Wirtschaft

Burgenland Energie: Energieunabhängigkeit deutlich vorangekommen

Nach fünf Jahren Strategie „Change“ steigt der Eigenversorgungsgrad auf rund 75 %; Erzeugungskapazität und Unternehmenswert verdoppelt

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Aussender: Burgenland Energie AG
20. August 2026

Die Burgenland Energie zieht Zwischenbilanz: Von 50 auf rund 75 Prozent Eigenversorgung, Erzeugungskapazität mehr als verdoppelt und 1,6 Mrd. Euro Unternehmenswert.

Die Burgenland Energie zieht fünf Jahre nach dem Start der Unternehmensstrategie „Change“ eine Zwischenbilanz: Der Umbau des Energiesystems in Richtung Energieunabhängigkeit sei „voll in Umsetzung“, teilt das Unternehmen mit. Seit 2021 habe sich der Anteil der im Burgenland selbst erzeugten Energie von rund 50 auf rund 75 Prozent des Energiebedarfs erhöht. Gleichzeitig habe die Burgenland Energie ihre erneuerbare Erzeugungskapazität in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt und ihren Unternehmenswert von rund 800 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro gesteigert.

Strategie "Change" der Burgenland Energie im Überblick

Die Strategie „Change“ wurde 2021 gestartet und verfolgt nach Angaben der Burgenland Energie das strategische Ziel, die Abhängigkeit von Energieimporten bis 2030 in Richtung Null zu führen und gleichzeitig die CO2-Emissionen im Energiebereich von damals rund zwei Millionen Tonnen pro Jahr in Richtung null zu reduzieren. Trotz historischer Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs, globaler Lieferengpässe, einer Wirtschaftskrise und verzögerter gesetzlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen sei der Ausbau konsequent vorangetrieben worden.

Das Unternehmen beschreibt die Entwicklung als umfassenden Umbau des Energiesystems Burgenlands: Zentrale Bausteine seien der Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und Speichern sowie die Ausrichtung des Produktportfolios auf Energieunabhängigkeitsprodukte für Haushalte, Unternehmen und Gemeinden.

Von 50 auf rund 75 Prozent Energieunabhängigkeit

Als die Strategie „Change“ 2021 gestartet wurde, deckte das Burgenland laut Aussendung rund die Hälfte seines Energiebedarfs aus eigener Erzeugung. Heute würden bereits rund 75 Prozent des Energiebedarfs durch eigene burgenländische Erzeugung abgedeckt. Grundlage dafür sei insbesondere der massive Ausbau von Windkraft, Photovoltaik und Speichern.

Der Vorstandsvorsitzende Stephan Sharma wird in der Aussendung mit den Worten zitiert: „Unser Ziel war von Beginn an klar: Wir wollen das Burgenland für seine Menschen, Unternehmen und Gemeinden bis 2030 energieunabhängig und klimaneutral machen. Nach fünf Jahren können wir sagen: Die Energieunabhängigkeit ist keine Vision auf dem Papier, sondern längst in Umsetzung. Wir haben den Eigenversorgungsgrad von 50 auf rund 75 Prozent erhöht, unsere erneuerbare Erzeugung massiv ausgebaut und gleichzeitig nachhaltige Werte für das Burgenland geschaffen, darauf können wir im Burgenland stolz sein.“

Österreichweite Meilensteine bei Windkraft und Photovoltaik

Laut Burgenland Energie konnten in den vergangenen fünf Jahren mehrere Projekte umgesetzt werden, die über das Burgenland hinaus Maßstäbe gesetzt hätten. Das größte Wind-Repowering-Programm Österreichs sei abgeschlossen worden und bestehende Anlagen seien durch leistungsstärkere und effizientere Windkraftanlagen ersetzt worden. Erstmals in Österreich sei bei Windrädern das rote blinkende Nachtlicht mit einer Sensorsteuerung und Infrarotlicht ausgeschaltet worden.

Weitere genannte Projekte sind Österreichs erste kombinierten Wind- und Photovoltaikanlagen in Schattendorf sowie die in Nickelsdorf errichtete erste Photovoltaikanlage mit 100 MW Leistung, „zu einem Zeitpunkt, als die größte PV-Anlage Österreichs eine Leistung von rund 20 MW hatte“. Außerdem nennt die Aussendung eine der größten europäischen kombinierten Agri-Wind-Photovoltaikanlagen in Andau, Tadten und Wallern mit einer Gesamtleistung von rund 240 MW. Diese Anlage verbindet nach Unternehmensangabe erneuerbare Stromerzeugung aus Wind und Photovoltaik mit Bio-Landwirtschaft, Biodiversität und der Beteiligung von Bürger, Gemeinden und Unternehmen.

Speicher in allen Regionen – mehr als 700 MWh geplant

Parallel zum Erzeugungsausbau habe die Burgenland Energie eine Speicherinfrastruktur aufgebaut. Erstmals in der Energiegeschichte Burgenlands gebe es in jeder Region einen eigenen großen Batteriespeicher; Speicher im Nord-, Mittel- und Südburgenland seien bereits umgesetzt.

Bis 2027 sollen den Angaben zufolge insgesamt zehn große Speicherprojekte mit einem Speichervolumen von mehr als 700 MWh realisiert werden. Die Aussendung nennt diesen Ausbau als Bestandteil, damit erneuerbare Energie auch dann genutzt werden könne, „wenn keine Wind- oder PV-Erzeugung vorhanden ist und noch besser mit der Nachfrage synchronisiert werden“.

„Wasserstoff Burgenland“ fertig entwickelt und on hold

Zum Projekt „Wasserstoff Burgenland“ schreibt die Burgenland Energie: Das Projekt, „das zum Ziel hat, für Unternehmen fossile, ausländische Gasimporte durch grünes Gas aus Österreich zu ersetzen“, sei genehmigungsreif fertig entwickelt worden. „Das technische Engineering sowie die Einreichungsunterlagen sind fertiggestellt. Für die Umsetzung fehlen jedoch noch bundesgesetzliche Rahmenbedingungen, wie das GWG. Daher haben wir das Projekt on hold gesetzt“, erklärt Sharma.

Darüber hinaus nennt die Aussendung den Status des Projekts in Planungszusammenhängen: Das Projekt sei seit 2022 Teil der österreichischen Netzinfrastrukturplanung, wie ÖNIP und AGGM Langfristplanung, sowie im Wasserstoffbeirat der österreichischen Bundesregierung. Die Burgenland Energie betont, bei dem entwickelten H2-Projekt handle es sich um „ein öffentliches Projekt, das den Zweck hat, über öffentliche Gaspipelines Industrieunternehmen in Burgenland und Österreich mit grünem Gas aus dem Burgenland zu versorgen. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Unternehmens-privaten on-site H2-Projekten“.

17.000 Projekte und rund 70.000 Menschen als Teil der Energieunabhängigkeit

Die Aussendung stellt heraus, dass der Umbau des Energiesystems nicht nur große Erzeugungsanlagen umfasse. Seit 2021 sei das Produktportfolio der Burgenland Energie von klassischen Energietarifen auf Energieunabhängigkeitsprodukte für Haushalte, Unternehmen und Gemeinden ausgerichtet worden.

„In den vergangenen fünf Jahren konnten wir rund 17.000 Energieunabhängigkeitsprojekte in ganz Österreich – vom Burgenland bis Vorarlberg – für Haushalte, Unternehmen und Gemeinden umsetzen. Gleichzeitig entstand mit dem ‚Fanclub Burgenland Energieunabhängig‘ Europas erste Energiegemeinschaft für eine gesamte Region. Mittlerweile sind rund 70.000 Menschen Teil dieser Energieunabhängigkeitsbewegung“, so Sharma in der Mitteilung. Als Beispiele für umgesetzte Projekte für Unternehmen nennt die Aussendung ÖAMTC, ÖBB, Borealis, Ströck, Krone, Samariterbund und ORF.

Unternehmenswert in fünf Jahren verdoppelt

Die Burgenland Energie nennt als Kennzahl für die wirtschaftliche Entwicklung eine Verdoppelung des Unternehmenswerts: Innerhalb von fünf Jahren sei der Unternehmenswert von rund 800 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro gestiegen. Dazu zitiert die Aussendung Sharma: „Die Verdoppelung des Unternehmenswerts auf 1,6 Milliarden Euro in so kurzer Zeit zeigt, dass Energieunabhängigkeit und wirtschaftliche Wertschöpfung zusammengehören.“

Nächste Ausbauphase: weitere über 1.500 MW bis 2030 geplant

Für die kommenden Jahre bleibe das Ziel unverändert: Bis 2030 soll das Burgenland laut Mitteilung Energieunabhängigkeit und Klimaneutralität erreichen. Für die nächste Ausbauphase seien insbesondere im Mittelburgenland weitere Windkraft-, Photovoltaik- und Speicherprojekte vorgesehen. In Summe sei bis 2030 eine zusätzliche Leistung von über 1.500 Megawatt geplant.

Die Aussendung schließt mit einem erneuten Zitat von Sharma: „Wir haben in fünf Jahren gezeigt, dass Energieunabhängigkeit umsetzbar ist. Wir sind von 50 auf rund 75 Prozent gekommen, haben unsere Erzeugungskapazität mehr als verdoppelt, sind das größte erneuerbare Energieunternehmen Österreichs und haben unseren Unternehmenswert verdoppelt. Jetzt geht es darum, diesen Weg konsequent fortzusetzen. Unser Ziel für 2030 steht: ein energieunabhängiges und klimaneutrales Burgenland und eine Energieinfrastruktur, die Wertschöpfung und Sicherheit für kommende Generationen schafft.“

Begriffe: Eigenversorgungsgrad, Repowering, Hybridkraftwerk, Agri-Wind-PV, Batteriespeicher erklärt

Eigenversorgungsgrad: Der Eigenversorgungsgrad beschreibt den Anteil des Energiebedarfs, der durch lokale Erzeugung gedeckt wird. In der Aussendung wird diese Kennzahl als Maß für die Energieunabhängigkeit des Burgenlands genannt (Anstieg von rund 50 auf rund 75 Prozent seit 2021).

Repowering: Repowering bezeichnet den Austausch oder die Modernisierung bestehender Windkraftanlagen durch leistungsstärkere und effizientere Anlagen. Die Burgenland Energie spricht vom „größten Wind-Repowering-Programm Österreichs“ als abgeschlossenem Projektteil.

Hybridkraftwerk (kombinierte Wind- und Photovoltaikanlagen): Hybridkraftwerke kombinieren Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen am selben Standort. Die Aussendung nennt Österreichs erste kombinierten Wind- und Photovoltaikanlagen in Schattendorf als Beispiel.

Agri-Wind-Photovoltaikanlage: Unter dieser Bezeichnung versteht die Aussendung kombinierte Anlagen, die erneuerbare Stromerzeugung aus Wind und Photovoltaik mit landwirtschaftlicher Nutzung verbinden; genannt werden die Anlagen in Andau, Tadten und Wallern mit einer Gesamtleistung von rund 240 MW.

Batteriespeicher: Batteriespeicher sind elektrische Energiespeicher, die Überschussstrom aufnehmen und später wieder abgeben können. Die Burgenland Energie nennt Umsetzungen in Nord-, Mittel- und Südburgenland sowie die Planung von zehn großen Speicherprojekten bis 2027 mit einem Volumen von mehr als 700 MWh.

FAQ zur Strategie "Change" der Burgenland Energie

Wie hat sich die Eigenversorgung des Burgenlands verändert?
Laut der Aussendung hat sich der Anteil der im Burgenland erzeugten Energie seit 2021 von rund 50 auf rund 75 Prozent erhöht. Diese Zahl nennt das Unternehmen als zentrale Messgröße für die Fortschritte der Strategie „Change“.

Welche Großprojekte nennt die Burgenland Energie?
Die Aussendung führt mehrere Projekte an: das abgeschlossene Wind-Repowering-Programm, Österreichs erste kombinierten Wind- und Photovoltaikanlagen in Schattendorf, die 100-MW-PV-Anlage in Nickelsdorf sowie die Agri-Wind-PV-Anlagen in Andau, Tadten und Wallern mit rund 240 MW Gesamtleistung.

Welchen Stand hat das Projekt "Wasserstoff Burgenland"?
Das Unternehmen gibt an, das H2-Projekt genehmigungsreif fertig entwickelt zu haben; technisches Engineering und Einreichungsunterlagen seien fertiggestellt. Die Umsetzung sei jedoch „on hold“, weil noch bundesgesetzliche Rahmenbedingungen, wie das GWG, fehlten.

Wie viele Speicher sind geplant?
Bis 2027 seien insgesamt zehn große Speicherprojekte mit einem Speichervolumen von mehr als 700 MWh geplant, heißt es in der Aussendung. Speicher in Nord-, Mittel- und Südburgenland seien bereits umgesetzt worden.

Wie viele Menschen und Projekte sind bereits involviert?
Die Burgenland Energie berichtet von rund 17.000 umgesetzten Energieunabhängigkeitsprojekten in ganz Österreich und von etwa 70.000 Menschen, die Teil der „Fanclub Burgenland Energieunabhängig“-Energiegemeinschaft seien.

Wie hat sich der Unternehmenswert entwickelt?
Der in der Mitteilung genannte Unternehmenswert habe sich innerhalb von fünf Jahren von rund 800 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro verdoppelt, so die Burgenland Energie.

Quellen und Kontakt

Quelle: Aussendung der Burgenland Energie AG (OTS). Ansprechpartner laut Mitteilung: Mag. Jürgen Schwarz, Unternehmenssprecher Burgenland Energie AG, Telefon: +43 (0)664/88210275, E-Mail: juergen.schwarz [at] burgenlandenergie.at. Weitere Informationen auf https://www.burgenlandenergie.at.

KI-bearbeitet. Dieser Beitrag wurde KI-gestützt auf Basis fremder Quellen erstellt und gibt deren Originaltext nicht unverändert wieder. Er wurde vor der Veröffentlichung nicht von einem Menschen geprüft. Für diese Fassung verantwortlich: AdSimple GmbH.

Grundlage: Presseaussendung von Burgenland Energie AG, verbreitet über APA-OTS. Originalfassung: www.ots.at

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