Eine gute Nachricht für 1,1 Millionen Haushalte in Österreich: Ab April 2026 greifen gleich zwei neue Mietbremsen-Gesetze, die für deutliche Entlastungen sorgen. Während die Teuerung in vielen Bere...
Eine gute Nachricht für 1,1 Millionen Haushalte in Österreich: Ab April 2026 greifen gleich zwei neue Mietbremsen-Gesetze, die für deutliche Entlastungen sorgen. Die Arbeiterkammer Wien hat vorgerechnet: In manchen Bundesländern bleiben Mietern durch die Bremsen bis zu 113 Euro monatlich mehr im Geldbeutel – das sind über 1.350 Euro im Jahr.
Das Mietenwertsicherungsgesetz greift ab April erstmals auch bei ungeregelten Mieten ein und betrifft rund 470.000 private Mietwohnungen. Parallel dazu werden durch das fünfte Mietrechtliche Inflationslinderungsgesetz (MILG) die geregelten Mieten in etwa 340.000 privaten Altbauwohnungen und 280.000 kommunalen Mietwohnungen erneut gebremst.
Der Wiener Richtwert erhöht sich ab April von 6,67 auf 6,74 Euro pro Quadratmeter – eine Erhöhung von einem Prozent. Laut AK würden ohne die seit 2023 beschlossenen Mietpreisbremsen die Richtwerte deutlich höher liegen; die AK nennt als Vergleichswert 7,67 Euro.
Die Arbeiterkammer hat berechnet, wie viel Geld Mieter durch die Bremsen sparen. Die Unterschiede zwischen den Bundesländern sind beträchtlich:
Wien: Für eine durchschnittliche 60-Quadratmeter-Gemeindewohnung, die zum Richtwert vermietet ist, ergibt sich laut AK eine Ersparnis von 61 Euro pro Monat (etwa 740 Euro im Jahr). Bei einer 72-Quadratmeter-Wohnung im privaten Altbau nennt die AK 74 Euro pro Monat (rund 890 Euro jährlich).
Steiermark: Bei einer durchschnittlichen 72-Quadratmeter-Wohnung nennt die AK eine Ersparnis von 96 Euro pro Monat (rund 1.150 Euro jährlich).
Vorarlberg: In Vorarlberg gibt die AK Ersparnisse von 113 Euro pro Monat (fast 1.360 Euro pro Jahr) an.
Die AK hat für ihre Mitglieder einen Mietpreisbremse-Rechner online gestellt. Mit dem Tool können Mitglieder laut AK berechnen, wie stark die Miete 2026 durch die Mietpreisbremse höchstens steigen darf. Der Rechner ist erreichbar unter https://mietbremse.arbeiterkammer.at/.
Die Arbeiterkammer fordert ein modernes, klares Mietrecht mit transparenten Mietzinsobergrenzen. Weiters fordert die AK, Befristungen abzuschaffen mit Ausnahmen für Privatpersonen, sowie strengere Maßnahmen gegen Mietwucher.
Mieterinnen und Mieter, die von den neuen Regelungen profitieren möchten, sollten ihre Mietverträge prüfen. Bei Unsicherheiten empfiehlt die Arbeiterkammer, sich an die AK oder an eine Mietervereinigung zu wenden. Der AK-Rechner unter https://mietbremse.arbeiterkammer.at/ kann dabei unterstützen.