Sonstiges

„Gemeindebau in der NS-Zeit“: Neue Stadtrundgänge in Wien

Kostenlose Touren 31. August–5. September; erstmals Meidling; Anmeldung ab sofort

OTSKI-bearbeitet. Dieser Beitrag wurde KI-gestützt erstellt und nicht redaktionell geprüft.
Aussender: Stadt Wien - Kommunikation und Medien (KOM)
23. August 2026

Wiener Wohnen bietet vier kostenlose Stadtrundgänge zur Geschichte der Gemeindebauten in der NS-Zeit an. Termine 31. August bis 5. September; Anmeldung per Service-Nummer oder E-Mail.

Ende August und Anfang September lädt Wiener Wohnen zu vier kostenfreien Stadtrundgängen durch ausgewählte Gemeindebauten in Wien ein. Die Touren führen durch die Leopoldstadt, die Josefstadt und Neubau, Meidling sowie die Donaustadt und machen an konkreten Orten die Schicksale vertriebener und verfolgter Gemeindebaubewohner während der NS-Zeit sichtbar.

Die angebotenen Führungen setzen ein Vermittlungsangebot fort, das 2025 im Rahmen des Erinnerungsprojekts „Der Gemeindebau in der NS-Zeit“ gestartet wurde. Laut Aussendung nahmen im Vorjahr rund 850 Wiener an den Rundgängen teil. Erstmals führt nun ein Rundgang auch durch den 12. Bezirk Meidling.

Wiener Wohnen: Stadtrundgänge "Der Gemeindebau in der NS-Zeit" — Termine und Routen

Wiener Wohnen bietet die kostenlosen Touren an den folgenden Terminen an:

Montag, 31. August 2026, 17 Uhr — Josefstadt und Neubau: Thema unter anderem Erich Lessing, „arisiertes“ Eigentum und kommunaler Wohnbau in der NS-Zeit. Treffpunkt: Therese-Schlesinger-Hof, vor dem Eingang Schlösselgasse 14.

Mittwoch, 2. September 2026, 17 Uhr — Donaustadt: Der Goethehof zwischen Austrofaschismus und NS-Terror. Treffpunkt: Wohnhausanlage Meißnergasse 4–6, rechts vom Hofeingang.

Freitag, 4. September 2026, 17 Uhr — Meidling (neu im Programm): Jüdisches Leben, Bürgerkrieg und Widerstand in Meidling; Stationen zu Siegfried Charoux, Bürgerkrieg 1934 und dem Widerstandskämpfer Fritz Pollak. Treffpunkt: vor dem Eingang der VHS Meidling, Längenfeldgasse 13–15, gegenüber dem Lorenshof.

Samstag, 5. September 2026, 14 Uhr — Leopoldstadt: Delogierung, Widerstand, Emigration und Deportation mit Berichten unter anderem zur Emigration Stella Klein-Löws. Treffpunkt: Wohnhausanlage Obere Augartenstraße 12a, vor dem Grünstreifen.

Hintergrund: "Der Gemeindebau in der NS-Zeit" und die Forschungsarbeit

Das Erinnerungsprojekt "Der Gemeindebau in der NS-Zeit" beruht laut Aussendung auf einer umfassenden Forschungsarbeit des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes, die im Auftrag von Wiener Wohnen zwischen 2022 und 2025 durchgeführt wurde. Die Studie bildete demnach die Grundlage für die wissenschaftliche Aufarbeitung und für das weitere Vermittlungsangebot.

Die Projektarbeit umfasst nach Angaben der Aussendung Publikationen, Ausstellungen, Gedenkveranstaltungen, digitale Vermittlungsangebote und geführte Stadtrundgänge. Hintergrund der Forschung ist, dass mit Beschluss vom 14. Juni 1938 die nationalsozialistische Stadtverwaltung begonnen habe, jüdische Mieter aus den Wiener Gemeindebauten systematisch zu vertreiben. In den erhaltenen Akten und Delogierungsvermerken spiegelten sich die Schicksale von Menschen, die Wohnungen und Heimat verloren; vielen sei die Flucht nicht gelungen, sie wurden deportiert und ermordet, heißt es in der Mitteilung.

Inhaltliche Leitung und Vermittlung

Als Vermittlerin führt die Podcasterin und Buchautorin Evelyn Steinthaler die Teilnehmer zu ausgewählten Wohnhausanlagen. Steinthaler erzählt laut Meldung von den Menschen, die dort lebten: von jüdischen Mieter, die nach dem sogenannten „Anschluss“ aus ihren Wohnungen vertrieben wurden, von Flucht und Deportation sowie von Widerstand im Gemeindebau, Austrofaschismus und dem Umgang mit „arisiertem“ jüdischem Eigentum nach 1945.

Die Aussendung zitiert zudem Wohnbaustadträtin Elke Hanel-Torsch mit der Aussage, die Rundgänge machten sichtbar, „was Verfolgung und Entrechtung für konkrete Menschen und Familien bedeutet haben“ und betont die Bedeutung, dieses Wissen zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben. Wiener Wohnen-Interims-Direktorin Katharina Klement wird mit der Erklärung zitiert, dass das große Interesse im Vorjahr zeige, dass viele Wiener mehr über die Geschichte ihres Grätzls und ihrer Gemeindebauten erfahren wollen; mit den neuen Terminen werde das Angebot fortgeführt und Meidling erstmals ins Programm aufgenommen.

Begriffe erklärt: Gemeindebau, Delogierung, Anschluss, Austrofaschismus und "arisiertes" Eigentum

Gemeindebau: Unter Gemeindebau versteht man kommunalen Wohnbau, also Wohnhausanlagen, die von der Stadt oder Gemeinde errichtet und verwaltet werden. In Wien sind Gemeindebauten ein prägnantes Element des städtischen Wohnungsbestands und Teil der lokalen Wohnbaugeschichte.

Delogierung: Delogierung bezeichnet das formelle Herausbringen oder die zwangsweise Entfernung von Mietern aus ihren Wohnungen; im historischen Kontext der NS-Zeit standen Delogierungen häufig am Beginn von Vertreibung und Deportation.

Anschluss: Der Begriff "Anschluss" bezeichnet den 1938 vollzogenen Anschluss Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland. In der Aussendung wird dieser Begriff in Anführungszeichen verwendet, wie in der Originalmitteilung.

Austrofaschismus: Als Austrofaschismus wird in der Geschichtsschreibung die autoritäre Regierungsform bezeichnet, die in Österreich in den frühen 1930er-Jahren bestand und politisch dem nationalsozialistischen Terror vorausging oder parallel verlief. In den Rundgangsbeschreibungen wird der Begriff in Verbindung mit der Geschichte einzelner Wohnhausanlagen genannt.

„Arisiertes“ Eigentum: Unter "arisiertem" Eigentum versteht die historische Forschung den Vorgang, in dem jüdische Eigentümer gezwungen wurden, Eigentum zu veräußern oder zu verlieren; die Aussendung nennt den Umgang mit „arisiertem“ jüdischem Eigentum nach 1945 als Thema eines Rundgangs.

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes: Das genannte Archiv ist laut Mitteilung die beauftragte Institution für die Forschungsarbeit, die die Grundlage des Erinnerungsprojekts bildete. Die Studie wurde demnach zwischen 2022 und 2025 erstellt.

Teilnahme, Anmeldung und Zugänglichkeit

Die Rundgänge dauern jeweils rund eineinhalb bis zwei Stunden, sind kostenlos und laut Meldung auch für Teilnehmer mit eingeschränkter Mobilität barrierefrei. Treffpunkt ist jeweils zehn Minuten vor Beginn der Führung; die Führungen finden grundsätzlich bei jedem Wetter statt. Pro Rundgang ist die Teilnehmerzahl auf maximal 20 Personen begrenzt.

Zur Anmeldung bittet Wiener Wohnen darum, spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Termin zu reservieren. Die Anmeldung ist möglich unter der Wiener Wohnen Service-Nummer 05 75 75 75 oder per E-Mail an veranstaltungen[at]wienerwohnen.at. Weitere Informationen zu den Routen und zur Anmeldung stellt Wiener Wohnen auf der Projektseite zur Verfügung.

FAQ zur Teilnahme und den Inhalten

Wer organisiert die Stadtrundgänge?

Die Stadtrundgänge werden von Wiener Wohnen angeboten. Sie sind Teil des Erinnerungsprojekts "Der Gemeindebau in der NS-Zeit", dessen Forschungsgrundlage laut Mitteilung vom Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes erstellt wurde.

Wer führt die Touren?

Die Touren werden der Aussendung zufolge von der Podcasterin und Buchautorin Evelyn Steinthaler geführt. In der Ankündigung heißt es, Steinthaler erzähle von den Menschen, die in den jeweiligen Wohnhausanlagen lebten, und thematisiere Vertreibung, Flucht, Deportation sowie Widerstand und Nachkriegsfragen.

Welche Themen werden behandelt?

Die Rundgänge decken laut Programm mehrere Aspekte ab: Delogierung und Deportation jüdischer Mieter, Emigration einzelner Bewohner wie Stella Klein-Löws, Widerstand im Gemeindebau, Austrofaschismus sowie der Umgang mit "arisiertem" jüdischem Eigentum nach 1945. Konkrete Stationen und Schwerpunkte variieren je nach Route.

Sind die Führungen barrierefrei und kostenfrei?

Ja. Die Mitteilung nennt die Führungen ausdrücklich als kostenlos und auch für Teilnehmer mit eingeschränkter Mobilität barrierefrei. Die Veranstaltungen dauern jeweils rund eineinhalb bis zwei Stunden.

Wie viele Teilnehmer sind möglich und wie melde ich mich an?

Die Zahl der Teilnehmer ist auf maximal 20 Personen pro Rundgang begrenzt. Um Anmeldung wird laut Aussendung spätestens eine Woche vor dem jeweiligen Termin ersucht, entweder telefonisch unter 05 75 75 75 oder per E-Mail an veranstaltungen[at]wienerwohnen.at.

Finden die Rundgänge bei jedem Wetter statt?

Die Aussendung stellt klar, dass die Führungen grundsätzlich bei jedem Wetter stattfinden. Teilnehmer sollten daher entsprechend planen, Treffpunkt ist jeweils zehn Minuten vor Beginn.

Quellen und Kontakt

Weitere Informationen zu den Routen und zur Anmeldung sind auf der Projektseite abrufbar: nievergessen.wienerwohnen.at/stadtfuehrungen-2026-1

Kontakt Personen laut Mitteilung:

  • Wiener Wohnen Service-Nummer: 05 75 75 75
  • Stefan Hayden, Mediensprecher Stadträtin für Wohnbau und Frauen Elke Hanel-Torsch — Tel.: 0676 8118 81265, E-Mail: stefan.hayden[at]wien.gv.at
  • Marianne Lackner, Unternehmenssprecherin, Stadt Wien - Wiener Wohnen — Telefon: 0664 8857 0965, E-Mail: marianne.lackner[at]wrwks.at

Quelle der Informationen: Aussendung der Stadt Wien - Kommunikation und Medien (KOM) zum Erinnerungsprojekt "Der Gemeindebau in der NS-Zeit".

KI-bearbeitet. Dieser Beitrag wurde KI-gestützt auf Basis fremder Quellen erstellt und gibt deren Originaltext nicht unverändert wieder. Er wurde vor der Veröffentlichung nicht von einem Menschen geprüft. Für diese Fassung verantwortlich: AdSimple GmbH.

Grundlage: Presseaussendung von Stadt Wien - Kommunikation und Medien (KOM), verbreitet über APA-OTS. Originalfassung: www.ots.at

Der Text wurde gegenüber der Originalaussendung bearbeitet. Die inhaltliche Verantwortung für die Originalfassung liegt beim Aussender, für diese bearbeitete Fassung bei AdSimple GmbH. (C) Copyright APA-Comm GmbH und der jeweilige Aussender.

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