standorte des Entschärfungsdienstes in Wien, Graz und Hall in Tirol verteilt zu haben; von dort stehen die Anzüge österreichweit für Einsätze mit Explosivstoffen zur Verfügung.

Aufgabe und Struktur des Entschärfungsdienstes der Direktion Spezialeinheiten/EKO Cobra

Der Entschärfungsdienst der Direktion Spezialeinheiten/EKO Cobra ist in ganz Österreich zuständig für das Erkennen, Untersuchen und Entschärfen von Spreng- und Brandvorrichtungen. Die Spezialeinheit unterhält laut Aussendung 22 Entschärfer, die an den drei Standorten Wien, Graz und Hall in Tirol stationiert sind.

Unterstützt werden diese Entschärfer durch ein österreichweites Netzwerk aus 107 Sprengstoffkundigen Organen (SKO) sowie 63 Sprengstoffspürhunden. Die SKO und Spürhunde übernehmen bei Verdachtslagen rasch erste Maßnahmen und leisten eine erste Lagebeurteilung vor Ort; das systematische Aufbauen dieses flächendeckenden Netzwerks geht laut Aussendung bereits auf Ende der 1960er-Jahre zurück.

Ausbildung der Entschärfer und Einsatzzahlen

Die Ausbildung zum Entschärfer umfasst mehrere Stufen. Zunächst wird laut Mitteilung die rund einjährige Ausbildung zum Sprengstoffkundigen Organ absolviert; darauf folgt eine mehrstufige Entschärferausbildung, die unter anderem an der Entschärferschule des Bundes in Deutschland stattfindet und durch umfangreiche praktische Ausbildung beim österreichischen Entschärfungsdienst ergänzt wird. Die Spezialausbildung zur Entschärfer dauert im schnellsten Fall rund zwei Jahre.

Zu den typischen Einsatzlagen zählen nach Angaben des Ministeriums das Erkennen und Untersuchen unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen, die Herstellung der Tatortsicherheit nach Explosionen sowie Einsätze nach Bankomatsprengungen. Für das Jahr 2025 benennt die Aussendung 468 Einsätze des Entschärfungsdienstes; die Sprengstoffkundigen Organe wickelten österreichweit 4.677 Einsätze ab. Die Mitteilung beschreibt diese Einsatzzahlen als seit Jahren auf konstant hohem Niveau.

Technische Merkmale der Bombenschutzanzüge

Ein Bombenschutzanzug wiegt laut Mitteilung rund 33 Kilogramm und besteht aus Jacke, Hose, Unterleibschutz und Helm. Nach Angaben des Ministeriums kombinieren die Anzüge Kevlar- und Nomex-Gewebe mit modernen ballistischen Schutzmaterialien.

Die Aussendung nennt, dass die Anzüge vor Explosionsdruck, Splittern, Hitze, den Folgen von Druckwellen und Aufprallkräften schützen. Zusätzlich ist integrierte Funktechnik für die laufende Kommunikation vorgesehen, und über eine Bedieneinheit am Unterarm lassen sich Luftzufuhr, Beleuchtung und weitere Parameter steuern. Laut Mitteilung wird der Anzug nur dann genutzt, wenn eine Annäherung an einen verdächtigen Gegenstand erforderlich ist; zuvor erfolgt eine Aufklärung aus sicherer Entfernung.

Sprengstoffkundige Organe, Sprengstoffspürhunde und Entschärferschule erklärt

Sprengstoffkundiges Organ (SKO): Die Aussendung nennt 107 SKO österreichweit. SKO sind laut Mitteilung erste Ansprechpartner bei Verdachtslagen und setzen rasch erste Maßnahmen, etwa zur Absicherung und Erkundung des Gefahrenbereichs.

Sprengstoffspürhund: Im gesamten Netzwerk sind laut Mitteilung 63 Sprengstoffspürhunde im Einsatz. Die Hunde unterstützen die Einsatzkräfte vor Ort bei der Suche und Beurteilung von Verdachtsmomenten.

Entschärferschule des Bundes (Deutschland): Die Mitteilung gibt an, dass Teile der mehrstufigen Entschärferausbildung an der Entschärferschule des Bundes in Deutschland absolviert werden. Diese Ausbildung wird laut Aussendung durch praktische Übungen beim österreichischen Entschärfungsdienst ergänzt.

Fernlenkmanipulator, Drohne und optische Hilfsmittel: Vor jeder Annäherung an einen verdächtigen Gegenstand erfolgt nach Angaben des Ministeriums eine Aufklärung aus sicherer Entfernung, zum Beispiel mittels Fernlenkmanipulator, Drohne oder optischer Hilfsmittel. Erst wenn es unbedingt erforderlich ist, nähert sich ein Entschärfer dem Gefahrenbereich mit Bombenschutzanzug.

Entschärfungsdienst der Direktion Spezialeinheiten/EKO Cobra: Dieser Dienst ist laut Aussendung österreichweit für das Entschärfen von Spreng- und Brandvorrichtungen zuständig und unterhält 22 Entschärfer an drei Standorten (Wien, Graz, Hall in Tirol).

Wie das Bundesministerium für Inneres die Anschaffung beschreibt

In der Aussendung führt das Bundesministerium für Inneres die Beschaffung der acht Bombenschutzanzüge als gezielte Investition in die Ausrüstung der Spezialeinheit an. Das Ministerium nennt die abgelaufene, vom Hersteller garantierte Schutzwirkung der bisherigen Anzüge als Grund für die Erneuerung der Schutzausrüstung.

Die Mitteilung verweist auf die Verteilung der neuen Anzüge auf die Standorte Wien, Graz und Hall in Tirol und erklärt, dass diese Anzüge österreichweit für Einsätze mit Explosivstoffen zur Verfügung stehen. Die Übergabe der neuen Schutzanzüge erfolgte laut Aussendung am 23. Juli 2026 durch Innenminister Gerhard Karner.

Was die Übergabe konkret bedeutet

Konkreter Anlass der Übergabe war nach Angaben des Ministeriums die Ersetzung von Ausrüstung, deren vom Hersteller garantierte Schutzwirkung nicht mehr gegeben war. Die neuen Anzüge sollen von den an den Standorten stationierten Entschärfern bei Bedarf eingesetzt werden; die Verteilung auf die drei Standorte soll eine bundesweite Verfügbarkeit sicherstellen.

Finanziell nennt die Mitteilung für die gesamte Beschaffung rund 482.000 Euro. Die Aussendung führt den Betrag sowie den Stückpreis von rund 60.000 Euro pro Anzug als konkrete Zahlen auf und stellt die technische Ausstattung der Anzüge in diesem Zusammenhang dar.

FAQ zur Anschaffung und zum Einsatz

Wie viele Anzüge wurden beschafft und wann erfolgte die Übergabe?
Die Aussendung nennt die Beschaffung von acht Bombenschutzanzügen. Die Übergabe an den Entschärfungsdienst erfolgte am 23. Juli 2026 durch Innenminister Gerhard Karner.

Warum wurden die neuen Anzüge beschafft?
Laut Mitteilung ersetzen die neuen Anzüge die bisher verwendeten Modelle, deren vom Hersteller garantierte Schutzwirkung nach jahrelangem Einsatz abgelaufen ist. Das Ministerium benennt dies als Anlass für die Beschaffung.

Wer ist für Einsätze mit Explosivstoffen zuständig?
Die Aussendung erklärt, dass der Entschärfungsdienst der Direktion Spezialeinheiten/EKO Cobra in ganz Österreich für das Entschärfen von Spreng- und Brandvorrichtungen zuständig ist. Dieser Dienst verfügt über 22 Entschärfer an den Standorten Wien, Graz und Hall in Tirol.

Welche Unterstützung steht den Entschärfern zur Verfügung?
Der Entschärfungsdienst wird laut Mitteilung von 107 Sprengstoffkundigen Organen und 63 Sprengstoffspürhunden österreichweit unterstützt. Vor Ort kommen außerdem Fernlenkmanipulatoren, Drohnen und optische Hilfsmittel zur Aufklärung aus sicherer Entfernung zum Einsatz.

Wie oft werden die Entschärfer alarmiert?
Für das Jahr 2025 nennt die Aussendung 468 Einsätze des Entschärfungsdienstes. Insgesamt bearbeiteten die Sprengstoffkundigen Organe österreichweit 4.677 Einsätze im Jahr 2025; die Mitteilung beschreibt die Einsatzzahlen als seit Jahren konstant hoch.

Welche technischen Merkmale haben die Bombenschutzanzüge?
Nach Angaben des Ministeriums wiegt ein Schutzanzug rund 33 Kilogramm und besteht aus Jacke, Hose, Unterleibschutz und Helm. Die Anzüge kombinieren Kevlar- und Nomex-Gewebe mit modernen ballistischen Schutzmaterialien, verfügen über integrierte Funktechnik und eine Unterarm-Bedieneinheit zur Steuerung von Luftzufuhr, Beleuchtung und weiteren Parametern.

Quellen und Kontakt

Quelle: Bundesministerium für Inneres (Aussendung vom 23. Juli 2026).

Kontakt: Bundesministerium für Inneres, Abteilung I/C/10 - Öffentlichkeitsarbeit, Ressortsprecher des Bundesministeriums für Inneres; Telefon: +43 (0) 1-531 26 - 90 15 62; E-Mail: bmi-ressortsprecher [at] bmi.gv.at; Website: https://www.bmi.gv.at.

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Grundlage: Presseaussendung von Bundesministerium für Inneres, verbreitet über APA-OTS. Originalfassung: www.ots.at

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