KIZ Alpin: Holzleitner besucht Campus Rotholz
Machbarkeitsprüfung bestätigt Standortpotenzial; OHASIS-PhD startet mit neun Stellen
Bundesministerin Eva‑Maria Holzleitner besuchte Rotholz. Vorgestellt wurde die BIG‑Machbarkeitsprüfung für KIZ Alpin, zugleich startete das PhD‑Programm OHASIS.
Bundesminister Eva‑Maria Holzleitner besuchte den Campus Rotholz im Tiroler Zillertal. Anlass war die Präsentation der Machbarkeitsprüfung für das geplante Kompetenz‑ und Innovationszentrum für One Health im alpinen Raum (KIZ Alpin) sowie der offizielle Start des interuniversitären PhD‑Kooperationsprogramms OHASIS.
Die Veterinärmedizinische Universität Wien (Vetmeduni) startet OHASIS gemeinsam mit der Medizinischen Universität Innsbruck, der Freien Universität Bozen und der Leopold‑Franzens‑Universität Innsbruck. Die Aussendung nennt weiters, dass die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) eine Machbarkeitsprüfung durchgeführt hat, die das Potenzial des Standorts bestätigt. Die ersten neun PhD‑Stellen beginnen laut Mitteilung im November dieses Jahres.
OHASIS: Erster Meilenstein für das geplante KIZ Alpin
OHASIS steht laut Aussendung für „One Health for the Alpine Region: Solutions and Innovation in Science“. Die Vetmeduni beschreibt das Programm als interdisziplinäres PhD‑Programm, das renommierte Experten aus Österreich und Italien mit Doktoranden zusammenführt. Ziel sei es, gemeinsame Lösungen für die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt in der Alpenregion zu entwickeln.
Die beteiligten Universitäten sind in der Mitteilung namentlich genannt: Veterinärmedizinische Universität Wien, Medizinische Universität Innsbruck, Freie Universität Bozen und Leopold‑Franzens‑Universität Innsbruck. Wissenschaftsministerin Eva‑Maria Holzleitner hat laut Aussendung die Schirmherrschaft für das PhD‑Kooperationsprogramm übernommen.
Vetmeduni‑Initiative KIZ Alpin
Die Vetmeduni arbeite laut Aussendung daran, ihre bestehende Außenstelle in Innsbruck an den Campus Rotholz in Strass im Zillertal zu übersiedeln. Dort soll das Kompetenz‑ und Innovationszentrum für One Health im alpinen Raum (KIZ Alpin) entstehen. Die Machbarkeitsprüfung der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) bestätige das hohe Potenzial des Standortes sowie die Möglichkeit der Ansiedlung.
Am Campus Rotholz sind bereits die Höhere Bundeslehr‑ und Forschungsanstalt für Landwirtschaft und Ernährung sowie Lebensmittel‑ und Biotechnologie (HBLFA Tirol) und die Landwirtschaftliche Landeslehranstalt Rotholz (LLA) untergebracht. In der Aussendung werden die vorhandene Infrastruktur und die Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz hervorgehoben: Westbahnstrecke, Zillertalbahn, zwei Buslinien und die Nähe zur Inntalautobahn werden namentlich genannt.
Wissenschaftsministerin und Beteiligte in Rotholz
Beim Besuch der Wissenschaftsministerin in Rotholz waren laut Mitteilung neben Bundesministerin Eva‑Maria Holzleitner auch BIG‑Geschäftsführerin Christine Dornaus anwesend. Namentlich genannt werden weiters die Rektoren der an OHASIS beteiligten Universitäten: Matthias Gauly (Vetmeduni), Gert Mayer (Medizinische Universität Innsbruck), Alex Weissensteiner (Freie Universität Bozen) und Veronika Sexl (Leopold‑Franzens‑Universität Innsbruck). Ebenfalls vor Ort waren HBLFA‑Direktor Ronald Zecha und LLA‑Direktor Josef Stoll.
Die Anwesenden betonten in der Aussendung die Verbindung zwischen der Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt und das Potenzial der Kooperation. Laut Mitteilung ist das Ziel der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, angesichts globaler Gesundheitsherausforderungen auch auf lokaler und regionaler Ebene systemische, interdisziplinäre Lösungsansätze zu entwickeln. In der Aussendung wird zudem die potentielle Bedeutung des KIZ Alpin für den Forschungsstandort Tirol und die möglichen Auswirkungen auf die veterinärmedizinische Versorgung im Alpenraum erwähnt.
Bundesministerin Eva‑Maria Holzleitner: „Kooperation statt Kirchturmdenken ist für mich mehr als ein Motto. Das ist die Haltung, mit der wir Wissenschaftspolitik machen! Was heute in Rotholz beginnt, zeigt, was möglich wird, wenn Institutionen über Universitäts‑ und Ländergrenzen hinweg an einem Strang ziehen. Vier Universitäten aus zwei Ländern, gemeinsam mit landwirtschaftlichen Bildungseinrichtungen vor Ort: das ist gelebte Solidarität in der Wissenschaft. Und genau die brauchen wir, um die großen Fragen unserer Zeit zu lösen. Mit OHASIS und den ersten neun PhD‑Stellen setzen wir heute einen wichtigen Grundstein für das KIZ Alpin!“
Vetmeduni‑Rektor Matthias Gauly: „Das Projekt KIZ Alpin ist für uns ein Zukunftsprojekt. Es steht für ein Thema, das uns in Forschung, Lehre und wirtschaftlicher Praxis immer mehr beschäftigen wird: One Health. Denn die Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt hängen aufs Engste zusammen, wie uns die heurige Dürreperiode auch im Alpenraum eindringlich vor Augen geführt hat. Ein wichtiger Meilenstein für KIZ Alpin ist das demnächst startende PhD‑Kooperationsprogramm OHASIS. Wir freuen uns über dieses gemeinsame Projekt mit der Medizinischen Universität Innsbruck, der Freien Universität Bozen und der Leopold‑Franzens‑Universität Innsbruck.“
BIG‑Geschäftsführerin Christine Dornaus: „Als BIG sehen wir unsere Aufgabe darin, bestehende Standorte vorausschauend weiterzuentwickeln und für neue universitäre Anforderungen nutzbar zu machen. Mit der geplanten Ansiedlung der Vetmeduni in Rotholz nutzen wir vorhandene Infrastruktur und Flächen sinnvoll und führen damit den Leerstand einer neuen, zukunftsorientierten Verwendung zu. Das ist nicht nur ein wichtiger Beitrag zur Entwicklung unserer Immobilien, sondern schafft auch die Grundlage für einen starken Wissenschafts‑ und Forschungsstandort in Tirol. Besonders freut uns, dass mit KIZ Alpin ein Ort entsteht, an dem Forschung, Lehre und Praxis unmittelbar zusammenwirken.“
HBLFA‑Tirol‑Direktor Ronald Zecha und LLA‑Rotholz‑Direktor Josef Stoll: „Gemeinsam mit der Vetmeduni entwickelt sich unser Campus Rotholz zu einem alpinen Kompetenzzentrum für Landwirtschaft und Nutztiere, Ernährung und Veterinärmedizin weiter. Es wird international Maßstäbe setzen, weil es nur hier die räumliche Verbindung von Bildung, universitärer und außeruniversitärer Forschung und Praxis gibt. Bereits bisher hat die inhaltliche und synergetische Zusammenarbeit der Einrichtungen in Rotholz zu besonderer Effizienz und Qualität geführt, die mit der Vetmeduni nochmals in besonderem Maße gesteigert werden. Wir sind gespannt, welche Ideen und Initiativen entstehen werden, wenn unsere Schüler:innen und die Studierenden der Vetmeduni sich täglich im Stall oder beim Mittagessen treffen werden.“
One Health, OHASIS, KIZ Alpin und weitere Begriffe erklärt
One Health
„One Health“ wird in der Aussendung als Zusammenhang von Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt bezeichnet. Der Begriff verweist auf interdisziplinäre Fragestellungen, die in OHASIS und dem geplanten KIZ Alpin zusammengeführt werden sollen.
OHASIS (One Health for the Alpine Region: Solutions and Innovation in Science)
OHASIS ist laut Mitteilung ein interdisziplinäres PhD‑Programm, zu dem vier Universitäten aus Österreich und Italien kooperieren. In der Aussendung werden fachliche Schwerpunkte genannt, die Teil des Programms sein sollen.
KIZ Alpin
Das KIZ Alpin ist in der Aussendung als Kompetenz‑ und Innovationszentrum für One Health im alpinen Raum bezeichnet. Die Vetmeduni plant demnach eine Übersiedlung einer Außenstelle nach Rotholz, wo das Zentrum angesiedelt werden soll.
Machbarkeitsprüfung der BIG
Die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) hat laut Mitteilung eine Machbarkeitsprüfung für den Standort vorgenommen. In der Aussendung heißt es, die Prüfung bestätige das Potenzial des Campus Rotholz und die Möglichkeit einer Ansiedlung.
EAEVE und Shanghai‑Ranking
Die Aussendung nennt, dass die Vetmeduni durch die European Association of Establishments for Veterinary Education (EAEVE) akkreditiert ist. Weiters wird im Text das „Shanghai‑Ranking“ genannt, in dem die Vetmeduni im Bereich „Veterinary Sciences“ auf Platz 6 der Weltrangliste und auf Platz 2 in Europa liegt, hinter der Universität Gent.
Welche Themen im PhD‑Programm OHASIS behandelt werden
Die Mitteilung listet inhaltliche Bereiche, die Teil des Programms sein sollen. Dort werden folgende Themen genannt:
- Zoonosen
- Dynamik von Infektionskrankheiten
- Antibiotika‑ und Pilzresistenzen
- Lebensmittelmikrobiomik
- Bergagronomie
- Agrarökologie
- Öffentliches Veterinärwesen
Diese fachlichen Schwerpunkte sind in der Aussendung als Teil der Fragestellungen genannt, die Expertenteams gemeinsam mit PhD‑Studenten bearbeiten sollen.
FAQ zu OHASIS und KIZ Alpin
Was ist OHASIS?
OHASIS steht für „One Health for the Alpine Region: Solutions and Innovation in Science“ und ist laut Aussendung ein interdisziplinäres PhD‑Kooperationsprogramm. Es wird gemeinschaftlich von der Vetmeduni, der Medizinischen Universität Innsbruck, der Freien Universität Bozen und der Leopold‑Franzens‑Universität Innsbruck durchgeführt.
Welche Institutionen sind an OHASIS beteiligt?
Die Mitteilung nennt vier beteiligte Universitäten: Veterinärmedizinische Universität Wien, Medizinische Universität Innsbruck, Freie Universität Bozen und Leopold‑Franzens‑Universität Innsbruck. Zusätzlich werden HBLFA Tirol und die LLA Rotholz als lokale Bildungseinrichtungen am Campus genannt.
Wann beginnen die PhD‑Stellen?
Die Aussendung informiert, dass die ersten neun PhD‑Stellen heuer im November beginnen. Weitere organisatorische Details zu Bewerbungen oder Auswahl werden in der Mitteilung nicht genannt.
Was sagt die BIG‑Machbarkeitsprüfung aus?
Der Aussendung zufolge bestätigt die Machbarkeitsprüfung der Bundesimmobiliengesellschaft das hohe Potenzial des Standortes Rotholz und die Möglichkeit einer Ansiedlung. Konkrete Ergebnisse der Prüfung werden in der Mitteilung nicht weiter ausgeführt.
Wo soll das KIZ Alpin entstehen?
Das KIZ Alpin soll laut Mitteilung am Campus Rotholz in Strass im Zillertal entstehen. Die Vetmeduni plant, ihre bestehende Außenstelle in Innsbruck an diesen Campus zu übersiedeln.
Welche Größe und Akkreditierung hat die Vetmeduni?
In der Aussendung heißt es, die Veterinärmedizinische Universität Wien sei die einzige veterinärmedizinische akademische Bildungs‑ und Forschungsstätte Österreichs und die älteste im deutschsprachigen Raum (gegründet 1765). Die Vetmeduni beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter und bildet rund 2.500 Studenten aus. Sie ist laut Mitteilung durch die EAEVE akkreditiert.
Quellen und Kontakt
Quelle: Veterinärmedizinische Universität Wien (Aussendung).
Kontakt für Medienanfragen: Mag. Thomas Zauner, Öffentlichkeitsarbeit und Kommunikation, Veterinärmedizinische Universität Wien; E‑Mail: medienanfragen [at] vetmeduni.ac.at; Telefon: 0664 / 60257‑1150.
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Grundlage: Presseaussendung von Veterinärmedizinische Universität Wien, verbreitet über APA-OTS. Originalfassung: www.ots.at
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